so heist das gesetz in den usa, und nein, jpm wollte sich hinter dem gesetz ebenfalls verstecken und die richterin mary walrath hat dies abgelehnt mit der begründung, das der schutz des gesetzes nur die fdic trifft, nicht aber jpm als käufer.
als beispiel: bei der ganzen beschlagnahmungsgeschichte wurden auch aktien der visa kreditkartenfirma beschlagnahmt und an jpm übertragen, obwohl diese gar nicht der banktochter, sondern der washington mutual holding hört haben. die fdic entschuldigt sich damit, die visa aktien von der ots übernommen und nur weitergegeben zu haben und das ist vom gesetz gedeckt. jpm als käufer steht im regen. allerdings haben fdic und jpm in ihrer gier keinen vernünftigen preis für die aktien vereinbart. daher kann die fdic wegen verletzung der sorgfaltspflicht haftbar gemacht werden, aber nicht für die übertragung an sich.
theoretisch ermöglicht das gesetz der ots und der fdci, jederzeit mit vagen begründungen jede ihnen unterstehende bank zu beschlagnahmen. und wenn sie einen "vernünftigen" preis verlangen, kann kein gericht diese "beschlagnahmung" bestrafen.
in wmis fall gibt es drei wichtige ausnahmen:
1. das konkursrecht ist stärker als das firrea gesetz. falls nun die mutterfirma der bank auf grund der beschlagnahmung in konkurs geht, können alle finanzspritzen, die innerhalb eines bestimmten zeitraums vor dem konkurs erfolgt sind, rückgängig gemacht werden, in wmis fall 6,5 mia.
2. das konkursrecht kann sehr viel besser und schneller zur offenlegung von kriminellen vorgängen vor dem eintreten des konkurses verwendet werden, es muss nur grundsätzlich nachgewiesen werden, dass die konkursmasse geschädigt wurde, in dem fall durch massive aktienmanipulationen und pressekampagnen von jpm
3. der "verkaufspreis" ist lächerlich, 1,9 mia einmalzahlung für ein untenehmen, dass nach angaben des käufers 40 mia wert ist. damit kann man die fdic zu schadensersatz zwingen. aber vor einem bundesgericht, und das kann jahre dauern, zwischen 3-5 schwanken die schätzungen für wmi
die ots soll übrigens aufgelösst werden, im zuge der neuorganisation der bankenkontrolle.
der druck wird momentan ausgeübt auf jpm, eine offenlegung der kriminellen praktiken kann ich mir nicht vorstellen. da aber jpm eine vergfleichssumme von 40 - 50 mia nicht überleben würde, ist die regierung am zug.
ich kann mir vorstellen, dass inoffiziell gespräche mit allen beteiligten laufen, und es gibt indizien, dass die fdic etwa 10 mia übernimm, aber ohne bestätigung.
ein weiteres indiz ist, der grösste gläubiger der wmi ist tpg, die gesellschaft von steve bondermann, dem texanischen milliardär. und der wurde vor kurzem von der regierung in den aufsichtsrat der neuen gm berufen, hat also eine gute gesprächsbasis mit der neuen regierung.