Frankfurt Trust schließt ABS-Fonds


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gogol:

Frankfurt Trust schließt ABS-Fonds

3
06.08.07 18:30
der nächste
www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,498010,00.html
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Kicky:

auweia jetzt auch Frankfurt Trust geschlossen

2
07.08.07 00:13
da ham wir den Salat!und mich hat ne Bekannte am Donnerstag gefragt, was sie machen soll mit ihrem Frankfurt Trust,nur dass ich da keine Ahnung hatte
FRANKFURT. Nach den Turbulenzen an den Finanzmärkten hat nun auch die Fondsgesellschaft der BHF-Bank einen Publikumsfonds vorübergehend geschlossen. Aus dem derzeit rund 160 Millionen Euro schweren Fonds ABS Plus der Gesellschaft Frankfurt Trust könnten seit Montag keine Gelder mehr abgezogen werden, bestätigte ein Sprecher einen Bericht des Onlineportals Manager-Magazin.de vom selben Tag. Davon seien einige tausend Anleger in Deutschland betroffen.

Die Lage an den Märkten habe sich vor dem Hintergrund der US-Immobilienkrise in den vergangenen Tagen deutlich verschärft, hieß es zur Begründung. In der herrschenden „außergewöhnlichen Marktsituation gibt es vermehrt Verkaufswünsche unserer Anleger im FT ABS-Plus“, teilte Frankfurt-Trust den Vertriebspartnern mit.In den vergangenen zwei Wochen hatten Investoren 40 Mill. Euro aus dem 160 Mill. Euro schweren Fonds abgezogen. Dabei ist dieser nach Angaben von Frankfurt-Trust nicht direkt im amerikanischen Subprime-Hypothekenbereich engagiert. Bei weiteren Abflüssen hätte das Management nach Ansicht der Fondsgesellschaft Wertpapiere weit unter dem fairen Wert veräußern müssen, da Händler diese Papiere zurzeit nur mit hohen Abschlägen annähmen. Der Fonds selbst hatte in den vergangenen Tagen drei Prozent seines Wertes verloren, was für einen Rentenfonds relativ viel ist.....ABS-Fonds legen ihre Gelder in Wertpapiere an, die mit Kreditforderungen besichert sind. Angesichts der Probleme am US-Markt für Hypotheken, die an zahlungsschwache Schuldner vergeben wurden, sind einige dieser Papiere derzeit den meisten Anlegern zu riskant........

www.handelsblatt.com/news/...ochter-schliesst-rentenfonds.html
Fondsschließungen treffen vor allem Großanleger.... Betroffen ist der 950 Mill. Euro große „ABS-Invest“ von Union Investment mit rund 200 deutschen institutionellen Investoren und einer Subprimequote von sechs Prozent. Es werden keine Fondsanteile mehr ausgegeben, Union nimmt derzeit auch keine Anteile zurück. Zudem hat HSBC Investments Germany seinen 200 Mill. Euro ausmachenden ABS-Fonds vorläufig gestoppt.

Auch mehrere Tranchen des europaweit angebotenen „US Libor Plus“-Fonds von Axa Investment Managers mit einem hohen 41-prozentigen Anteil an Poblempapieren sind betroffen. Laut Feri Rating & Research wiesen allein zwei dieser Tranchen Ende Juni noch ein Volumen von über 1,6 Mrd. Euro auf. Datenbankangaben zufolge verlor der Fonds im Juli etwa ein Fünftel an Wert, es ist die Rede von hohen dreistelligen Mittelabzügen vor der Schließung. Axa nimmt derzeit Anteile zu intern kalkulierten Preisen zurück. Die Gesellschaft wollte keine weiter gehenden Fragen beantworten.
www.handelsblatt.com/news/...effen-vor-allem-grossanleger.html
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Kicky:

Geschlossene Immobilien-Fonds -Drahtseilakt

3
07.08.07 17:20
Die Immobilienpreise weltweit auf Rekordniveau? Eine US-Hypothekenkrise, die die Märkte zusätzlich erzittern lässt? Kein Problem! Das denken jedenfalls die deutschen Anleger - und zeichnen immer mehr Auslandsimmobilienfonds....Was die Anleger dabei aber offenbar ausblenden: Die weltweiten Immobilienmärkte haben in den vergangenen Jahren einen grundlegenden Wandel erlebt, das Risiko einer Investition auf diesen Märkten ist erheblich gestiegen....Auf den Gewerbeimmobilienmärkten, wo Auslandsfonds meist investieren, bleiben die Folgen nicht aus. Die Preise dort sind bereits in schwindelerregende Höhen gestiegen. Die Renditen befinden sich dagegen auf Talfahrt. Betroffen sind vor allem gut vermietete Bürohäuser - sogenannte Core-Objekte - sowie Einkaufszentren in den etablierten Immobilien-Investmentstandorten in den USA und Europa wie New York, London oder Madrid.

Die Auswirkungen der Hypothekenkrise erschüttern zwar bereits die deutsche Bankenwelt. Die Emittenten geschlossener Fonds sowie das Gros der Anleger glauben aber offenbar immer noch, davon verschont zu bleiben. Einige - darunter die Hamburger HPC Capital sowie in Kürze auch die HCI Capital AG engagieren sich sogar direkt auf dem US-Hypothekenmarkt. Sie betonen jedoch unisono, lediglich im gewerblichen Kreditgeschäft aktiv zu sein. Die Krise spiele sich dagegen ausschließlich im Bereich der privaten Eigenheimfinanzierung ab.Auch die Initiatoren von Auslandsimmobilienfonds blenden die Gefahr eines Übergreifens der Hypothekenkrise auf ihre Märkte weitgehend aus. Unbeirrt bringen sie neue Produkte auf den Markt. Einige Emissionshäuser haben immerhin ihre Strategie inzwischen umgestellt. Sie erwerben jetzt nicht mehr einzelne Objekte, sondern versuchen mit sogenannten Core-Plus-, Value-Added- oder opportunistischen Ansätzen zum Erfolg zu kommen. Auf Deutsch heißt das: Es wird nach Immobilien mit Potenzial für Wertsteigerungen gesucht. Die grundlegende Sanierung eines Gebäudes kommt dabei ebenso infrage wie die schlichte Verringerung des Leerstandes durch Gewinnung neuer Mieter.....
Anleger, denen das nicht reicht, können auch in Australien zu Dachfonds greifen, die mit risikoreicheren Investitionsstrategien zu höheren Renditen gelangen wollen. Ideenkapital und Real I.S. offerieren solche Beteiligungen. "Inklusive Eigenkapitalrückführung visieren wir Rückflüsse von 200 Prozent nach zehn Jahren an", sagt Real I.S.-Sprecher Markus Lang.

Noch sportlicher werden die Renditeprognosen der Emittenten, wenn die Rede auf Schwellenländer wie Indien und China kommt. Sachsenfonds und HCI stehen mit Produkten in den Startlöchern. Ebenso Real I.S., die mit dem kommenden Asien-Fonds - auch dies eine Dachfondskonstruktion - Rückflüsse in Höhe von nicht weniger als 300 Prozent in zehn Jahren prognostiziert - allerdings wiederum inklusive Rückführung der Kapitaleinlage.Klar, dass auch solche Ertragsaussichten mit zusätzlichen Risiken verbunden sind. Die Initiatoren versuchen diese durch Kooperationen mit lokalen Partnern einzugrenzen. Real I.S. hat beispielsweise über ihre Muttergesellschaft, die Bayerische Landesbank, Zugang zur ICICI Bank Chart zeigen, der zweitgrößten Bank des Indiens.
"In der Zwischenzeit haben sich innerhalb der Märkte die wirklich attraktiven Lagen herauskristallisiert. Jene Investoren, die zu früh an falscher Stelle gekauft haben, erleben jetzt mitunter ein böses Erwachen."Fehlallokationen drohen laut Kubatzki grundsätzlich, wenn unterentwickelte Märkte mit hoher Geschwindigkeit wachsen. Hinzu kommt: Selbst in Schwellenländern wie Brasilien und Russland, die bislang noch gar nicht im Brennpunkt des Interesses der deutschen Beteiligungsbranche standen, hat die Nachfrage internationaler Investoren längst die Preise und Renditen in Unruhe versetzt."Die Renditen am russischen Immobilienmarkt stehen quer über alle Segmente unter Druck", bestätigt David Cohen, Senior Analyst in der Moskauer Niederlassung des internationalen Maklerhauses Cushman & Wakefield. "Insbesondere bei hochwertigen Büroflächen ist dies zu beobachten. Die Renditen liegen dort zwischen 7 und 8 Prozent."www.manager-magazin.de/geld/geldanlage/0,2828,498580-4,00.html

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gogol:

zumal es sich hier um eine Privatbank handelt

 
07.08.07 17:33
die fondgesellschaft gehört zur BHF bank und diese gehört zu glaubeich M M Warburg
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MaxGreen:

Keine Angst, Bernanke bringt das wieder in Ordnung

 
07.08.07 17:36
:))
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gogol:

warum angst

 
07.08.07 17:40
ich warte nur wann so etwas bei der sparkasse kommt
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f8169:

@gogol

 
07.08.07 17:47
die gehören hierzu! Die BHF-Bank gehört zur Kölner Privatbank Sal. Oppenheim.
Wenn du den Artikel den du hier gepostet hast gelesen hättest müsstest du das eigentlich wissen! :-)
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gogol:

entschuldige ich lese gerade einen bericht

 
07.08.07 17:53
über das bankhaus lampe/Oetker Gruppe und M M Warburg/ Bankhaus Löbbecke
ich gehe in die ecke zum schämen
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Kicky:

WestLB Mellon Compass Fund geschlossen

 
08.08.07 00:11
Frankfurt (Reuters) - Die Folgen der US-Hypothekenmarkt-Krise haben einen weiteren Fonds in Deutschland getroffen.

Der Vermögensverwalter WestLB Mellon teilte am Dienstag mit, er setze vorübergehend die Rücknahme eines seiner ABS-Fonds aus, weil dieser im Laufe der vergangenen Woche 2,4 Prozent an Wert verloren habe. Allerdings ist der Fonds gar nicht im krisengeschüttelten US-Markt für zweitklassige Hypothekendarlehen (Subprime) engagiert.

"Die Subprime-Krise ist gleichzeitig eine Liquiditätskrise", sagte WestLB-Mellon-Manager Uwe Fuiten im Interview mit Reuters. Daher sei eine faire Anteilschein-Berechnung nicht mehr möglich gewesen und Investoren seien immer nervöser geworden. Der 235 Millionen Euro schwere WestLB Mellon Compass Fund richte sich zum großen Teil an institutionelle Kunden. Insgesamt habe der Fondsanbieter 1,2 Milliarden Euro in den in Mißkredit geratenen ABS-Papieren angelegt. In den vergangenen Tagen hatten bereits Frankfurt-Trust, Union Investment und HSBC Investments Deutschland vorübergehend Fonds geschlossen.

Nach Ansicht der Fondsratingagentur Feri wird sich die Krise am US-Hypothekenmarkt noch verschärfen. "Ich denke nicht, dass die Probleme vorbei sind. Wir werden noch bis 2008 damit zu haben", sagte Feri-Vorstand Helmut Knepel am Dienstag in Frankfurt. Der Höhepunkt der Turbulenzen dürfte Ende dieses Jahres erreicht werden, wenn auf viele Darlehensnehmer nochmals Zinsanhebungen zukämen. "Es wird deshalb noch zu weiteren Kreditausfällen und Schieflagen bei Hypothekenfinanzierern kommen", prognostizierte Knepel.de.today.reuters.com/news
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Kicky:

Fonds auf unbestimmte Zeit geschlossen

 
08.08.07 09:45
www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/151/126951/
Deren Anleger - das sind meist Banken und Unternehmen - können ihre Anteile vorerst nicht verkaufen. Frankfurt Trust ist kein Einzelfall. Zuvor hatten bereits der genossenschaftliche Fondsanbieter Union Investment sowie die HSBC Investments Deutschland zwei Fonds dicht gemacht.(Zuletzt WestLB Mellon Compass Fund ).
Der größte Brocken ist dabei der Fonds der Union Invest namens ABS-Invest. In ihm steckt ein Vermögen von fast einer Milliarde Euro, von dem die 200 Großkunden im vergangenen Monat 100 Millionen Euro zurückgegeben haben.Ein Sprecher von Union Invest legte Wert auf die Feststellung, es seien ausschließlich institutionelle Anleger, also Finanzkonzerne, Pensionsfonds oder Firmen betroffen, nicht jedoch private Kunden.
Der Handel mit diesen Papieren finde auch nicht an der Börse, sondern per Telefon statt. Weil die Risiken inzwischen neu bewertet würden, sei dieser Handel teilweise zum Erliegen gekommen.Einige Banken wollten ihre Risiken loswerden, nicht jedoch neue in ihren Büchern nehmen. "Der Markt hat ein leichtes Verdauungsproblem", kommentierte der Sprecher die Lage. Die Verkäufe der Anleger sorgten für einen Domino-Effekt. Um die Wogen zu glätten würde der Fonds für unbestimmte Zeit geschlossen.

Die ABS-Fonds sind eine Bündelung aus mit Vermögensgegenständen (Asset) unterlegten (backed) Wertpapieren (Securities). Es geht darum Forderungen und Kredite zu kaufen und weiterzuverkaufen, also diese handelbar zu machen.Dabei kann es sich um Kredite für Autos, Verbraucher oder Kreditkarten, oder für amerikanische Immobilien handeln. Die von der Schließung betroffenen Fonds sind im amerikanischen Immobilienmarkt nicht einmal besonders stark engagiert. Die Verbriefungen der faulen US-Hypotheken (subprime mortgages) machen beim Fonds der Union Invest gerade einmal sechs Prozent aus.

Bei der zu den Sparkassen gehörenden Deka Bank hieß es, man verfüge zwar mit dem Fonds Euroflex Plus über "ABS-Strukturen". An eine Schließung dieses Fonds sei nicht zu denken. Er laufe vielmehr sehr gut. Auch andere große Fondsgesellschaften wie die des Versicherers Allianz bestätigten, bei ihnen gebe es keine großen Rückgaben von Anteilen.
Der Branche zu Folge verfügt die zur Deutschen Bank gehörenden Investmentgesellschaft DWS über den ABS Fonds mit dem größten Volumen. Engagements im belasteten amerikanischen Immobilienmarkt soll es aber innerhalb dieses Fonds nicht geben.
Das Angebot der ABS-Spezialfonds ist im deutschen Markt überschaubar. Neben den genannten Gesellschaften sollen die Westdeutsche Landesbank, Sal. Oppenheim sowie einige ausländische Banken über entsprechende Angebote verfügen.Die Finanzaufsicht Bafin wollte sich offiziell zu den Fondsschließungen nicht äußern und ließ auch keine Beunruhigung erkennen. Eine Sprecherin wies darauf hin, der FT ABS Plus sei in Luxemburg aufgelegt und daher von der Luxemburger Finanzaufsicht beaufsichtigt. Laut Bankenkreisen sind von den Schließungen versierte Großanleger betroffen, auch weil kleine Anleger diese Fonds nicht erwerben konnten. Die Großanleger seien bereits vorab von den Schließungen informiert worden.
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Kicky:

was ist mit den Fonds der Sachsen LB?

 
10.08.07 00:34
Die Finanzaufsicht überprüft eine Fondsgesellschaft der SachsenLB. Die Zweckgesellschaft „Ormond Quay“ investiert nach Angaben der Ratingagentur Standard ........Artikel vor 2 Stunden noch da wurde offenbar beim Handelsblatt gestoppt und kann nicht aufgerufen werden.Aber man sieht ,dass die Bemühungen der WestLB um die Übrnahme der Sachsen LB Ende Juli zum Erliegen gekommen sind und dass  noch 2003 der Vorstand der Sachsen LB  im Bereich der geschlossenen Fonds erhebliches Wachstums- und Ertragspotenzial sah und mehrere Private Equity Fonds aufgelegt wurden
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Kicky:

Bafin nimmt Fond d.Sachsen LB unter die Lupe

 
10.08.07 08:50
Frankfurt (Reuters) - Die Finanzaufsicht BaFin nimmt eine Fondsgesellschaft der SachsenLB unter die Lupe.

"Wir wissen von dieser Gesellschaft. Wir befassen uns damit und verschaffen uns einen Überblick", sagte eine BaFin-Sprecherin am Donnerstag. Die Zweckgesellschaft "Ormond Quay" der SachsenLB investiert nach Angaben der Ratingagentur Standard & Poor's unter anderem in durch Hypotheken gesicherte Anleihen. Die SachsenLB war am Donnerstagabend nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte in ihrer Freitagausgabe über den Vorgang berichtet. Ein Sprecher der Landesbank sagte der Zeitung, der Fonds habe nicht direkt in Kredite bonitätsschwacher Schuldner investiert.

Die Folgen der US-Hypothekenmarktkrise weiten sich zunehmend auf Europa aus und lassen Anleger reihenweise ihre Gelder aus den Fonds abziehen. Die Mittelstandsbank IKB hatte sich auf dem Markt für zweitklassige US-Hypotheken verspekuliert und war daher in Schieflage geraten.
de.today.reuters.com/news/...CHLAND-FIRMEN-SACHSENLB-BAFIN.xml
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Kicky:

Sachsen LB wie bei der IKB

 
10.08.07 08:54
Nach Informationen der F.A.Z. ist die Bafin wegen einer 17,5 Milliarden Dollar schweren Zweckgesellschaft der ostdeutschen Landesbank hellhörig geworden.

„Derzeit gibt es Gespräche mit dem Vorstand, die sich bald konkretisieren werden“, heißt es in Finanzkreisen. Eine Sonderprüfung sei bislang noch nicht geplant. Eine Sprecherin der Bafin wollte dies nicht kommentieren. Allerdings bestätigte sie, dass die Zweckgesellschaft mit den Namen „Ormond Quay“ der Bafin „nicht unbekannt“ sei.

82 Prozent des Portfolios sind Immobilienkredite

Diese Zweckgesellschaft (Conduit) investiert nach Angaben der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) - ähnlich wie die „Rhineland Funding“ der in eine schwere Schieflage geratenen IKB Deutsche Industriebank - in langfristige Kreditanlagen und refinanziert diese durch kurzfristige Anleihen („Commercial Papers“). Im Juni dieses Jahres bestanden 82 Prozent des Portfolios der Ormond Quay aus Immobilienkrediten. Diese Gesellschaft hat nach den Worten eines Sprechers der Landesbank Sachsen aber nicht direkt in Kredite bonitätsschwacher Schuldner (“Subprime“) investiert.

Außerdem lege die Gesellschaft ausschließlich in Papiere an, die mit der besten Bonitätsnote „AAA“ bewertet seien. Zu weiteren Details, etwa den derzeitigen Marktwerten oder der Refinanzierung der Gesellschaft, wollte er sich nicht äußern.

„Ähnliches Risiko wie bei der IKB“

Brisant ist, dass die Landesbank, die im Konzern über rund 1,5 Milliarden Euro Eigenkapital verfügt, in einer Analyse von S&P als einziger Liquiditätsspender der Ormond Quay aufgeführt wird, der für die 17,5 Milliarden Dollar vollständig geradestehen soll. Einen großen Teil davon hat die Bank angeblich durch Verkaufsvereinbarungen für die Vermögenswerte der Zweckgesellschaft abgesichert.

Wie sehr diese Absicherung die Sachsen LB vor Verlusten sichert, ist unklar. Laut Sabine Daehn von S&P schützt das die Landesbank nur begrenzt. „Das läuft im Endeffekt auf ein ähnliches Risiko heraus wie bei der IKB.“

Nach Angaben der Sachsen LB Europa, zu der Ormond Quay gehört, ist diese Zweckgesellschaft eine der größten der Welt. Zur Sachsen LB gehört noch ein zweites Conduit mit dem Namen „Georges Quay Funding I Limited“. Beide Gesellschaften zusammen verwalten ein Vermögen von mehr als 28 Milliarden Dollar. Nach einer dieser Zeitung vorliegenden Tabelle der Ratingagentur Moody's haben weitere Landesbanken ebenfalls derartige Zweckgesellschaften. Im Oktober vergangenen Jahres verwaltete die Bayern LB beispielsweise in ihrem „Giro Lion“ mehr als 7 Milliarden Dollar.
Text: F.A.Z., da./hap.
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Anti Lemming:

Geldvernichtende Schlauberger

 
10.08.07 09:00
Da ist ein Provinz-Lemming dem nächsten gefolgt. Die fanden sich unglaublich schlau und modern, als sie auf das "todsichere Anlage"-Geschwätz von US-Brokern wie Goldman Sachs hereinfielen und sich das Boot mit Subprime-Müll vollluden. Nun ist es auf Grund gelaufen.
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Kicky:

ABS-Papiere mit dem besten Kreditrating AAA

 
11.08.07 01:37
Die Sächsische Landesbank (Sachsen LB) hat Berichte um Probleme bei ihrer Zweckgesellschaft Ormond Quay Funding wegen der US-Hypothekenmarktkrise zurückgewiesen.

Die Bank sehe keine Anzeichen für erhöhte Ausfallwahrscheinlichkeiten bei den von der Zweckgesellschaft gemanagten forderungsbesicherten Wertpapieren, sogenannten Asset Backed Securites (ABS), teilte die Bank am Freitag in Leipzig mit.
Ormond Quay investiere ausschließlich ABS-Papiere mit dem besten Kreditrating AAA. Die Werthaltigkeit dieser Papiere sei unbestritten. Ein Bank-Sprecher betonte, es habe keine Krisensitzung bei der Sachsen LB gegeben. „Aber es gibt immer wieder die Beschäftigung mit den Märkten“, die derzeit hochsensibel seien. „Fakt ist, wir haben kein Liquiditätsproblem“, sagte er.

"ABS-Papiere mit dem besten Kreditrating AAA"   wer´s glaubt wird selig
Nach Angaben der Sachsen LB Europa, zu der Ormond Quay gehört, ist diese Zweckgesellschaft eine der größten der Welt. Zur Sachsen LB gehört noch ein zweites Conduit mit dem Namen „Georges Quay Funding I Limited“. Beide Gesellschaften zusammen verwalten ein Vermögen von mehr als 28 Milliarden Dollar.tztztz
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Kicky:

die Postbank mit 600 Millione im Rhinelandfund

 
11.08.07 17:23
Auch andere Banken sind mittlerweile in den Verdacht geraten, dass sie an risikoreichen Investments auf dem US-Immobilien- und Hypothekenmarkt beteiligt waren. Die Postbank musste SPIEGEL-Informationen zufolge vergangene Woche ihre Verbindungen zur Rhineland Funding Capital Corporation kappen. Das Bonner Institut hat außerhalb der Bilanz in zwei Untergesellschaften des Fonds investiert und auch Garantien abgegeben. "Die Postbank selbst stellte Liquiditätslinien im Zusammenhang mit Rhineland zur Verfügung", bestätigte ein Sprecher. Der Umfang belaufe sich auf rund 600 Millionen Euro. Nach Gesprächen mit der Finanzaufsichtsbehörde Bafin wurde diese Position vollständig aufgelöst. "Wir haben diese Woche Vorkehrungen getroffen, die sicherstellen, dass diese Investments komplett in unsere eigenen Bücher kommen", heißt es in der Bank.
und die Citibank mit 500 Millionen ???wer´s glaubt
www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,499413,00.html
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Kicky:

zwischen den Zeilen lesen

 
11.08.07 17:47
Der Aufsichtsrat der Deutsche REIT AG (WKN 557700) hat heute mit sofortiger Wirkung den am 01.06.2007 zum Finanzvorstand bestellten Dr. Bernhard T. Wüstner abberufen. Die Aufgaben von Herrn Dr. Wüstner werden bis auf weiteres wieder von dem Vorstandssprecher Stephan Perthel, der die Aufgaben bereits vor der Berufung von Herrn Dr. Wüstner wahrgenommen hatte, übernommen
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Kicky:

Sparkassen-Verband: Keine neuen Notlagen in Sicht

 
19.08.07 23:44
DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands
(DSGV), Heinrich Haasis, sieht nach der Rettungsaktion für die Sachsen LB keine
weiteren Landesbanken in Not. 'Nein, es gibt keine Anzeichen, dass weitere
Landesbanken ähnliche Probleme haben', sagte Haasis dem Handelsblatt
(Montagausgabe). Allerdings sei die Refinanzierung für alle Kreditinstitute im
In- und Ausland derzeit schwieriger geworden.

Die Sparkassen-Organisation hatte der Sachsen LB eine Kreditlinie in Höhe von
17,3 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Die von der Landesbank-Tochter
SachsenLB Europe gemanagte Gesellschaft Ormond Quay ist im Zuge der
US-Hypothekenmarktkrise in Liquiditätsprobleme geraten. Den Löwenanteil an der
Rettungsaktion trägt mit sechs Milliarden Euro die DekaBank, der zentrale
Fondsdienstleister der Sparkassen-Organisation, sagte Haasis. Der Rest verteile
sich auf alle Landesbanken./mur/
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Kicky:

Dublin der Wilde Westen d.Finanzindustrie?

 
12.09.07 23:42
.....Im größten Bürohaus am George’s Dock, dem IFSC-Haus, sitzt eine Dependance der WestLB. Hier wurde die Zweckgesellschaft Compass Securisation ins Leben gerufen, die derzeit nach Angaben der Ratingagentur Moody’s Schuldverschreibungen über 6,2 Milliarden Euro in Umlauf hat. Sie hält sich tapfer über Wasser – angeblich dank finanzieller Zuflüsse aus der Düsseldorfer Zentrale.Schräg gegenüber am anderen Ufer des Liffey ist es der SachsenLB Europe weit schlechter ergangen. Nur um ihre größte Dubliner Zweckgesellschaft Ormond Quay weiter zu finanzieren, brauchte sie 17,3 Milliarden Euro – zu viel für die Mutter in Leipzig. Sie musste sich der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) in die Arme werfen.Die 50-köpfige Mannschaft der SachsenLB Europe residiert im neunten Stock in Block A des monströsen Büro-Gebirges One George Quay Plaza. Sie hat noch zwei weitere Zweckgesellschaften mit Milliardenvermögen in Dublin gegründet: Georges Quay und Sachsen Funding. In den vergangenen Jahren hat sie mehrere Auszeichnungen als Emittent von Schuldverschreibungen eingeheimst. Nun findet sie sich im Zentrum des größten deutschen Finanzskandals seit langem wieder, der Ende vergangener Woche auch zum Rücktritt des sächsischen Finanzministers führte...Zehn der 40 größten Finanzfirmen des Landes sind Ableger deutscher Konzerne, darunter finden sich vier Landesbanken – außer der SachsenLB und WestLB auch die LBBW und die Helaba. Die Depfa-Bank ist sogar mit einem verwalteten Vermögen von 223 Milliarden Euro die Nummer eins in Irland.

„Es ist kein Zufall, dass sich internationale Finanzdienstleister, die an der vordersten Front der Produktinnovation stehen, in Irland niederlassen“, schreibt der Chef der Finanzaufsicht, Patrick Neary, im jüngsten Geschäftsbericht der Behörde. Woran liegt es? Nur an den steuerlichen Vorteilen und den stabilen Rahmenbedingungen, die auch in der Industrie die Grundlage für Irlands wirtschaftlichen Erfolg sind? Oder auch an einer allzu laxen Regulierung, wie Kritiker argwöhnen?

Schon mehrfach haben es Finanzjongleure in Irland mit der Innovationsfreude übertrieben. So soll ein Dubliner Manager der Rückversicherung Cologne Re die Bilanzen des Unternehmens manipuliert haben. Das kostete Hank Greenberg, den einst mächtigen Vorstandschef des Mutterkonzerns American Re, schließlich den Job.
Auch bei der Pleite des italienischen Lebensmittelkonzerns Parmalat spielten unregulierte irische Finanzkonstruktionen eine Rolle. 2005 schrieben daher zwei Reporter der „New York Times“ den bösen Satz, Dublin sei der „Wilde Westen der europäischen Finanzindustrie“.

Das ärgert die irische Zentralbank bis heute. Sollen die Kritiker doch mal sagen, was man an den Zweckgesellschaften wie Ormond Quay regulieren soll, entrüstet man sich in Kreisen der Finanzaufsicht. Das seien doch Investmentvehikel von Profis für Großanleger, die ausschließlich in hoch- und höchstbewertete Wertpapiere investiert hätten.

Die SachsenLB drehe zwar ein großes Rad, gibt man unter der Hand zu, aber alles sei ordnungsgemäß registriert. Es könne keine Rede davon sein, dass Dublin solche Investment-Vehikel mit einer nachsichtigen Regulierung angelockt habe. Nur sieben der 56 europäischen Vehikel dieser Art seien in Dublin registriert. Dass ausgerechnet eines davon das Ende der SachsenLB herbeiführt, sei einfach nur ein unglücklicher Zufall.Ähnlich sieht das auch der Partner einer internationalen Anwaltskanzlei, der bei der Konstruktion mehrerer solcher Zweckgesellschaften mitgewirkt hat. Sie seien „eine sehr gute, robuste Konstruktion“, sagt der Jurist, der seinen Namen dennoch nicht in der Zeitung lesen will.

Steuerlich effizient war sie jedenfalls, diese Konstruktion, wie die Bilanz von Ormond Quay zum 31. März 2006 zeigt. Anlagevermögen: 9,3 Milliarden Euro. Gewinn: Acht Millionen Euro. Steuern: 250 Euro.

Weder hätten die Konstrukteure dieser Vehikel illegal gehandelt noch fahrlässig, findet der Top-Jurist. Die Kombination aus den rapiden Wertverlusten auf dem US-Hypothekenmarkt mit dem Versiegen der Liquidität auf dem Geldmarkt sei ein „unvorhersehbarer Doppelschlag“.

Etwas riskanter sei schon eine besondere Version dieser Zweckgesellschaften, die „SIV-lite“, gibt er zu. Bei ihr beträgt das Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital nicht eins zu zwölf oder eins zu vierzehn wie normalerweise, sondern eins zu 30 oder zu 40. Es ist also 40-mal so viel Fremdkapital im Spiel wie Eigenkapital.Ein solches „SIV-lite“ hat die SachsenLB Europe noch im Mai unter dem Namen Sachsen Funding aufgelegt. Auch die Düsseldorfer IKB, die als erste Bank durch die Finanzkrise in Schieflage geriet, hat ein „SIV-lite“ im Portfolio.

Als Erfinder dieser extrem spekulativen Finanzinstrumente gilt die britische Bankengruppe Barclays. Abnehmer der Konstruktionen waren Hedge-Fonds – und die SachsenLB. Anders als die Hedge-Fonds hat die sächsische Landesbank aber darauf verzichtet, dass Barclays sich an der Finanzierung des Vehikels beteiligt.
Üblich sei eine Liquiditätsgarantie für ein Viertel des Investitionsvolumens, heißt es bei Barclays. Das reduziert das Risiko, bei einem plötzlichen Engpass auf dem Geldmarkt in Not zu geraten. Bei Sachsen Funding fehlt dieses Sicherheitsnetz. Warum? Das wollen weder die SachsenLB noch Barclays sagen.Da andere Kunden auf der Liquiditätsgarantie bestanden, steckt jetzt auch Barclays im Schlamassel. Vergangene Woche kündigte das Institut an, man werde dem Vermögensverwalter Cairn Capital bei der Rettung eines von Barclays entwickelten „SIV-lite“ mit 1,2 Milliarden Euro Volumen helfen.

Der Leiter der zuständigen Abteilung von Barclays Capital, Edward Cahill, nahm vor zwei Wochen überraschend seinen Hut. Das habe aber nichts mit den „SIV-lites“ zu tun, heißt es bei der Bank. Überhaupt könne man Barclays keine Verantwortung dafür geben, was mit den SIVs passiere. Es sei der Kunde, der für die Qualität des Produkts zuständig sei.

Damit wäre der Schwarze Peter wieder in Dublin.  
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Kicky:

steigt LBBW aus bei Sachsen LB nach 5.Dez?

 
23.11.07 11:21
Düsseldorf - Eigentlich schien alles perfekt. Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hatte die Gunst der Stunde genutzt und seiner ambitionierten Landesbank LBBW die kleine Sachsen LB einverleibt. Zu groß schienen den Dresdenern die Probleme der Sachsen LB mit Hypothkenkrediten, als dass sie auf einen starken Partner verzichten wollten. Doch jetzt droht um das Geschäft eine neue Kontroverse.Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) hatte sich darauf eingelassen, den endgültigen Kaufpreis für seine Landesbank erst Ende des Jahres bestimmen zu lassen. Bisher ist nur die Größenordnung fixiert worden: Bis zu 800 Millionen Euro sollen die Stuttgarter für die kleinste deutsche Landesbank nach Dresden überweisen. Die "Untergrenze" für das Geschäft aber liege bei 300 Millionen Euro, hatte Milbradt im sächsischen Landtag zur Bedingung gemacht. Genau das könnte jetzt zum Knackpunkt werden.

Die Sachsen LB leidet noch immer unter den Folgen der Kreditkrise an den Finanzmärkten. Schon im August mussten ihr andere Sparkassen und Landesbanken mit einer gewaltigen Kreditlinie von 17,3 Milliarden Euro zur Seite springen, um notfalls für kippelnde US-Hypothekenkredite gewappnet zu sein. So etwas gab es Jahrzehnte lang nicht unter deutschen Banken. Jetzt aber muss sich die Sachsen LB erneut um ihre Gläubiger kümmern.

Die Unternehmenstochter Sachsen LB Europe, angesiedelt im Steuerparadies Irland, hat die Investoren des hauseigenen Sachsen Funding I gebeten, bis zum 5. Dezember eine folgenschwere Klausel aus den Investitionsbedingungen außer Kraft zu setzen. Die hätte das Management des Investmentvehikels gezwungen, Wertpapiere aus dem eigenen Portfolio sofort zu verkaufen, wenn deren Marktpreis unter einen bestimmten Wert fällt."Das ist eigentlich eine Sicherheitsvorkehrung für die Investoren, die so darauf vertrauen können, dass der angegebene Wert des Portfolios aus 74 Hypothekenanleihen den tatsächlich dafür erzielbaren Preisen entspricht", sacht Sachsen-LB-Sprecher Frank Steinmeyer zu manager-magazin.de. In der aktuellen Marktlage aber wurde aus dieser Sicherheitsvorkehrung ein Unsicherheitsfaktor.

Da die Preise für solche Finanzgeschäfte mittlerweile insgesamt in den Keller gerauscht sind, müsste das Management des Sachsen Funding I eine Vielzahl der vorhandenen Papiere zwangsverkaufen, und zwar zu schlechten Preisen. Im Extremfall müsste die Investmentgesellschaft sogar aufgelöst werden - zum Schaden der Sachsen LB. Und der Sachsen Funding I hat ein Volumen von 2,2 Milliarden Dollar.Tatsächlich ist es der Sachsen LB zusammen mit ihrer hoffnungsvollen Mutter LBBW gelungen, den Investoren das Zugeständnis abzuringen, die ominöse Vertragsklausel bis zum 5. Dezember außer Kraft zu setzen und bis dahin nach einer Lösung für den Sachsen Funding I zu suchen. Ob die wenigen verbleibenden Tage bis zum 5. Dezember dafür allerdings reichen, ist unklar. Denn noch scheint kein Abflauen der weltweiten Kreditkrise in Sicht zu sein. Im Gegenteil.Erst gestern mussten amerikanische Autokreditfinanzierer wie GMAC und Ford Credit eingestehen, dass die Kreditkrise nun auch ihr Geschäft erreiche. Und die Großbanken in Europa trauen sich noch immer nicht, sich gegenseitig günstige Kredite zu gewähren, die länger als drei Monate Laufzeit haben.

Sachsens Ministerpräsident Milbradt kommt das ungelegen. Sollte sich der Kreditmarkt nicht langsam beruhigen, droht auch der Wert seiner Bank zu sinken. Schließlich hat das Geschäft mit Hypothekenkrediten bei seiner Sachsen LB in den vergangenen Jahren einen erheblichen Teil zum Gewinn der Bank beigesteuert. Sollte der Markt für solche Hypothekenkredite jetzt allerdings dauerhaft wegbrechen, würde auch die Gewinnerwartung der Bank für die Zukunft sinken - und bei den Verkaufspreisverhandlungen mit der LBBW zum Jahresende tendenziell die Überweisung drücken, die Milbradt für seine Landesbank erhalten möchte.Sachsens Finanzminister Stanislaw Tillich (CDU) besteht offenbar aber weiterhin darauf, dass der Verkaufspreis von 300 Millionen Euro die "Untergrenze" für den Verkauf seien.Sachsens Opposition macht dagegen mittlerweile eine ganz andere Rechnung auf. Der SPD-Landtagsabgeordente Karl Nolle beispielsweise fürchtet, dass Sachsen im günstigsten Fall "noch 50 Millionen Euro" oben drauf legen müsste, um die Bank verkauft zu bekommen. Nach allem, was die sächsische Landesregierung bisher sagte, würde die Abgabe der Sachsen LB an die LBBW dann scheitern. Es sei denn, die Schwaben zahlten neben anderen Abreden noch hunderte Millionen für ein Geldinstitut, dass diese Barsumme vielleicht gar nicht mehr wert ist.
www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/...518912-2,00.html
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Kicky:

Risikopotential 43 Milliarden

 
12.12.07 13:59
www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/725/147380/
Die Krise der sächsischen Landesbank könnte das Land Sachsen weitaus stärker belasten als bisher bekannt. Eine Expertengruppe, die seit dem Wochenende in Dresden tagt, hat nach Informationen der Süddeutschen Zeitung Finanzrisiken von insgesamt 43 Milliarden Euro bei der Sachsen LB ausgemacht.

Für die Deckung dieser Unwägbarkeiten, die größtenteils aus Verpflichtungen im amerikanischen Immobilienmarkt herrühren, verlangt die Baden-Württembergische Landesbank LBBW, die die Sachsen LB gekauft hat, jetzt von Sachsen eine Bürgschaft in Höhe von "über vier Milliarden Euro", wie der SZ aus Finanzkreisen bestätigt wurde.

Andernfalls könnte nicht nur der im Sommer unter dramatischen Bedingungen eingefädelte Notverkauf der Sachsen LB an die LBBW im letzten Moment platzen, auch die Regierung von Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) wäre wohl in Gefahr

Seit Samstag tagt die Expertenrunde im sächsischen Finanzministerium, das gleich gegenüber der Staatskanzlei am Dresdner Elbufer gelegen ist. Bei den Gesprächen, an denen Vertreter des Finanz- und des Wirtschaftsressorts sowie der beiden beteiligten Banken teilnehmen, sollen die konkreten Übernahmemodalitäten für den Verkauf der Sachsen LB zum 31. Dezember 2007 ausgehandelt werden.
Doch während im Sommer noch von einem Verkaufspreis in Höhe von 300 bis 900 Millionen Euro für die angeschlagene Sachsenbank die Rede war, stehen nun Risiken in zweistelliger Milliardenhöhe im Vordergrund, welche auch die LBBW nicht bereit ist zu tragen.

Offenbar wird die Lage als so ernst betrachtet, dass an diesem Montag auch der Chef der Bankenaufsicht Bafin, Jochen Sanio, zu den Gesprächen hinzugezogen werden soll.
Über verschiedene Zweckgesellschaften hatte die Sachsen LB in großem Stil mit Wertpapieren auf verbriefte Immobilienkredite spekuliert und diese über kurzfristige Kredite refinanziert. Durch die US-Immobilienkrise aber wird die Refinanzierung immer schwieriger. Zudem verlangen die Schuldner ihr Geld zurück.

2,2 Milliarden Euro am 19. Dezember fällig

Erst in der vergangenen Woche hatte die Sachsen LB die Fälligstellung von Schuldtiteln für eine Zweckgesellschaft mit Namen Sachsen Funding in Höhe von 2,2 Milliarden Euro um zwei Wochen hinausschieben können - als neuer Stichtag wurde der 19. Dezember ausgemacht.

Spätestens bis dahin sollten nach dem Willen der Baden-Württemberger auch alle anderen Risiken erkannt und in einem speziellen, noch zu gründenden Fonds gebündelt werden. Über diese "Super-Zweckgesellschaft", so verlangen die LBBW-Unterhändler, müsse die sächsische Landesregierung "einen Risikoschirm aufspannen": In Form einer Landesbürgschaft.

In der Expertengruppe wurde nun unbestätigten Berichten zufolge ein Risikopotential von 43 Milliarden Euro ausgemacht, das in einer Super-Zweckgesellschaft gebündelt werden könnte. Hierfür verlangt die LBBW eine Landesbürgschaft in Höhe von 4,3 Milliarden Euro, wie der SZ bestätigt wurde.

Die Summe macht allein mehr als ein Viertel des sächsischen Landeshaushaltes in Höhe von 15,5 Milliarden Euro aus, schon allein deshalb könnte es Probleme geben. Unklar ist überdies, ob die EU-Kommission eine solche Bürgschaft genehmigen würde.

man fragt sich wirklich,warum die LBBW das nicht vorher erkannt hat,es gab schon viel länger warnende Stimmen über die Dublinfonds (s.Beitrag Nr 19 hier) und angeblich insgesamt 13 Fonds als Dublin II Süddeutsche Zeitung, 30.8.2007
karl-nolle.de/aktuell/pressem.php?id=7792
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