"Same player shoots again!"
der YCT ist inzwischen do hektisch geworden, dass demnächst die Kosten wahrscheinlich die Gewinne aufzehren werden:
| Währung | akt. Kurs | Datum | Zeit | Abs. | in % |
EUR/USD | 1,4803 | 21.11. | 10:31:04 | -0,0027 | -0,18% |
EUR/GBP | 0,7183 | 21.11. | 10:31:00 | +0,0005 | +0,07% |
EUR/CHF | 1,6354 | 21.11. | 10:31:19 | -0,0051 | -0,31% |
EUR/JPY | 160,9600 | 21.11. | 10:31:07 | -1,8000 | -1,11% |
EUR/HKD | 11,5017 | 21.11. | 09:49:15 | -0,0405 | -0,35% |
USD/JPY | 108,6900 | 21.11. | 10:31:07 | -1,0300 | -0,94% |
Viel Glück
DAX-Rückgang entfacht Sturm aufs Bärenlager
21. November 2007. Es ist erst Mittwoch und daher natürlich noch etwas zu früh, um zu behaupten, dass eine schwache Börsenwoche hinter den Marktteilnehmern liegt. Andererseits haben sich die Verluste seit Montag bereits beachtlich summiert und wenn der DAX® dieses Tempo beibehalten sollte, wird man am Freitag wohl sicherlich von einer der schwächsten Handelswochen seit langem reden müssen. Die von der Frankfurter Börse wöchentlich befragten Marktteilnehmer spüren jedenfalls, dass etwas Unangenehmes auf sie zukommen könnte. Vergangene Woche – da stand der DAX zum Berichtszeitpunkt auch noch über vier Prozent höher – war man durchaus gewillt, auf steigende Kurse zu setzen. Die Nähe zur 8.000er Marke und die relative Stärke des deutschen Aktienmarktes gegenüber anderen Indices machten einige Anleger mutig und zuversichtlich. Doch bereits einen Tag später geriet der DAX mächtig ins Schlingern. Seitdem hat sich stimmungstechnisch eine Menge verändert. Zum einen ist zwischenzeitlich eine beträchtliche Anzahl an Optimisten, nämlich sieben Prozent, von der Bildfläche verschwunden. Viel markanter ist aber der Zulauf von 18 Prozent, den die Pessimisten erfahren. So viele Akteure auf einmal haben das Bärenlager seit über zwei Jahren nicht mehr bestürmt.
Wir könnten nun einfach behaupten, dass eben genau diese Verkäufer für die DAX-Verluste der vergangenen Tage verantwortlich waren. Immerhin gab es ja auch genügend frustrierende Nachrichten von der Subprime-Front; von den neu entfachten Inflationsängsten einmal ganz abgesehen. Aber mit solch einer These würden wir es uns sicherlich zu einfach machen. Denn jemand, der bis vergangenen Mittwoch noch bereit war, auf steigende Kurse zu setzen (die Stimmung war zu diesem Zeitpunkt immerhin auf ein Vier-Wochen-Hoch geklettert), wirft nicht gleich einen Tag später wieder alles über Bord. Wir vermuten, dass es andere schwergewichtige, eventuell sogar ausländische Investoren waren, die für die bearishe Initialzündung sorgten. Höchstwahrscheinlich sind die besagten Abgeber sogar schon ein wenig länger dabei gewesen, einen Teil ihrer Risiken auf den Rest des Marktes abzuwälzen. Vor einer Woche ist dies nur nicht so sehr aufgefallen, weil die institutionellen Investoren unseres Panels noch gerne bereit waren, diese Bestände aufzunehmen. Nun aber geben auch sie diese Stücke an den Markt weiter. Die Folge für den DAX: ein neues Zweimonatstief
Aber nicht nur die gemessene Marktstimmung, auch das Aktienmarktumfeld hat sich in den vergangenen Tagen kräftig eingetrübt. Man ist beinahe gewillt, die Akteure mit einem Fahrer zu vergleichen, der ganz ohne Hilfe einer Karte oder eines Navigationssystems plötzlich nachts von seiner Route abgekommen ist. Nun findet er sich in einer unbekannten, nebulösen Umgebung wieder, in der er sich nur noch auf die nächste Kurve zu konzentrieren scheint, während am Straßenrand Subprime-Abgründe drohen. Das Fahrzeug, sprich sein Portfolio, in der Spur zu halten ist nun oberstes Gebot. Den Blick zum Horizont, seine mittelfristige Einschätzung also, scheint er längst verloren zu haben. Als positiv ist einzig zu bewerten, dass die Akteure derzeit nicht allzu lange fackeln. Sie reagieren, sobald Gefahr in Verzug ist. Aus einem solchen Verhalten entsteht in der Regel keine lang anhaltende Baisse.
Gianni Hirschmüller, cognitrend
boerse-frankfurt.com/pip/dispatch/de/...m?teaser=dax-sentiment
So falsch habe ich mit meiner Aussage gar nicht gelegen, dass ich bei der letzten Zinssitzung die Zinsen nicht gesenkt hätte. Tatsächlich wurde diese Zinssenkung um 25 Basispunkte auf 4,5 % nur mit knapper Mehrheit von den Feld-Mitgliedern beschlossen. Begründet wurde dieser Zinsschritt letzten Endes damit, dass er eine zusätzliche Absicherung gegen eine unerwartete starke Eintrübung der Konjunktur sein soll.
Viel wahrscheinlicher ist, dass die Fed einfach den Markt nicht in Angst und Schrecken versetzen wollte – aber okay, geschenkt.
Damit ist eine weitere Zinssenkung bei der nächsten Sitzung noch unwahrscheinlicher geworden. Der Markt reagierte verstimmt und brach zunächst ein, konnte sich aber gegen Handelsschluss wieder fangen.
Die weiteren Prognosen der Fed sind interessant. So geht die Fed im Jahr 2008 von einer Kerninflation zwischen 1,7 – 1,9 % aus und senkte damit die bisherige Prognose, die von 1,75 – 2 % ausging. Hört, hört möchte man sagen. Die Inflation insgesamt (einschließlich Energie und Nahrungsmittel) soll zwischen 1,8 – 2,1 % liegen.
Aus Sicht der Fed macht diese vorsichtige Schätzung zur Inflation Sinn. Denn Inflation hängt immer auch, so die herrschende Lehre, mit dem Wirtschaftswachstum zusammen. Und hier geht die Fed nunmehr nur noch von einem Wachstum zwischen 1,8 und 2,5 % aus. Bei der letzten Prognose hatte sie für 2008 noch ein Wachstum von 2,5 bis 2,75 % erwartet.
Dieser deutliche Rückgang des US-Wirtschaftswachstums müsste sich natürlich sofort dämpfend auf die Inflation auswirken – zumindest theoretisch. Wenn jedoch der Dollar weiter fallen sollte, dann kann es auch trotz Abschwächung zu einer anziehenden Inflation kommen!
In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass sich ein schwächeres US-Wirtschaftswachstum auch auf die Weltwirtschaft auswirken wird. Das wiederum könnte dazu führen, dass die Rohstoffpreise einbrechen (zumindest wenn man die Dollar-Entwertung herausrechnet). Das wiederum hätte zur Folge, dass unter Umständen einige Emerging Markets ebenfalls Schwierigkeiten mit ihrem Wirtschaftswachstum bekommen werden. Nimmt man dies alles zusammen, kann man schon verstehen, warum die Deutsche Bank eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit für eine kleine Rezession der Weltwirtschaft 2008 errechnet.
Nun kommt wieder ein typischer Steffens, den gerade die langjährigen Leser unter Ihnen bereits kennen: Schlechte Wirtschaftsjahre sind oft gute Börsenjahre!
Das war unter anderem einer der Gründe, warum ich 2004 – 2006 so bullish für den Dax war. Ich hatte recherchiert, dass Jahre, in denen die Wirtschaft kaum wächst oder sogar schrumpft, in den meisten Fällen gute Börsenjahre gewesen sind. Die Logik dahinter ist bestechend einfach:
Wenn alles schlecht aussieht, die Wirtschaft am Boden liegt, dann spekuliert die Börse darauf, dass alles besser wird und steigt in vorauseilendem Gehorsam schon einmal an.
Wenn sich alle hingegen in Jubelstimmung befinden, so wie es Anfang dieses Jahres der Fall war, dann besteht die Gefahr, dass das Wirtschaftswachstum bald seinen Zenit erreicht. Da die Börse sämtliche wirtschaftlichen Entwicklungen vorweg nimmt, musste man also damit rechnen, dass sie trotz guter Wirtschaftszahlen bald zu fallen beginnt.
Das war der Grund, warum ich bereits ab Mai / Juni anfing, skeptisch zu werden. Wie immer etwas zu früh, aber auf die Gesamtrally betrachtet doch ein gutes Timing. Jetzt wird aktuell diese Rezession eingepreist, die wir hier im Investor´s Daily schon Ende Sommer haben kommen sehen.
Sobald das geschehen ist und die Masse endlich eingesehen hat, dass es wirklich schlimm um die amerikanische Wirtschaft, den Dollar, die Inflation, das Öl steht, wenn alle Zittrigen verkauft haben, wird die Börse anfangen, darauf zu traden, dass alles vielleicht doch nicht so schlimm ist.
Das ist das alte Spiel, das sich immer und immer und wirklich immer wieder wiederholt. Was ich nicht verstehe, ist, dass so wenige Analysten, obwohl sie seit Jahren an den Börsen arbeiten, das mit schöner Regelmäßigkeit aus den Augen verlieren.
Ein kleines Problem bleibt aber bestehen. Die im Moment entscheidende Frage ist: WANN hat der Markt die Rezession eingepreist. Beziehungsweise, brauchen wir auch dieses Mal eine Panik, einen massiven Kursrutsch, damit der Spuk endlich vorbei ist?
Normalerweise sind das so Tage, an denen ich nachts aufwache und im Halbschlaf „wirklich“ anfange zu glauben, dass nun der finale Bärenmarkt bevorsteht, die Welt untergeht oder Schlimmeres droht. Immer wenn ich so eine Nacht erlebe, mit klopfendem Herzen und sorgenvoller Miene aufwache, kaufe ich am nächsten Morgen stumpf Longpositionen, setze also auf steigende Märkte. Panik muss man immer kaufen, auch wenn sie "nur" im Halbschlaf aufkommt...
Wenn ich mir die Reaktionen in den letzten Wochen anschaue, bin ich allerdings nicht so überzeugt davon, dass es auch dieses Mal zu einer solchen Panik kommen wird. Zu viele der institutionellen Anleger sehen aktuell mehr Chancen als Risiken. Sie sehen die sinkenden Zinsen, die US-Präsidentschaftswahl. Der wichtigste Punkt ist aber, dass man bei einer tatsächlich Inflation von 3-4 % und 4,5 % Leitzins, keine Rendite im Rentenmarkt erwirtschaften kann.
Und nur höchst ungern lassen institutionelle Investoren ihr Geld bei 0,5 % Rendite vergammeln. Wie sollen die das ihren Kunden verkaufen?
Mit anderen Worten: Das Geld MUSS irgendwo hin. Der Rohstoffmarkt ist zu klein, zudem stimmen hier die Fundamentals bei einem schwächer werdenden US-Wirtschaftswachstum nicht mehr. Die Emerging Markets wären von sinkenden Rohstoffpreisen ebenfalls betroffen – auch nicht gut – zumindest nicht für größere Positionen. Wo, ich frage mich, wo soll das ganze Geld hin?
Es kann aber sein, dass die Institutionellen erst Ende 2007/Anfang 2008 einsteigen und so lange cash bleiben, um sich nicht noch zum Jahresende zu weit aus dem Fenster zu legen. Es geht schließlich um Performance. Das sollte man noch im Hinterkopf behalten.
Also, ich bleibe bei meiner Seitwärtsbewegung. Die möglichen Begrenzungslinien habe ich hier genannt. Warten wir ab, was nächste Woche nach dem Thanksgiving und dem Black Friday geschieht.
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist wie von den Analysten erwartet saisonbereinigt um 11.000 auf 330.000 gefallen. Für die Vorwoche wurde der Wert auf 341.000 hochrevidiert. Der gleitenden Vierwochendurchschnitt liegt bei 329.750

Der gleitende Vierwochendurchschnitt stagniert, insoweit haben diese Zahlen kaum Marktrelevanz
Die Verbraucherstimmung der Universität Michigan notiert im November nach den Ergebnissen der zweiten Umfrage bei einem Stand von 76,1 Punkten. Analysten hatten einen Wert von 75,0 erwartet, der der ersten Umfrage entsprach. Der Index für die Erwartungen sank auf 66,2, der Index für die Einschätzung der aktuellen Lage sank auf 91,5.

Trotz der besser als erwarteten Zahl, sehe ich anhand des Charts keinen Grund zur Beruhigung. Die Stimmung verschlechtert sich zusehends. Ein sinkendes Verbrauchervertrauen wird mit einer niedrigeren Konsumneigung in Zusammenhang gesetzt. Das sind also für das Weihnachtsgeschäft schlechte Nachrichten.
Der Index der Frühindikatoren der US-Wirtschaft ist im Oktober um 0,5% auf einen Stand von 136,9 gefallen. Analysten hatten mit einem Rückgang von nur 0,3% gerechnet.

Auch hier zeigt sich, dass eine Abschwächung der US-Wirtschaft wahrscheinlicher wird. Es zeichnet sich ein klarer Rückgang ab, es ist der niedrigste Wert in diesem Jahr.

Rückblick: Die erwartete Korrektur in einem fallenden Markt hat stattgefunden. 19.11. Das Ziel für die fallenden Kurse lag bei 7450. Das Tief wurde bei 7500 gehandelt. 20.11. Eine Zwischenerholung sollte in den Bereich 7650 führen. Das Hoch wurde bei 7634 gehandelt. Anschließend sollte ein weiteres Tief entstehen. Der DAX verlor am Vormittag 1,8 Prozent.
Ausblick: Auf der Basis 7456 sollte eine Zwischenerholung stattfinden. Das Ziel für die Abwärtsbewegung liegt etwas unter der 7400er Marke.
Gruß Moya
Scoach (Frankfurt)
Der Ausblick der US-Notenbank zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung in den USA schürt Spekulationen über weitere Senkungen des Leitzinssatzes. So wird im Rahmen des am Vortags veröffentlichten Sitzungsprotokoll der US-Notenbank vom 31. Oktober auf größere Unsicherheiten im Bereich des Wirtschaftswachstums als zur Inflation verwiesen. Darin drücke sich das Vertrauen der Währungshüter aus, dass sich der Inflationsdruck mindert.
Gemäß der Federal Reserve wird sich das Wirtschaftswachstum in den USA in 2008 auf 1,8 Prozent verlangsamen. Dies entspreche dem geringsten Niveau seit der Rezession im Jahr 2001. Vergangenen Juni rechnete die Fed für 2008 noch mit einem Wirtschaftswachstum von 2,5-2,75 Prozent.
Dagegen wurden die Prognosen zur Kerninflation unverändert belassen. Der Preisauftrieb soll sich nach Einschätzung der Währungshüter in den kommenden beiden Jahren im Bereich von 1,7-1,9 Prozent bewegen. Aus den Zinsfutures lässt sich eine gestiegene Wahrscheinlichkeit für eine erneute Senkung des Leitzinssatzes durch die US-Notenbank im Rahmen der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses am 11. Dezember ableiten.
Die Händler an der Terminbörse in Chicago sehen nach Veröffentlichung des Fed-Sitzungsprotokolls und einer Verschärfung der Kreditkrise in den letzten Wochen eine Chance von rund 92 Prozent, dass die Fed nach ihrer jüngsten Leitzinssenkung von 0,25 Prozentpunkten am 31. Oktober eine weitere Herabnahme um 0,25 Prozentpunkte auf 4,25 Prozent vornehmen wird. Zuvor lag die Chance für eine weitere Leitzinssenkung bei lediglich 70 Prozent. Datum 21.11.2007 - Uhrzeit 18:30 (© BörseGo AG 2007, Autor:
Stanzl Jochen, Redakteur, © GodmodeTrader - www.godmode-trader.de/)
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