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Einsteiger stellt sich vor - gleich mit Frage


Beiträge: 16
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k45289:

Einsteiger stellt sich vor - gleich mit Frage

 
23.09.08 19:05
Hallo zusammen,

mein Name ist Sebastian, ich komme aus Essen, 21 Jahre alt, Azubi.
Der aktuelle Börsencrash gab mir paradoxer Weise den Anstoß, mich mal näher mit dem Thema Börse/Aktien zu beschäftigen.
Dazu habe ich zunächst im Netz recherchiert und dann das Buch "Schnell kurs Aktien" von Winkler bestellt. Bin also nun etwas im Thema.

Nun zur Frage: Ich habe mehrfach gelesen dass sich bei niedrigen Einkommen/Kapital eher Aktienfonds anbieten. Wieso ist das so? Und ab welchem Kapital (wenn man das pauschal sagen kann) lohnt sich eine Investition in Aktien?

Obwohl ich mich weiter mit Literatur versorgen werde, könnt ihr mit weiteren Fragen von mir rechnen ;).
Danke schonmal.

Gruß Sebastian
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elmen 1:

...

 
23.09.08 19:34
hi, würde mir an deiner stelle erstmal nen musterdepot anlegen , sozusagen mit spielgeld anfangen! dann bleibt dir wahrscheinlich einiges an lehrgeld erspart, im moment is wohl auch nicht der richtige zeitpunkt um "einzusteigen", geht wahrscheinlich noch erheblich weiter runter in den nächsten monaten... meine meinung
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Einszweidrei:

dem stimme ich voll zu

 
23.09.08 19:41
....und mach für 1 Jahr bei einem Börsenspiel mit.
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aktienspeziali.:

Hallo Sebastion

 
23.09.08 19:45
an der Börse ist es wichtig zu streuen oder quasi immer am Ball zu sein, deshalb ist es sicherer, bei kleineren Anlagevolumina in einen Fonds zu investieren, ob das insgesamt günstiger ist, weiss man immer erst nachher
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jello:

Auch ich

 
23.09.08 20:15
stimme den bisherigen Postings zu, erst einmal mit Trockenübungen (Musterdepots) zu beginnen.

Zu Fonds:
Eignen sich sicherlich bei kleinerem Kapitaleinsatz, ist aber eher was für Langfristanleger.
Weiterhin haben Fonds auch Nachteile, wie Ausgabeaufschläge und Managementgebühren,
die die Wertentwicklung negativ beeinflussen. Weiterhin sollte man sich ansehen, welche Aktien oder
Indizes in dem Fonds vertreten sind und ob dieser in Euro notiert oder z.B. in USD. Bei Fonds in Fremdwährungen
kommt das Wechselkursrisiko zum Euro noch zusätzlich ins Spiel. Bei kleinen Einsätzen ( unter 1000€) spielen die
Transaktionsgebühren sicherlich auch eine beachtenswerte Rolle, dies gilt allerdings auch beim Handel mit Aktien.

Für ein Depot ,wo aktiv zum Beispiel mit Aktien gehandelt werden soll, sollte man schon 10.000€ Kapital haben,
das heißt, dass man das Geld wirklich über haben sollte und man bei Verlust nicht gleich jemanden anpumpen muss.

Die einzigen und vielleicht nicht allzu großen Ersparnisse an der Börse zu riskieren, davon würde ich abraten.

Schau dir mal die Threads bei Ariva an, da sind einige Leute dabei, die sich schon recht in Schwierigkeiten gebracht haben, sofern sie es denn hier öffentlich zugeben.

Grüße
Jello

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boersethsu:

Fonds vs. Aktien

 
23.09.08 20:31

Hallo Sebastian,

 wenn Fonds für kleineres Budget empfohlen werden, hat das die Streuung zum Hintergrund. Mit relativ wenig Kapital kann keine vernünftige Streuung in Einzelaktien eingegangen werden, weshalb sich Fonds empfehlen würden, bei welchen man viele Aktien bzw. verschiedene Assetklassen mit relativ wenig finanziellem Aufwand abdeckt. Würde man in nur annährend ähnlichen Ausmaß Einzelaktien kaufen, wäre der Einsatz pro Position dermaßen gering, dass die Gebühren etwaigen Gewinn auffressen würden.

Die Streuung ist bei den meisten Anlegern sehr beliebt, weil es das Risiko minimiert, jedoch auch die Gewinnchancen. Im derzeitigen Marktumfeld nicht zu empfehlen, aber theoretisch gibt es durchaus die Möglichkeit, in nur ein paar wenige Aktien zu investieren, von denen man überzeugt ist, dass sie steigen, weil ihr Fair Value - also der "innere" oder objektive Wert - höher ist als der derzeitige Kurs. Es werden jetzt viele aufschreien und sagen, das ist monetärer Selbstmord und größte Investorensünde überhaupt und teilweise auch zu Recht. Denn um diese Taktik anzuwenden, muss man schon sehr versiert sein, tiefe Einblicke haben, Bilanzen lesen können, von dem ich jetzt mal, da du selbst gesagt hast, dass du dich erst seit kurzem damit zu beschäftigen begonnen hast, ausgehe, dass du es nicht kannst, und noch einiges an Feingefühl haben. Dies soll auch keinerlei Aufforderung zu irgendetwas sein, ich wollte es nur der Vollständigkeit gesagt haben. Einer der berühmtesten, die diese Taktik erfolgreich angewandt haben, ist übrigens Warren Buffett, was mit einigem Nachdruck beweist, dass es durchaus funktionieren kann, wenn man den richtigen Riecher hat. 

Antworten
captainhook:

Hi Sebastian,

 
23.09.08 20:33
ich an Deiner Stelle würde mir zu allererst Gedanken machen, ob ich eigenverantwortlich selbst aktiv mit Aktien, etc. handeln will oder ggf. in einen "fremdgesteuerten" Fond (monatlich?) investieren möchte. Ich denke, dass dabei auch die zur Verfügung stehende Summe und der Anlagezeitraum eine Rolle spielen werden. Wenn Du Dir darüber im Klaren bist, dann kannst Du Dich meines Erachtens auch an den Threads hier bei ariva orientieren, was für Dich in Frage kommen könnte.  Eine Erfolgsgarantie gibt es zwar nicht, aber ich kann Dir empfehlen Dich an die fundierten Analysen von AS zu halten, denn der liegt nach meiner - diesbezüglich zwar eher untergeordneten - Einschätzung mit einer sehr hohen Warscheinlichkeit richtig. Zudem ist er immer bereit sowohl bei Neulingen als auch für erfahrene fast alle Fragen zu beantworten.

Gruß

captainhook
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käsch:

hi seb

 
23.09.08 20:57
ich schließe mich der trockenübungsfraktion an. hier z.B. mit einem Depot üben. meines erachtens muss man für die entwicklung vom markt so eine art gefühl entwickeln. es ist ein gebiet, das mit unzähligen eventualitäten gespikt ist, die so ziehmlich jeden hier im forum kalt erwischt haben; gleichdem wieviel wissen, erfahrung oder gefühl. du solltest dich beim trockenüben der frage nähern, ob du teil dieses wahnsinns werden willst. die höhe des eingesetzten geldes ist dabei nicht entscheidend.
und schnell einzusteigen um nicht irgendeine vermeintliche chance zu verpassen, halte für völligen quark. die möglichkeiten auf gewinn oder verlust sind gleich hoch.
die trockenübung ist selbst für den kauf eines fonds vorteilhaft. so begreifst du was du dir mit einem fond überhaupt kaufst.
letzte anmerkung zum fond: weit über die hälfte der fondmanager schaffen nicht mal den index zu schlagen. besser zu sein als der index sollte demnach keinen grund für einen fond darstellen.

wie gesagt, ich schließe mich an: musterdepot
falls du ins metier eintauchen wirst. viel glück! (das brauch man auch noch;-)
Erfahrung heißt gar nichts. Man kann eine Sache auch 35 Jahre schlecht machen.
Kurt Tucholsky
Antworten
Warren B.:

Hi Sebastian,

 
23.09.08 20:58
grundsätzlich würde ich dir erstmal komplett von einem "Direkteinstieg" in Aktien abraten, da dir dafür einfach noch das Wissen und die Erfahrung fehlt! ...

Bevor ich direkt in Aktien investiert habe, hatte ich mich fast 2 Jahre TÄGLICH mit Aktien beschäftigt!!

Auch ich habe mit einem Dachfond (mit hohem Aktienanteil) angefangen und bin erst nach 2 Jahren direkt in Aktien gegangen! Ich rate dir DRINGEND von einem Blindstart ab!!! ...

Sammle erstmal Erfahrungen und mache ein "Musterdepot"! Mit dem kannst du erstmal ausprobieren und lernen, ohne das du auf die Nase fällst! ...

Wenn du in einen Aktienfond einsteigen willst, rate ich dir aber von einem "Monatsplan" (monatliche Einzahlung) ab, da Aktienfonds in der Regel einen Ausgabeaufschlag von 5% haben! Spare lieber das Geld und lege es mit einmal an, so mußt du nur 1 mal diesen Aufschlag bezahlen! Mit dem Aktienfond kannst du aber ruhig schon anfangen - vor Ende 2008 - (günstigen Zeitpunkt abwarten!) ...

So sparst du dir die Spekulations bzw. abgeltungssteuer! ...

Mit Aktien direkt würde ich aber erstmal abwarten und Erfahrungen sammeln!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Viel Glück!

Sincerely,

Warren B.
Antworten
Warren B.:

Mein Gott! So viele Helferlein für Sebastian! :-)

 
23.09.08 21:11
Da kann dein Start in die "Börsenwelt" ja ruhig kommen, zumal hier wirklich seriöse User am Start sind!

Sehr schön!!!  :-)

Danke an Alle für eure "Ein Bulle für Sebastian" - Hilfe     :-)

Sincerely,

Warren B.
Antworten
käsch:

mir scheint diese vehemenz

 
23.09.08 21:18
auch von nöten. denn nur so ist für sebastian ersichtlich, dass die bestehenden gefahren auch ernst genommen werden weil sie bestehen. gleich ob looser oder winner. es erhebt die antworten vom einzelnen meinungsbild zum faktischen. das wird (hoffe ich für ihn) nachhaltig und glaubhaft wirken.
Erfahrung heißt gar nichts. Man kann eine Sache auch 35 Jahre schlecht machen.
Kurt Tucholsky
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preis:

wieviele leute sich direkt anmelden um

 
23.09.08 21:20
basti zu helfen .
respekt
bei all euerm handeln und tun ,denkt bitte an ameise !
Antworten
käsch:

interessante

 
23.09.08 21:23
anmerkung. ist mir garnicht aufgefallen.
da stellt sich mir die frage: wieso denn das?!
Erfahrung heißt gar nichts. Man kann eine Sache auch 35 Jahre schlecht machen.
Kurt Tucholsky
Antworten
louisaner:

ähm...?

 
23.09.08 21:27
wenn er 100 euro ausgibt und 5 prozent zahlt, oder nach einem jahr 1200 euro und 5 prozent zahlt, wieviel ausgabeaufschlag hat er denn dann gespart?
wenn ich für 200 euro eine aktie kaufe, zahle ich 9,95 -sind auch ca. 5 prozent
(beim direktbroker nur 4,95).

und dann habe ich MEINE aktie (mit der ich mich vorher beschäftigt habe) und nicht einen index gekauft.
der allgemeine tenor ist doch - index
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                                                                    down
                                                                             down
diesistkeineaufforderungzuirgendetwas
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Kritiker:

Willkommen Sebastian!

2
23.09.08 22:00
1. Rat: Glaube keinem Buch und keinem Börsenbrief! - Also spare Dir das Geld dafür.
Die Weisheiten aus den Büchern sind längst passé. Damit sind jetzt tausende von Investoren brutal abgestürzt.

2. Rat: aus dem Lexikon eines guten Börsenportals (StockWorld etc.) kannst Du Alles erlesen.

3. Rat: kaufe Aktien nicht nach Kursen! - Gefallene kommen oft nicht mehr hoch.

4.Rat: Versuche das Geschäft der AG zu erkennen oder zu verstehen: Womit wird das Geld verdient?

5.Rat: Vergiß nie, daß Du zu einem Aktiengewinn 2 Dümmere brauchst: der 1. verkauft Dir zu billig und der 2. kauft Dir zu teuer ab!
daraus ergibt sich, Deine Chance ist stets nur 1/3!

Und jetzt wünscht Dir viel Glück (denn das brauchst Du am meisten) - Kritiker
Antworten
käsch:

viele weise männer

 
24.09.08 22:06
wollen hier dein bestes. sie langweilen dich. es geht auch bildhafter und lebendiger, exemplarische gefahren und fehler zu beschreiben:

http://www.ariva.de/VW_wird_mein_Grab_t292905?pnr=4733385#jump4733385
Erfahrung heißt gar nichts. Man kann eine Sache auch 35 Jahre schlecht machen.
Kurt Tucholsky
Antworten
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