Verluste wieder reinholen - aber wie ?


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Palaimon:

Ich sehe ganz klar einen Aufwärtstrend,

5
04.11.08 11:24
also habe ich mich heute entschieden, hier mal mit 5.000 Euro anzufangen:

LYX0AD

Für weitere 5.000 Euro eine Order mit limit 30,00 Euro bis Ende der Woche plaziert, die ich ggfls. umwandle in billigst, sollte es nicht nochmal kurzfristig runtergehen.

Einzelheiten zu diesem ETF habe ich in #16 aufgeführt.

Thumbs up für den DAX ;-)

An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
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Orth:

Mach langsam auf Sicherheit.

 
04.11.08 18:45
Diese Kurssprünge werden bestimmt nochmal drehen. Mitnehmen ist immer legitim, selbst im seiten roten Bereich.

Ich tippe aufn Öl-Anstieg. Hier ist zuviel Pessimismus drin..
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Palaimon:

Habe 32,75 bezahlt,

6
04.11.08 19:24
aktueller Kurs 35,12.
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André Kostolany

MfG
Palaimon
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Oakley:

vw ist

 
04.11.08 19:28
nicht mal so schlecht, da gabs mal nen tag wo sie auf 100% war, ja aber das war nur ein einziger tag, leider :(
ok bevor ich da zu viel verspreche, würde ich mal sagen: "schauts euch selber mal die aktie an".


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Palaimon:

VW hab ich abgehakt.

5
04.11.08 19:34
Ich bin jetzt Fundi *g*
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André Kostolany

MfG
Palaimon
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calexa:

@palaimon

 
06.11.08 10:25
Kurze Frage:

Warum hast Du gemeint, dass Du K+S bei 28 "nachkaufen" willst? Wenn Dein erster Kauf bei 35 lag, dann bedeutet ein Kurs von 28, dass Du mit Deiner ersten Position einen Verlust von 20% erzielt hast! Welche Logik steht also hinter Deinem "Nachkauf"?

Ein Nachkauf müßte doch entweder, wenn man den Trend traden will, bei einem Überschreiten des Kurse von 36,50 erfolgen, oder, wenn man die Bewegung traden will, zu einem Zeitpunkt zwischen 28,89 und 39,49, mit einem Stopp hinter dem letzten Tief bei 28,88.

Gruß Carsten
www.investorweb.de
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Palaimon:

@calexa

6
06.11.08 15:33
Auf die K+S habe ich schon lange ein Auge geworfen, sie war mir nur zu teuer. Nach dem Kursabsturz habe ich sie eine Weile beobachtet und eine langsame Stabilisierung festgestellt. Also bin ich bei 35 erstmal rein. Bei einem so volatilen und unsicheren Markt baue ich Positionen jedoch nur nach und nach auf und kaufte daher 4 Tage später die gleich Menge zu 28,50 nach, um meinen Einstand zu verbilligen. Ich werde das auch weiterhin tun, wenn die Aktie unter meinen 2. EK fällt. Blue Chips sind keine Zockerwerte, da gehe ich nicht heute rein und morgen raus, das ist für mich eine langfristige Anlage. Mag ja für Dich keine Logik beinhalten, für mich schon.
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André Kostolany

MfG
Palaimon
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calexa:

Verstanden

 
06.11.08 16:02
Ich gebe zu, ich habe da eine andere Herangehensweise. 20% Verlust würde ich gar nicht entstehen lassen, weil ich normalerweise einen Stopp gemäß dem Trend lege, und der geht dann regelmäßig nicht so weit. Und nachkaufen mache ich nie, weil das bedeutet, gutes Geld dem schlechten hinterherzuwerfen.

Ein Nachkauf macht ja eigentlich auch nur dann Sinn, wenn man aus irgendwelchen Gründen von einem längerfristigen Investment aufgrund von bestimmten Kennzahlen ausgeht. Welche sind das bei Dir - KGV und Dividende sind es ja wohl derzeit nicht, weil die nicht sicher genug sind aufgrund der wirtschaftlichen Lage.

Gruß Carsten
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Palaimon:

Mir ist es schon passiert,

6
06.11.08 19:20
dass mein SL ausgeführt wurde, aber die Aktie danach erst recht zulegte. Da kann man dann nur noch hinterherschauen.  Das war z.B. letztes Jahr im Februar bei NA zu 22,60 der Fall, danach ging sie nur noch nach oben bis 36.  Als sie im November wieder unter 22 lag, habe ich  an einem Tag den Tagestiefstkurs von 21,50 erwischt, hatte den SL aber 9 Monate lang verteufelt.

Ich habe versucht, mich auf Deiner Seite für den NL anzumelden, bekomme aber diese Meldung:

"die Antwortseiten sind nicht richtig eingerichtet"

Was bedeutet das?
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André Kostolany

MfG
Palaimon
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calexa:

Das Problem kenne ich

 
06.11.08 23:07
zwar so, wie von Dir geschildert, aber stellt es eigentlich ein Problem dar? Denn wenn Du Dich an den Trend hältst, hättest Du eigentlich kurz danach wieder einsteigen müssen. Der Kurs wird nicht ohne Rücksetzer bis auf 36 gestiegen sein.

Aber es kommt halt auf Deine persönlichen Tradingregeln an.

Der Newsletter ist leider tot, weil der Anbieter seinen Service eingestellt hat. Ich muß erst wieder nach einem neuen suchen. Sorry, noch ein wenig Gedult.

Gruß Carsten
www.investorweb.de
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minesfan:

erzielt im Moment irgendwo jemand Gewinne?

3
19.11.08 11:07
Keine Macht den Nazis!
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Palaimon:

Wohl eher nicht, mines.

13
19.11.08 11:12
Es sind zwar noch einige grüne Positionen in meinem Depot, auch K+S liegt noch in etwa bei meinem EK. Aber schon Klöckner war letzte Woche ein Griff ins Klo. Da hätte ich noch warten sollen.
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MfG
Palaimon
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Radelfan:

Auch wenn es mir manchmal schwerfällt,

2
19.11.08 11:31
ich halte mich mit Käufen jetzt konsequent zurück. Die Chance, erneut daneben zu greifen, ist mir zu hoch. Es gibt zwar immer mal wieder Ausnahmen (dort HÄTTE man Gewinne machen können), aber dazu fehlt mir im Moment doch der Mut. So wäre es z.B. gestern gut gewesen (ich hatte dort sogar noch gepostet und kannte den Kurs!), kurzfristig mal in CONERGY einzusteigen. Aber an den Kauf dieser Pleitebude hatte ich keinen Gedanken verschwendet!
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minesfan:

hmm, die Krise ist noch lange nicht

4
19.11.08 13:52
überwunden, und nur wegen der Abgeltungssteuer sollte man jetzt nicht einfach blind investieren...das kann anch hinten losgehen....
Keine Macht den Nazis!
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Teras:

Nur BARES ist WAHRES.

6
09.12.08 08:32
Diese Grund-Regel gilt zumindest für den Übergang zur Deflation...
Ganz herzliche Grüße von diesem Teras
(Phlegmo-Trader, Schnarch-Sack, Chartist)...
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Palaimon:

#31 @calexa

8
06.01.09 11:06
Habe mir mit dem Verkauf von K+S vor Jahresfrist meinen nächsten Jahresurlaub eingefahren. Den Spekugewinn kann ich nämlich schön gegen vorgetragene Verluste gegenrechnen und hab die Kohle abgabenfrei.
Also war meine Vorgehensweise mit Verbilligen nicht verkehrt. Dann noch die kleine Rallye zum richtigen Zeitpunkt und - Peng ;-)
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André Kostolany

MfG
Palaimon
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Palaimon:

Vielleicht bin ich hiermit zu spät dran,

9
01.03.09 20:11
passiert mir ja häufiger mal, aber ich versuchs trotzdem morgen mit diesen ETFs :

DBX1DS  -  Short ETF auf DAX
DBX1AH  -  Short ETF auf DJ Stoxx 600 Banks

Ich geb dann meiner Rose die Schuld, wenns in die Hose geht. Hab die Blätter gerupft "soll ich, soll ich nicht, soll ich, soll ich nicht............".
Tja, das letzte Blatt war "soll ich" *ggg*
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MfG
Palaimon
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Palaimon:

Es hat sich doch gelohnt.

7
02.03.09 18:31
Beide Scheine heute morgen gekauft und bereits im Plus.
War also doch noch nicht zu spät.
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André Kostolany

MfG
Palaimon
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Palaimon:

Vorsicht ist geboten.

7
19.06.09 14:08
DAX: Heute total verhext ?

Der deutsche Aktienindex konnte die 4.800-Punkte-Marke gestern auf Schlusskursbasis erneut verteidigen. Allerdings blieb der von vielen erhoffte Befreiungsschlag aus. Im heutigen Handel droht aufgrund des dreifachen Hexensabbats eine hohe Volatilität. Vorsicht ist also geboten.

(.........)

Heute großer Verfallstag

Kurzfristig agierende Marktteilnehmer sollten am heutigen Handelstag besonders aufpassen. Heute laufen Futures und Optionen auf den DAX sowie Optionen auf Aktien aus. An diesem auch „dreifachen Hexensabbat“ genannten großen Verfallstag weist der DAX nicht selten große Kursschwankungen auf und liefert häufig charttechnische Fehlsignale. Trotzdem seien an dieser Stelle einige kurzfristig wichtige Marken im DAX genannt.

Ein Widerstand nach oben hin ist weiterhin bei 4.870 Punkten zu finden, darüber würde der deutsche Leitindex sich weiteres Potenzial bis an das ehemalige Ausbruchsniveau bei 4.970 bis 4.980 Punkten erschließen. Nach unten findet der DAX Halt bei 4.823 Punkten und 4.770 Punkten. Bei einem Abfallen unter die 200-Tage-Linie bei aktuell 4.753 Punkten dürfte der Index schnell auf 4.650 Punkte durchgereicht werden.

Die wichtigen charttechnischen Marken im DAX im Überblick:

Widerstände: 4.870 Punkte (horizontaler Widerstand), 4.970-4.980 Punkte (horizontaler Widerstand und Ausgangspunkt der Korrekturbewegung)

Unterstützungen: 4.823 Punkte (horizontale Unterstützung), 4.800 Punkte (Schlüsselmarke im Tageschart), 4.770 Punkte (mehrere markante Tiefs im Stundenchart), 4.753 Punkte (200-Tage-Linie), 4.650 Punkte (horizontale Unterstützung)

http://www.deraktionaer.de/xist4c/web/...-_id_1684__dId_10534359_.htm
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André Kostolany

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Palaimon
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Palaimon:

Monday is shopping day

6
19.06.09 18:53
Triple witching day is over - die Kurse sollten Montag nochmal runterkommen.
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Palaimon
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Palaimon:

Steuergeschenk dank Silber - Gesetzeslücke

9
02.07.09 13:35

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) muss wegen einer Gesetzeslücke auf  eine Menge Steuergelder verzichten. Denn dank einer Silbermünze aus Österreich  lassen sich nämlich problemlos große Mengen Schwarzgeld über die Grenze schaffen  – und der Zoll muss tatenlos zusehen.

 Verluste wieder reinholen - aber wie ? 6079507
Bestimmt  kennen Sie auch die Münze namens "Wiener Philharmoniker Silber". Sie besteht aus  999er Feinsilber und zeigt auf einer Seite Musikinstrumente, auf der anderen  eine Orgel, die Prägung des Herkunftslands, der "Republik Österreich", und den  Nennwert der Münze: 1,50 Euro.
Verluste wieder reinholen - aber wie ? 6079507
Und genau  dieser Nennwert ist die Krux für unseren armen Finanzminister: Denn wer von  Österreich nach Deutschland reist, darf 10.000 Euro bei sich tragen, ohne dass  er die Barschaft im Fall einer Kontrolle durch Zollfahnder deklarieren muss.  Dabei spielt es keine Rolle, dass die „Wiener Philharmoniker“ für elf bis 14  Euro pro Stück umgesetzt werden. Ergo kann jeder mehr als 6000  Philharmoniker-Münzen über die Grenze schaffen, ohne dass ihm sofort Steinbrücks  Steuer-Truppen ins Gehege kommen – und mithin pro Einreise über 110.000 Euro aus  seinen verborgenen Schätzen in Österreich heimholen.

Somit ist die Münze  mittlerweile zum Geheimtipp für alle deutschen Anleger geworden, die unauffällig  ihr nicht ganz ordentlich versteuertes Geld nach Hause transferieren wollen. Das  heißt, das war wahrscheinlich bis jetzt ein Geheimtipp. Mal gespannt, wann das  Finanzamt dieses Schlupfloch schließt.

www.gevestor.de

*lol*

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André Kostolany

MfG
Palaimon
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Palaimon:

Rohstoffe muss man jetzt haben. Oder ?

7
25.08.09 23:34
Hab mal einen ETF rausgesucht, der seit Auflage vor genau einem Jahr nach dem Absturz im März d.J. bereits wieder 67% aufgeholt hat.

WKN ETF063

Fondsziel / -strategie
Das Anlageziel des Teilfonds besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des Dow Jones STOXX® 600 Basic Resources Index (Performance Index) (ISIN EU0009658632) anknüpft.

Das Ziel des Index besteht darin, die größten europäischen Unternehmen des Rohstoffsektors gemäß der Definition der Industry Classification Benchmark (ICB) abzubilden. Der Index wird vom Dow Jones STOXX 600 Index abgeleitet, der Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Norwegen, die Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden, die Schweiz, Spanien und das Vereinigte Königreich abdeckt. Der Index ist einer von aktuell 18 Branchenindizes, die vom Dow Jones STOXX 600 Index abgeleitet werden.
Verluste wieder reinholen - aber wie ? 255160
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
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trademasterb.:

...

 
26.08.09 00:16
Auf Einzelaktien ist das Risiko zu gross

Man nimmt einen Trend der seit vielen Jahren besteht, also Rohstoffe / CRB seit 2001 im Aufwärtstrend, und geht dort long, am besten nur leicht gehebelt

im Dax / Aktien haben wir seit 2000 mehr oder weniger eine Seitwärtsbewegung zwischen 8000 und 2200

D.h. erst wenn Dax über 8000 oder unter 2200 geht kann man prozyklisch agieren, ansonsten ist es ein tradingmarkt irgendwo dazwischen

Ich würde einfach leicht gehebelt langfristig CRB / Rohstoffe long gehen und Dax / Dow erstmal vergessen
Antworten
trademasterb.:

...

 
26.08.09 00:29
klar hat der chart etwas gelitten, aber rohstoffe werden immer gebraucht und es  ist mit knappheit in wenigen jahren bei vielen rohstoffen zu rechnen

deshalb ist CRB Index LONG gehebelt oder ungehebelt eine sichere Sache

---

Verluste holt man wieder rein, indem man sichere Sachen macht bei denen das Verlustrisiko gleich 0 ist langfristig ...

---
Antworten
Palaimon:

Was Gewinner von Verlierern unterscheidet

10
25.09.09 00:17
Von dem Amerikaner Fred C Kelly, dem Autor des Buchs Why you win or lose, stammt folgende Anekdote:

Ein kleiner Junge ging die Straße hinunter, als er einen alten Mann erblickte, der versuchte, wilde Truthähne zu
fangen. Dazu hatte der Mann eine Truthahn-Falle gebaut. Diese Falle bestand aus einer Transportkiste, die mit einer Falltür versehen war. Die Tür wurde durch einen Pfosten gestützt, an dem eine lange Reißleine befestigt war. Eine dünne Spur von Getreidekörnern hatte der Mann so gelegt, dass sie in die Kiste führte, um die Truthähne genau dorthin zu locken. Wenn nun genügend Truthähne in der Kiste waren, brauchte er nur noch die Reißleine zu ziehen und die Tür fiel zu.  

Der Mann saß also nun vor seiner Falle und wartete, dass sein Plan aufging und möglichst viele Truthähne in seine Falle tappten. Und tatsächlich, eines Tages befanden sich ganze 12 Truthähne in der Kiste und der alte Mann freute sich riesig! Er wartete darauf, dass vielleicht noch ein weiterer Truthahn in die Falle tappen würde, dann wollte er sie zuschnappen lassen. Leider verließ aber ein Truthahn die Kiste und er ärgerte sich, dass er sich nicht mit zwölf Truthähnen zufrieden gegeben hatte: »Ich hätte bei zwölf Schluss machen sollen«, sagte der Mann »Ich werde noch einen Moment warten, vielleicht geht er ja wieder rein.«

Doch es kam leider anders. Nicht nur, dass der Truthahn nicht wieder in die Kiste zurückging.Stattdessen türmten noch zwei weitere Vögel aus der Falle. »Zehn würden mir auch reichen. Sobald einer von den dreien wieder drin ist, werde ich die Reißleine ziehen«, dachte der Alte Die Truthähne kehrten jedoch nicht wieder zurück. Die Anzahl der in der Kiste befindlichen Vögel nahm stetig ab. Immer wieder hoffte der Mann, nur einen Truthahn mehr zu fangen, als sich gerade in der Falle befanden.Immer wenn ihm ein weiterer Truthahn entwischte, war er fürchterlich enttäuscht.
Er konnte sich nicht damit abfinden, dass von den ursprünglichen Truthähnen keiner mehr zurückkehrte. Als schließlich nur noch ein einziger Vogel in der Falle saß, sagte sich der Mann resignierend: »Ich warte jetzt entweder solange, bis der auch draußen ist oder aber es kehrt doch noch ein Truthahn zurück. Dann werde ich die Falle zuschnappen lassen.« So verließ auch der letzte Truthahn die Kiste, um sich seinen Artgenossen anzuschließen. Der Mann kehrte mit leeren Händen nach Hause zurück.

Die Parallelen zur Börse
Dieses kleine Beispiel zeigt im Verhalten des alten Manns eine erstaunliche Parallele zur Denkweise eines normalen Anlegers. Der Mann konnte die Hoff nung nicht aufgeben, dass einige der ursprünglichen Truthähne zurückkehren würden. Dies ist auch die typische Einstellung eines Anlegers, der sich einige Zeit nach einem Kurshoch nicht
entscheiden kann zu verkaufen, obwohl er im Gewinn liegt. Er hofft, dass sich der Kurs wieder erholt und sein ursprüngliches Hoch wieder erreicht.

An der Wall Street gibt es dazu ein alte Sprichwort: »Bullen machen ihr Geld und Bären machen ihr Geld Schweine aber werden geschlachtet « (Bulls make money, bears make money, pigs get slaughtered). Man kann an der Börse Geld gewinnen, egal ob man auf steigende oder fallende Kurse setzt. Nur das gierige Schwein, das dem Gewinn ohne jede Strategie hinterher jagt, verliert immer Geld! (Gier frisst Hirn!) Mit anderen Worten: Seien Sie nicht gierig!

Wie sich selbst gestandene Börsianer in Demut üben, zeigt das Beispiel der Börsenlegende Bernard Baruch (1870 bis 1965). Baruch war ein US-amerikanischer Finanzier und Börsenspekulant. Er prägte den Ausspruch: »Das erste und das letzte Drittel einer Aufwärtsbewegung überlasse ich anderen, mir reicht das zweite Drittel.« Der Autor meint: Nehmen also auch Sie das mit, was Ihnen der Markt gibt und seien Sie zufrieden damit! Und trauern Sie der Aktie bloß nicht nach, auch nicht, wenn sie nach dem Verkauf doch noch weitersteigen sollte. Daher gilt ab jetzt: Aus dem Depot, aus dem Sinn!

Goerke fragt den Leser: Erkennen Sie sich eigentlich in dem Beispiel mit dem Mann und seiner Truthahnfalle wieder? Der Autor glaubt, jeder, der sich einige Jahre mit dem Handel an der Börse beschäftigt kennt diese Situation. Der Fallensteller hatte keinen Plan und er hatte keine Disziplin. Stattdessen ließ er sich von seiner Gier und einem Gefühl der Hoff nung treiben.

Außerdem war sein Handeln geprägt von Unentschlossenheit und Entscheidungsschwäche. Jeder dieser Punkte allein macht einen Börsianer schon zum Verlierer. Erst recht aber, wenn diese Einstellungen und Eigenschaften auch noch alle in einer Person zusammentreffen!

Buchbesprechung
Zur richtigen Zeit im
richtigen Markt
Von Ralf Goerke

http://www.tradersjournal.de/aktuelle-ausgabe.html
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
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