Energie-Politik: Entweder richtig… oder gar nichts geht mehr
Die Energiepolitik - und in diesem Bereich alles richtig zu machen - sind schon lange Themen sowohl von Kevin Kerr als auch von mir. Und wenn die USA es nicht richtig machen, dann kommt es auf vieles andere auch nicht mehr so sehr an. Eine schlechte amerikanische Energiepolitik wird alles andere mit sich reißen.
Egal was Ihnen in den Sinn kommt. Wählen Sie ihr Lieblingsthema: die Wirtschaft, die Gesundheitsversorgung, Social Security, Bildung, Immigration, die Umwelt...
Ohne ein sicheres Angebot qualitativ hochwertiger Energie - und die ist weder günstig noch schnell zu bekommen - werden all diese Probleme nur noch schlimmer werden. Wenn die USA die Energie hinbekommen könnten, dann wäre die Folge eine Verbesserung bei diesen anderen Problemen. Also sollten wir, als ganzer Staat, es besser richtig hinbekommen.
Und während ich hinter seinem Rücken über Kevin spreche, möchte ich gerne sagen, dass ich sehr gerne mit ihm zusammenarbeite. Ich neige dazu, den langfristigen Blick auf die Investmentwelt zu haben, und Kevin steuert den kurzfristigeren Blick bei. Wir gehen davon aus, dass das denjenigen, die unsere Beiträge lesen, hilft, eine breitere Perspektive zu bekommen. Und es ist auch irgendwie lustig, denn im wahren Leben bin ich kurzsichtig und Kevin ist weitsichtig. Was soll man davon halten?
Und dennoch lauern wir - die Brillen fest auf den jeweiligen Nasen fixiert - tagtäglich über den Monitoren, um bei den kritischen Preisen und den anderen Indikatoren auf dem Laufenden zu bleiben. Wir beobachten die Preise für Gold, Silber, Öl und Erdgas. Wir beobachten auch die Preise vieler anderer Rohstoffe, von Kupfer bis Platin und von Holz bis Baumwolle. Und wir sehen uns viele verschiedene Aktien an, deutlich mehr als wir dann im Portfolio führen.
Wir versuchen immer, den Sinn hinter all dem zu verstehen. Für Kevin und mich geht es nicht nur darum zu verstehen "was die Geschichte dahinter ist". Wir wollen auch allen anderen ein paar Schritte voraus sein, so dass wir unseren Lesern den besten Rat anbieten können.
Was gab es also in der letzten Zeit zu sehen. Nun, die Monitore hüpften. Die Preise für fast jeden Rohstoff trudelten heftig. Und ich muss wohl nicht viele Worte über den allgemeinen Aktienmarkt verlieren. Auf Tage schwerer Verluste folgten Tage mit spektakulären Gewinnen. Tagtäglich öffne ich die Zeitung oder starte den Monitor und ich frage mich, welche neue monetäre Katastrophe an die Oberfläche dringen wird. Wird die Zentralbank die Zinssätze noch weiter senken?
Ja, das wird sie.
Und das ist genau das, was die Welt braucht - noch mehr günstiges Geld (nur ein Witz). Oder vielleicht findet man auch einen weiteren Beitrag zur "Wohlfühl"-Gesetzgebung, die sich gerade ihren Weg durch den Kongress bahnt. Ist Ihnen aufgefallen, dass der Senat gerade darüber abgestimmt hat, Bohrungen vor der Küste an der Ostküste und der Westküste der USA noch weiter einzuschränken? Wow.
Dieser Kugel konnten wir ausweichen. Danke Jungs. Ich gehe davon aus, dass die Politiker auf die spürbaren Ölknappheiten weltweit warten. Und gehen Sie nicht davon aus, dass der Rest der Welt uns beobachtet. Die Leute in den Hauptstädten der Welt fragen sich, ob es "i den USA ernst ist, mit dem Thema Energie? Oder verschwenden sie einfach nur ihre Zeit?
Schmeicheln sich die Leute dort kollektiv selbst aufgrund ihres Sinns für Einzigartigkeit?" Die USA werden zum Gespött von Weltklasse, wenn es um die landeseigene Energiepolitik geht.
Vielleicht wird der Kongress ja endlich zulassen, dass diese bösen Ölunternehmen einige Ölplattformen vor der Küste parken, wenn der Ölpreis irgendwann doch die 250 Dollar pro Barrel überschritten hat. Aber sie sollten nicht darauf warten. Wenn die USA schon morgen ein Pacht- und Bohrprogramm vor der Küste starten würden, dann könnte es immer noch zehn Jahre dauern, ehe das erste Barrel Öl ankommt.
Das wäre dann zu... Ostern 2018. Ich weiß, dass ich so lange nicht warten kann.
Wenn ich mir gerade keine Gedanken um die Energiepolitik der USA mache, dann sehe ich mir an, welche große amerikanische Bank als nächstes schlechte Nachrichten verkünden wird. Oder welches große Brokerage Haus am Rande des Abgrunds steht. (Vielleicht hätten sie im vergangenen Dezember nicht so hohe Prämien ausschütten sollen.)
Oder welcher Teil in der Kette der weltweiten Energieversorgung über Nacht in die Luft gegangen ist. Sie können sich so vielleicht ein Bild machen. Was kann man in einer Zeit wie der diesen tun? Nun, Sie können jederzeit einfach etwas verkaufen. Liquidieren Sie und nehmen Sie dann das Geld und stecken Sie es in die Matratze.
Aber selbst auf "langfristiges Bargeld und Matratzen" setzen, ist eine Anlageentscheidung. Und irgendwann werden Sie diese Entscheidung vielleicht bereuen. Sie wachen dann eines Tages auf und stellen fest, dass ihr Lager in der Matratze aufgrund der Inflation einen großen Teil seiner Kaufkraft verloren hat. (Danke, Zentralbank)
Sollten Sie vielleicht einige Ihrer Aktien verkaufen? Oder sollten Sie einige Aktienanteile kaufen, selbst jetzt noch? Und wenn ja, welche sollte man jetzt kaufen oder verkaufen? Nun, niemand kann die Zukunft mit absoluter Sicherheit vorhersehen. Aber es ist möglich, dass wir es nach dem Anlauf, den wir bei den Preisen für Gold, Silber und Öl gesehen haben, bald mit einer milden Korrektur zu tun haben werden.
Also will ich Ihnen noch einige letzte Worte des Rates anbieten. Kevin und ich haben hart daran gearbeitet, Ihnen die besten Vorschläge machen zu können, die wir finden konnten. Aber wir können das allgemeine Investitionsklima nicht kontrollieren, und auch nicht die schlechte Energiepolitik der USA. Aber wir können versuchen, gute Investitionen um das schwierige Klima und die schlechte Politik "herum" zu machen.
Eine der größten Hürden, die amerikanische Energiepolitik richtig zu machen, ist der Mainstream-Mulitmedia-Zirkus, der die Leute nicht darauf vorbereitet hat, die Punkte dessen, was sie bereits wissen, richtig zu verbinden. Denken sie an Ihre eigenen, alltäglichen Beobachtungen.
Die Leute "sehen" Informationen, die ihnen z.B. viel darüber Öl sagen, wie viel Öl sich in den Händen der staatlichen Ölunternehmen vieler ausländischer Staaten befindet. Aber die großen Medien - und ein großer Teil der amerikanischen Politiker - hassen geschlossen das BIG OIL so sehr, dass sie die Zuschauer und Leser nicht darüber informieren würden, wie wenig Kontrolle die Markenspieler überhaupt noch haben. Und wirklich, in vielerlei Hinsicht sind Exxon Mobil, Shell und Chevron heute kleine Spieler in Sachen Öl.
Die großen Medien stecken immer noch in den Siebzigern, in den Denkprozessen der Disko-Ära. Sie müssen wirklich langsam ihre Polyester-Anzüge ablegen. Die großen Medien könnten in dieser Situation helfen, wenn sie betonen würden, dass wir in einer Ära leben, in der es weniger Öl, höhere Preise und deutlich mehr Wettbewerb um das gleiche alte Zeug gibt. Sie könnten die Zuschauer und Leser darauf hinweisen, dass die Entwicklungsländer sich... hmmm... entwickeln. Und wir in den USA das nicht tun. Wir leben einfach noch von der Vergangenheit, trinken aus Quellen, die wir nicht gegraben haben und uns geht das Erbe an Energie aus.
Die Welt verändert sich so schnell, dass ein großer Teil dessen, was die Medien wissen, heute allmählich veraltet, wenn es nicht schon veraltet ist. Die großen Medien haben die Geschichte der Energie und der Ressourcen verpasst. Ich gehe davon aus, dass sie kein Land mehr sehen können.
© Byron King
Quelle: Auszug aus dem Newsletters Trader´s Daily