Das Kanzler-Duell im Wortlaut


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Das Kanzler-Duell im Wortlaut

 
26.08.02 12:17
Wer hat es gestern nicht gesehen? Das sagenumwobene, langerwartete und herbeigesehnte Kanzler-Duell. Nach dem Insel-Duell, dem Diät-Duell und dem Koch-Duell setzte dieses TV-Duell ganz neue Maßstäbe irgendwohin, wo sie nicht wieder abgeholt wurden. Ein Highlight der deutschen Fernsehgeschichte! Endlich bekam der Wähler ganz neue Einblicke in Dinge, die er schon immer nicht hat wissen wollen. Diese Jahrhundertsendung, die RTL und Sat.1 zeitgleich ausstrahlten, bot dem Zuseher einfach alles - Sex, Steuern und Intrigen - und das ohne Uschi Glas!

Peter Limbourg und der Erfinder der Betroffenheitsmaske, Peter Kloeppel, setzten die beiden Kontrahenten derart unter Druck, dass sie sich fast vor laufender Kamera zerfetzten. Das als "Live"- Sendung angekündigte Duell wurde natürlich schon drei Stunden zuvor aufgezeichnet und war bereits kurz nach 18 Uhr im Internet zu finden. Hier ist er endlich, der original Wortlaut:

Herr Bundeskanzler, warum sollen die Menschen Ihnen persönlich vertrauen, dass Sie das auch alles einhalten, was Sie versprechen?

Schröder: Glaubwürdigkeit hat zu tun mit der Tatsache, dass man macht, was man sagt, dass man hinter dem steht, was man tut, dass man aufrichtig und ehrlich ist, wenn man etwas gemacht hat, dass man davon überzeugt ist, wovon man andere überzeugen will, dass man dem vertrauen kann, was man gerade eben noch gesagt hat, dass man zu dem steht, was man tut, dass man auch zuverlässig ist, dass man ehrlich ist und dass man sich darauf verlassen kann, was man eben noch als bare Münze von sich gab.

Das Kanzler-Duell im Wortlaut 762258

Herr Ministerpräsident, warum sollen die Wähler Ihnen vertrauen?

Stoiber: Ich versuche, immer nach dem Prinzip zu handeln, keine Unterschiede zwischen Reden und Handeln zu machen. Ich glaube, das ist einer der grössten Vorwürfe, den die Menschen immer wieder an die Politiker richten, dass zwischen Reden und Handeln ein zu großer Unterschied ist. Ich bemühe mich beim Handeln nicht das Reden zu vergessen, denn wie oft ist es schon passiert, dass nur geredet wurde, also ohne zu Handeln. Klar, man kann auch Handeln ohne zu Reden und Reden zu Handeln, doch gerade letzteres kann nicht verschwiegen werden, auch wenn noch soviel geredet wird.

Das Kanzler-Duell im Wortlaut 762258

Ich meinte, fehlt Ihnen möglicherweise als Person die Glaubwürdigkeit, die Sie vielleicht bei den Sachthemen haben?

Stoiber: Nein, Herr Knobbel. Sehen Sie, ich bin der Kanzlerkandidat von CDU und CSU. Herr Schröder ist der Kanzlerkandidat der SPD, er ist aber auch der Kanzlerkandidat der Grünen und der Kanzlerkandidat der PDS. Ich bin hingegen auch der einzig wahre Kanzlerkandidat der FDP, der Kanzlerkandidat der noch immer Unentschlossenen und der Kanzlerkandidat der Nichtwähler und Wahlverdrossenen.

Herr Bundeskanzler, welchen Kanzler bekommen die Wähler, wenn Sie wiedergewählt werden?

Schröder: Sofern die Wähler nicht Herrn Stoiber oder Herrn Westerwelle wählen, werden sie mich bekommen, denke ich. Sie werden einen ungefärbten und ungepuderten Kanzler bekommen, den sie verdient haben, denke ich. Ich arbeite 24 Stunden am Morgen, am Tag und in der Nacht, wenn ich nicht gerade Pause mache. Ich arbeite unentwegt, teilweise und sogar in der Regel an Doris. Ich denke auch, dass ich zu oft "denke ich" sage, aber das ist nicht von Bedeutung, denke ich.

Sie sehen da keinen Imagewechsel?

Schröder: Was heisst Imagewechsel? Ich finde, man sollte sowieso weniger über Image reden als vielmehr über das, was jemand tut, was man macht und was man sagt, wenn man was macht und wenn man was sagt. Man sollte darüber reden, dass man hinter dem steht, was man tut, wenn man hinter etwas steht, was man getan hat oder dass man dem vertrauen kann, was man gerade eben noch gesagt hat, wenn man gerade etwas gesagt hat, dem man auch vertrauen kann.

Herr Stoiber, man hat den Eindruck, Sie führen keinen Wahlkampf, sondern einen Ähnlichkeitswettbewerb mit Herrn Schröder.

Stoiber: Ich glaube, dass Ihre Wahrnehmung nicht ganz richtig ist oder das sie nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Was erlauben Sie sich eigentlich, Sie kleine Ratte? Im übrigen bin ich ja auch ein Konservativer - und wissen Sie, was Homoehe anbelangt: Wir waren dagegen, besonders ich war gegen diese unnatürliche ekelhafte Schwulen- und Lesbensache, aber man muss natürlich auch akzeptieren, dass dieses asoziale Pack namens demokratische Mehrheit anders entschieden hat. Und damit ich die paar Stimmen dieser Wählerschaft abgeifen konnte, musste ich mich natürlich fügen, so meine Berater.

Herr Schröder, hat Ihre ruhige Hand angefangen zu zittern?

Schröder: Auch wenn ich mir die neuesten Umfragen anschaue, habe ich eigentlich keinen Grund, wild onanierend in der Ecke zu sitzen. Sowohl was die Parteiwerte angeht, die noch besser werden können, als auch die persönlichen Werte. Die persönlichen Werte liegen mir eigentlich nicht so sehr, denn wer mich kennt, kann bestätigen, dass ích im Grunde ein einfacher Mann bin, der eine Schwäche für die Konjunktur hat. Grundsätzlich mache ich zunächst einen ungünstigen Eindruck, verliere aber bei näherer Bekanntschaft. Die Parteiwerte sind mir dagegen äusserst unwichtig, denn schliesslich stehe ich hier, nicht die Partei!

Herr Stoiber, haben Sie die katastrophale Flut für Ihren Wahlkampf benutzt?

Stoiber: Also, das glaube ich nicht. Ich meine, dass ich in Passau war als Ministerpräsident und mich an der Katastrophe aufgegeilt habe, das ist eine Selbstverständlichkeit. Sie hätten sehen sollen, wieviel andere Gaffer noch da waren! Man musste sich doch ein Bild darüber macht, wie die armen Schweine diese Situation meistern. Das ist die grösste Katastrophe, die Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg zu bewältigen hat. Und hier gilt es auch, etwas zusammenzustehen, damit keine Gaffer in der zweiten Reihe stehen müssen. Und glauben Sie mir: in der Realität kommt das viel besser als im Fernsehen!

Erst kam die Flut, dann die Mücken, dann die Politiker - fühlen Sie sich davon angesprochen, Herr Schröder?

Schröder: Nöö. Aber an dieser Stelle muss ich Herrn Stoiber zustimmen: was das Aufgeilen am Leid anderer angeht, das kann man viel besser, wenn man eine sehr persönliche Anschauung hat, also direkt vor Ort ist. Wäre man nicht hingefahren, hätte sich der eine oder andere gefragt, warum wir uns nicht dran aufgeilen wollen und uns für krank erklärt. Ausserdem: je direkter der Eindruck ist, desto schneller und präziser kann man den Menschen helfen. Mir ist zum Beispiel ein Mann mit einer kaputten Haustür entgegengekommen, der unentwegt jammerte, er hätte alles, rein alles verloren. Ich habe die Lage erkannt und sofort geholfen. Jetzt hat er eine neue Haustür.

Ist es jetzt das richtige Signal, zu Zeiten der Flutkatastrophe, die Reform um ein Jahr zu verschieben?

Schröder: Es ist das richtige Signal und zwar aus zwei Gründen. Erstens sind die Menschen jetzt sowieso mit dem Aufbau Ost Version 2.0 beschäftigt. Es ist zwar kein Hochhaus eingestürzt, aber für den Hauch einer kleiner binnenländischen Katastrophe zahlt der Bürger doch auch gerne ein paar Euro. Zweitens lohnen sich Existenzgründungen momentan sowieso nicht, da der Aufbau schon zu fünfzig Prozent an Ikea vergeben wurde. Und so ein kleiner Sandsack-Shop kostet ja auch nicht die Welt.

Stoiber: Wir haben die Flutkatastrophe und wir haben vier Millionen Arbeitslose! Wir haben mehr Arbeitslose als Sandsäcke! Über vier Millionen Arbeitslose im Sommer. Wir bauen keine Arbeitslose ab, stattdessen produzieren wir arbeitswillige Arbeitslose, die nach den jüngsten Arbeitslosenzahlen vom Arbeitsamt uns nur noch mehr Arbeit machen. Selbst wenn wir uns sofort an die Arbeit machen würden, wäre für die meisten Arbeitslosen in kürzester Arbeitszeit kein anständiges Arbeitsklima zu schaffen, das kann ihnen nicht nur jedes Arbeitsamt bestätigen, sondern auch jede Arbeitskraft in jedem x-beliebigem Arbeitslager. Und wenn ein Arbeiter seine Arbeit verliert, hilft ihm bei der maroden Arbeitsplatzpolitik des Arbeitsministeriums auch keine Arbeitslosenunterstützung, keine Arbeitslosenversicherung und kein Arbeitsgericht!

Äh, ja, das war sehr arbeitsintensiv. Sie halten den Weg also für falsch?

Stoiber: Wir halten den Weg für falsch, in vielem sind wir mit der SPD den Weg gemeinsam gegangen, aber wer einen anderen Weg haben will - und wir haben ja noch genug Wege -, wer einen anderen Weg haben will, wer nicht diesen Weg gehen will, der muss die Union wählen, denn dann gehen wir einen anderen Weg.

Schröder: Sie sollten mir jetzt mal eine Bemerkung gestatten. Zunächst einmal geht es um die Verschiebung von Steuerentlastungen und zwar für ein Jahr. Wir wollen mit der Körperschaftssteuererhöhung die Einkommenssteuer ausgleichen, die natürlich auch erhöht wird, weil die anstehende Mineralölsteuererhöhung und die Versicherungssteuererhöhung nicht ausreichen werden, um den Leuten in Not schnell und unkompliziert Geld zukommen zu lassen, das sie natürlich wieder versteuern müssen. Es geht ja auch darum, mit Hilfe der Tabaksteuererhöhung nicht zu viel Druck auf die Umsatzsteuer auszuüben, sondern durch eine gezielte Erhöhung aller Steuern jeden irgendwo zu treffen.

Läuft dieses Vorgehen nicht Gefahr, die Gewerbesteuer außer Gefecht zu setzen?

Schröder: das kann ich Ihnen jetzt nicht beantworten, denn das hab ich so auswendig lernen müssen. Das haben mir meine Berater so aufgeschrieben.

Herr Stoiber, wie hätten Sie das Versprechen eingehalten, die Wirtschaft anzukurbeln?

Stoiber: Der Fehler, den die Regierung gemacht hat, war, dass sie sich hat einschüchtern lassen. Gut, die 16 Jahre Kohl-Regierung, der 11. September, der Zusammenbruch des Neuen Markts, die Weltkonjunktur, der Afghanistan-Krieg und die Flutkatastrophe haben leichte Auswirkungen gehabt. Aber das hat doch gar nichts mit diesen dramatischen Zuwachszahlen an Arbeitslosigkeit und diesem schwachen Wirtschaftswachstum zu tun! Deswegen akzeptiere ich natürlich nicht diese Ausrede des Bundeskanzlers, immer wieder zu sagen, andere sind schuld. Das hat er schon im Kindergarten gemacht, da hat er gesagt, ich kann nichts dafür, die Bedingungen werden von den Kindergärtnerinnen gemacht. Immer sollen andere Schuld sein, und die Leute bezahlen es mit Arbeitslosigkeit.

Schröder: Wenn ich auf gleichem Niveau antworten würde, würde ich Herrn Stoiber an seine Mittlere Reife erinnern, bei der er seinen Eltern hoch und heilig versprochen hatte, das Zeugnis mit 1,5 Promille zu schaffen. Er hat zwar immerhin 3,8 Promille geschafft, musste aber ohne Fernsehen und Abendbrot unterm Bett schlafen.

Wie schätzen Sie das Problem der Zuwanderung ein?

Stoiber: Ich halte es für völlig falsch, dass wir - in Anbetracht der Tatsache, dass wir demnächst auch noch viele neue Ostblock-Zuwanderer bekommen - jeden hier reinlassen, denn zuerst nehmen uns die Inder unsere Arbeitsplätze weg, dann kommen die Neger mit den langen Schwänzen und verführen unsere Töchter und zu guter letzt hauen die Polen mit unseren Autos ab!

Schröder: Naja, wir brauchen eben Leute, die in einem Land aufgewachsen sind, in der es High-Tech en masse gibt, wo man sich im Bereich der Kommunikationstechnologie und Informatik auskennt, wie zum Beispiel in Indien. Die fünf Inder, die sich mit der GreenCard in Deutschland gemeldet hatten, sind nach dem Besuch des Münchener Oktoberfestes zu Fuss nach Österreich geflüchtet, wo sie um Asyl baten.

Welchen Einfluss haben Ihre Ehefrauen auf Ihre Politik?

Stoiber: Einen ganz großen. Ohne das Verständnis und ohne die Liebe meiner Frau könnte ich eine solche Herausforderung überhaupt nicht angehen. Sie unterstützt mich. Sie hilft mir. Sie berät mich auch, wenn ich mich mal in einem Loch befinde. Aber seitdem ich Katherina Reiche in meinem Kompetenz-Team habe, kann ich die ein oder andere Arbeit auch mal auf ihr abwälzen.

Schröder: Die bessere Hälfte, das bezieht man ja gelegentlich auf andere Zusammenhänge, zum Beispiel beim Schlachten von Rindern oder Pferden. Natürlich versuche ich, ihr den Sinn meines Berufes einigermassen einzubleuen, aber das ist bei Doris natürlich wie ein Fass ohne Boden. Aber sie hat das Telefon erfunden, also das Sorgentelefon für Kinder, die bei Doom oder Counterstrike irgendwo festhängen und nicht weiter kommen. Ich denke, Doris ist und bleibt ein Frauenbild, das nicht meines ist. Aber was soll der stock-konservative Wähler sagen, wenn ich schon wieder heiraten würde?

Fortsetzung folgt am 8.September...
Antworten
hjw2:

:-)) o.T.

 
26.08.02 12:38
Antworten
Happy End:

Spiel mir das Liedchen vom Teletod

 
26.08.02 13:21

Schröder versus Stoiber -
Rivalen unter nicht ganz so heißer Studiosonne



Das erste "Fernsehduell" von Bundeskanzler Gerhard Schröder und Herausforderer Edmund Stoiber wurde bereits lange zuvor als mediales Großereignis hochgefahren, das die bundesrepublikanische Mediokratie nun vollends dem televisionären Vorbild Amerikas nachschneiden will. Die politische Welt als Wille zum Ereignis und der dramatischen Gladiatorenvorstellung! Zu dieser Herrschaft der Vermittlung gehört es, das Ereignis selbst, das erwartungsgemäß diese maßlosen Erlebnisstandards der Spaßgesellschaft um Längen verfehlte, nun in seiner medienprofessionellen Vor- und Nachbereitung zum Top-Act des bundesrepublikanischen Wahlkamps zu stilisieren.

Was die Duellanten so zu verschießen hatten, war längst und sattsam bekannt. Arbeitsplätze, Steuer(un)gerechtigkeit, Zuwanderung, Flutkatastrophe. Hartz hin, Hartz her. Diese bis zur Beliebigkeit verkümmerten Hieb- und Stichwörter sind so redundant wie kommentierungsunbedürftig. Allein wie die Helden der neuen Politik-Arena es sagen würden, das sollte das tödlich spannende Duell in der so überaus weichgespülten Demokratie sein. Demokratie ist Entertainment ist Arena ist Duell? Im Brennpunkt des Ereignisses steht die minuziös vorbereitete Inszenierung der Kandidaten, die von der öffentlichen Meinung, vulgo: Umfrageergebnissen und Meinungsmachern, verleitet werden sollen, an die magische Ausstrahlungswirkung ihrer Schokoladenseite auf eben jene öffentlich Meinung zu glauben. So verführt der Wähler den Politiker zu seiner medialen Prostitution, macht ihn zum willfährigen Objekt seines Anspruchs auf Politainment. Die träge Wählerdiva will verführt werden und erfreut sich an der masochistischen Bereitschaft ihrer Politik-Freier, sich freiwillig auf das mediale Streckbett zu legen und sich selbst noch wie ungezogene Pennäler Strafsekunden für Zeitüberziehung notieren zu lassen. In der ironischen Rache der Verführten werden schließlich die Duellanten selbst verführt, werden zu Marionetten ihrer eigenen Machtlüsternheit.

Dass weder Schröder noch Stoiber das Duell als alles entscheidenden Waffengang ansahen, ändert nichts an ihrer Bereitschaft, zur Freude aller so zu tun, als ob hier die Demokratie einen tiefen Einblick in ihr Bios gewährte. Dabei waren die uns eingespielten Bilder vor allem deshalb so spannungsarm, weil jede harte Profilierung der Kandidaten Gefahr liefe, hier Prozentpunkte zu verbuchen, die dort verloren gingen. Medienkandidaten sind das formatierte Nichts mit dazu passender Proporz-Krawatte. Selbst der Akt des Schminkens wird wie weiland im Showdown zwischen Nixon und Kennedy 1960 zum politischen, also medialen Glaubensbekenntnis. Always-Optimistic-Medienkanzler Schröder gegen den lernfähigen Angreifer Stoiber, dem seine Coachs medienbuddhistisches Lächeln und sprechstolperlose Kurzsätze verordnet hatten - zwei Seiten eines spätdemokratischen Politiktypus mit dem Charme eines animierten Wachsfigurenkabinetts.

Beide kommen aus bescheidenen bis ärmlichen Verhältnissen und wurden zu Musterschülern einer Gesellschaft, die einstudiertes Selbstbewusstsein und ungetrübten Machbarkeitsglauben für herausragende, nicht nur politische Tugenden hält. Das biografische Dauerparadox, das solche überaus wendigen Mediokraten wie Schröder und Stoiber noch bis in die letzte Gesichtsfalte verfolgt: Wie schlage ich auf meinen Gegner ein, ohne dabei Sympathiepunkte zu verlieren? Wie verbinde ich Kampfgeist mit väterlicher Güte, Aggression mit Empathie? Mediokraten sind nur als durch und durch multiple Persönlichkeiten erfolgreich: Familienmensch, Schauspieler, Wadenbeißer, Parteipolitiker, vor allem Staatsmann. Sich so authentisch wie politisch korrekt zu inszenieren und dabei zugleich eine Politik für die öffentliche Meinung und eine heimliche Realpolitik in petto zu haben, das ist die psychopathologische Meisterleistung des wahren Mediokraten.

Dass beide Duellanten immer Recht haben, versteht sich in dieser einvernehmlichen Scheinwelt des angestrengten Dissenses von selbst. Wer sich vom Gegner überzeugen ließe, wäre nicht nur ein politischer Schwächling, sondern schlimmer noch: ein Spielverderber. In diesem kooperativen Streit gibt es keinen Wahrheitsrichter oder Superbeobachter, weil allein der Schein und die nun von den Medien eilfertig nachgereichten Meinungsaggregate die flüchtige Wahrheit sind - bis eben zur nächsten Flutkatastrophe oder dem hundertsten Spendenskandal. Wir erleben vornehmlich den arbiter elegantiarum, den parasitären Mediennachkoster, der für das Publikum über die nicht allzu großen Brüder zu entscheiden hat. Calamity Christiansen und der Rest der Gang auf den Spuren von Old Schröder und Greenhorn Stoiber. Wer ist smarter, operiert ästhetischer im Medium, kaschiert das Paradox von Machbarkeitsrhetorik und Zukunftsungewissheit geschickter?

Schröder mag der geringfügig bessere Rhetor gewesen sein, wenn Rhetorik die Kunst sein sollte, die schöne Färbung des unscharfen Arguments mit dem Tele-Charisma von Sicherheit und Zuversicht zu verbinden. Medienkanzler zu sein, heißt ja nichts anderes, als die telegene Positur nicht durch argumentative Komplexität zu untergraben. Kurzum, es geht um die Kunst des so vermittelten wie mittelmäßigen Mediokraten, glaubwürdig zu sein, ohne einem unbeirrbaren Glauben zu folgen. Stoiber gab in diesem festgelegten Spiel den präzisen, mitunter bürokratieverdächtigen, aktenlesenden Angreifer, dessen größte politische Bank vier Millionen Arbeitslose sind. Vier Jahre enttäuschte Zuversicht sind eine verdammt lange Zeit, deren Melanome sich auch unter televisionärer Bestrahlung nicht einfach verflüchtigen. Herausforderer Stoibers Pistolero-Rolle war dadurch so festgeschrieben, dass sein stetig nachgeladener Revolver mit der Standardpatrone "Viel versprochen, aber nichts erreicht" den Novitätenwert der Zeitung von vorgestern hatte.

Wer hat das "Duell" gewonnen? Das ist trotz und wegen der an das Ereignis angeklebten Nachbetrachtungen schon deshalb nicht zu beantworten, weil es eben kein blutträchtiges Duell, sondern nur dessen spannungsarmes Mediensurrogat war. Allein die Medien spreizen es in ihrer eigenen Politik auf, maßen sich die Interpretationshoheit über das Nichtereignis an, um den Wähler wissen zu lassen, was er denken soll. Insofern vermitteln Fernsehduelle im demokratisch unwürdigen 90-Sekunden-Takt nicht politische Meinungen an ein Publikum, das sie übernimmt oder verwirft, sondern sie werden zu medialen Anlässen von Meinungsmachern, ihre Interpretationsergebnisse dem Publikum einzumassieren. Dank Forsa gibt es aber auch Umfrageergebnisse unter Wählern, die vor allem glauben, das gesehen zu haben, was sie eben sehen wollten. Mediendemokratien sind eben Konstruktionen mit riesigen Projektionsflächen.

Zur öffentlichen Meinung gehört es nach Niklas Luhmann, dass sie um ihre mediale Manipulation weiß. Inszenierte Politiker müssen also damit rechnen, dass der angeblich verführbare Wähler zwischen Schein und Sein, Gegenwart und Zukunftsprognostik zumindest klammheimlich und zufällig, etwa in der Wahlkabine, unterscheidet, wenn er schon nicht wissen soll und kann, wer die bessere Politik macht. Und deshalb lässt sich selbst von Meinungsforschern nicht beantworten, ob Fernseh-Duelle überhaupt einen nennenswerten Effekt auf die Wahlentscheidung haben. 45% der Bürger, mehr denn je zuvor, sind unentschieden, wen sie wählen sollen. Zieht man von der komplementären Gruppe die Stammwähler und Überzeugungstäter ab, wird sofort klar, dass weder Medien noch gar Politiker über Politik aufklären, wenn sie aufklären. Da die Unentschiedenheit der Wähler nie größer war als heute, spricht alles dafür, den Begriff der öffentlichen Meinung einer fundamentalen Revision zu unterziehen. Es gibt jenseits der Medien keine Öffentlichkeit, die eine Meinung hat, sondern nur eine in mehrfacher Hinsicht zerstreute Gesellschaft, die mit schnell veränderlichen Prozentzahlen mehr schlecht als recht bemessen werden kann. Dass eine Flutkatastrophe unmittelbar politische Stimmungen wegspülen kann, obwohl diese Regierung nur das tut, was jede Regierung machen würde, macht deutlich, dass der Wähler Politik so ernsthaft reflektiert, wie es einer Stimmungsdemokratie eben gebührt.

Zu Recht wurde auch die Anwesenheit des im rhetorischen Windkanals getrimmten Guidomobils als völlig überflüssig erkannt, weil es nicht um demokratischen Proporz, Meinungsvielfalt und ähnlich antiquierte Demokratie-Software geht, sondern um das neue Medienduellformat "Mann gegen Mann": "Es kann nur einen geben". Duelle sind existenzielle Entscheidungen, Mediendemokratien dagegen virtuelle Nebelschwaden. Fernsehduelle sollen der so unverbindlich totvermittelten Demokratie ein Existenzzeichen verleihen, das sie für eine kurze Zeit des Scheins authentisch macht, um ein wenig demokratisches Pathos zurückzuerlangen. Funktioniert hat es nicht. Wir haben das Fernsehduell als redundantes Format erlebt, das zum wenigsten die Sicherheit spendete, erfolgreich Zukunftsängste und demokratisches Unbehagen zu lindern. Oder ist diese Behauptung auch nur eine Manipulation in medialen Zeiten, die jeden nach seiner Facon glückselig oder auch nicht werden lassen? Dann also bis zum nächsten Duell, die Wiederauferstehung der beiden Sieger wird garantiert.  
Antworten
Thomastrada.:

Hätte es nicht gereicht, obige Worte irgendwo

 
26.08.02 13:23
verfügbar zu machen statt wertvolle Sendeminuten mit dem Geplapper zu verschwenden?

Gruß,
T.
Antworten
Happy End:

@T: Ich glaube nicht, dass Schröder

 
26.08.02 13:42
oder Stoiber den o.g. Wortlaut zur Veröffentlichung freigegeben hätten
*g*

 
Antworten
Schnorrer:

Den 2. Teil kucke ich mir nur dann an, wenn im

 
26.08.02 14:04
Hintergrund ein paar Gogo-Girls tanzen. Natürlich ohne Ton, dafür gibts ja Radio.
Antworten
Happy End:

Hat außer hjw noch einer den "Wortlaut" gelesen?

 
26.08.02 14:25
*lol*
Antworten
Levke:

joo HE ich..........*g* passt aber o.T.

 
26.08.02 14:28
Antworten
ruhrpottzocker:

Ich habe ihn zum Teil gelesen !

 
26.08.02 14:28

Endlich mal was Originelles nach all dem langweiligen Krempel!

Das Kanzler-Duell im Wortlaut 762431
Antworten
chreil:

Mensch Häbbie, den Wortlaut hab ich nich

 
26.08.02 14:32
gelesen, aber ich hab das Spiel gegen Kaiserslautern im Stadion gesehen - herrlich! ;-)
Antworten
Happy End:

Pappnase!

 
26.08.02 16:32
;-))
Antworten
Thomastrada.:

Stimmt es eigentlich, dass es so gut wie keine

 
26.08.02 16:34
Pappnasen mehr gibt und statt dessen Plasik verwendet wird?

Gruß,
T.
Antworten
chreil:

Dabei hatte sich die Pappe immer so schön

 
26.08.02 17:08
meinen anatomischen Eigenheiten angepasst......
Antworten
Happy End:

Bitte erspare uns Einzelheiten ;-)

 
26.08.02 19:32
 
Antworten
Happy End:

"Bulldogge und Königspudel"

 
27.08.02 06:01
Der Psychotherapeut und Unternehmensberater Ulrich Sollmann analysiert im Interview mit SPIEGEL ONLINE das Spitzenduell zwischen dem Kanzler und seinem Herausforderer. Das enge Korsett des TV-Duells, so sein Fazit, habe die Eigenheiten von Gerhard Schröder und Edmund Stoiber letztlich nicht verdecken können.
 
Der Psychotherapeut und Unternehmensberater Ulrich Sollmann (54) beobachtet seit Jahren die Körpersprache von Politikern und Managern. Unter anderem beriet er die Vorstände von DAX-Unternehmen. Bis zur Wahl analyisiert Sollmann jeden Freitag in der ZDF-Sendung Aspekte das Auftreten der beiden Spitzenkandidaten von SPD und Union.  
 
SPIEGEL ONLINE: Herr Sollmann, als Experte für Körpersprache müssen Sie sich am Sonntagabend doch gewaltig gelangweilt haben?

Ulrich Sollmann: Nein, überhaupt nicht.

SPIEGEL ONLINE: Aber schien es nicht, als ob Gerhard Schröder wie auch Edmund Stoiber Körpersprache vermeiden wollten?

Sollmann: Das geht gar nicht - denn ohne Körpersprache kann man gar nicht kommunizieren. Nein, beide waren durch diese besondere Situation - dem ersten Fernsehduell zweier Spitzenkandidaten in Deutschland - unter enormem Stress. Und unter Stress greift man unbewusst auf Reaktions- und Verhaltensmuster zurück, die lebensgeschichtlich erworben wurden.

SPIEGEL ONLINE: Was haben Sie den Kandidaten abgelesen? Fangen wir mit dem Kanzler an.

Sollmann: In den ersten Sekunden wirkte Schröder ernst, finster, gebremst. Gar nicht souverän lächelnd, jovial wie ein Macher.

SPIEGEL ONLINE: Und Stoiber?

Sollmann: Er lächelte zunächst, aber relativ schnell merkte man, dass das antrainiert war und bald wieder ausgeknipst wurde.

SPIEGEL ONLINE: Also zeigten beide hohe Stresssymptome?

Sollmann: Auf jeden Fall. Schröder schien anfangs von seiner Energie verlassen worden zu sein, Stoiber hingegen wirkte als einer, der nach einer inneren Vorgabe handeln und erscheinen wollte.

SPIEGEL ONLINE: Aber schien es nicht, als seien beide Kandidaten gar nicht gemeinsam im Studio?

Sollmann: Das sehe ich anders. Stoiber war nicht in der Lage, sich auf Schröder einzulassen, mit ihm in Blickkontakt zu treten. Er hatte diese gebremst aggressive Kopfbewegung - er wirft den Kopf leicht nach rechts hinten, als wollte er ausholen und seinen Satz loszulassen. Schröder hingegen nahm nach rund 25 Minuten den ersten Augenkontakt zu Stoiber auf, wurde daraufhin freier und gelöster. Das war ein Zeichen von Souveränität und Lockerheit, von Führungskompetenz. Dazu gehört auch, sich im geeigneten Augenblick zurücknehmen zu können.

SPIEGEL ONLINE: Also hatte sich Schröder besser im Griff?

Sollmann: Als der Kanzler voreilig auf Stoiber antworten und von einem der beiden Moderatoren unterbrochen wurde, hat er sich sofort gebremst. Das war kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke. Moderne Führungskompetenz zeigt sich auch darin, dass man flexibel auf Situationen reagiert. Stoiber hat in manchen Situationen die völlig falschen Signale gesendet - wenn er über ernste Dinge sprach, lächelte er - das wirkt auf viele Menschen unangemessen.

SPIEGEL ONLINE: Immer wieder haben beide den Blickkontakt ja gesucht.

Sollmann: Richtig - nur gab es zwischen beiden einen elementaren Unterschied - Schröder verstand es, den Blickkontakt auch zu halten, während Stoiber nur für eine Sekunde hinüber sah und ansonsten seine Vorwürfe gegen Schröder über den Umweg der Moderatoren zu transportieren versuchte - eine absurde Situation.

SPIEGEL ONLINE: Was sagt Ihnen das ?

Sollmann: Dass Stoiber unter Stress gar nicht Kontakt mit seinem Gegenüber aufnehmen kann. Er hat dann nach einiger Zeit sich auch auf das Moralisieren verlegt, von Wahr und Unwahr gesprochen und sich selbst zum Schiedsrichter erhoben. Das ist kein Zeichen von Führungsstärke. Schröder dagegen hat davon gesprochen, was "falsch" gelaufen ist, auch in seiner eigenen Politik, und sich zugleich auf eine sachliche Ebene zurückgezogen - rhetorisch fand ich das brillant. Dagegen hat Stoiber immer stärker gedroht, den Wahltag zum Stichtag erhoben. Doch damit hat er sich aus der Diskursebene, die an diesem Abend ja hergestellt werden sollte, herausgehoben.


SPIEGEL ONLINE: Aber wirkte Schröder nicht zahnlos?

Sollmann: Er wirkte zu gebremst, als würde er nur 60 Prozent von dem geben, was er eigentlich kann.

SPIEGEL ONLINE: Oder will der Durchschnittszuschauer in Deutschland gerade diese gebremsten Kandidaten?

Sollmann: Ich glaube, die Zuschauer haben die subtile Form der Arroganz von Stoiber wahrgenommen, seine Distanziertheit. Seine Körpersprache war im Gegensatz zu der von Schröder doch sehr gehemmt, eingeschränkt. Während Schröder mal die Hand offen hielt, vom Pult wegnahm, hat Stoiber sich am Pult festgehalten und wenn er die Hand mal hochhielt, nahm er sie höchstens zehn Zentimeter hoch, spreizte sie und führte sie sofort zum Pult zurück. Das war wie ein Impuls: Es kochte in ihm hoch und sogleich funktionierte seine innere Kontrolle.

SPIEGEL ONLINE: Waren nicht letzlich beide Kandidaten durch das enge Korsett der Sendung gehandicapt?

Sollmann: Sie wussten, auf was sie sich einließen. Zudem kann auch das engste Korsett nicht die Eigenheiten eines Menschen völlig verdecken, schon gar nicht, wenn eine Sendung unter einem so hohen Aufmerksamkeitsgrad fast 90 Minuten dauert. Ich sage es mal ein wenig salopp - auch an der Leine bleibt eine Bulldogge eine Bulldogge und ein Königspudel ein Königspudel.

SPIEGEL ONLINE: Jetzt steht noch ein Duell aus, mit den weiblichen Moderatorinnen Sabine Christiansen und Maybrit Illner. Verändert das die Körpersprache der beiden Männer?

Sollmann: Stoiber muss natürlich aufpassen, dass er in der Konfrontation mit Sabine Christiansen, in deren Sendung er ja vor einigen Monaten furchtbar gestottert hat, in eine Art Retraumatisierung fällt.

SPIEGEL ONLINE: Das meinen Sie doch nicht im Ernst?

Sollmann: Natürlich. In solchen Augenblicken können selbst bei Profis unbewusste Prozesse der Retraumatisierung beginnen.

SPIEGEL ONLINE: Was raten Sie dem Kandidaten der Union?

Sollmann: Ich würde Stoiber empfehlen, seinen Impulsen Raum zu lassen und auf jeden Fall mehr Kontakt zu seinem Gegenüber zu suchen. Sein Motto müsste demnächst lauten: Augenkontakt, Augenkontakt, Augenkontakt.

SPIEGEL ONLINE: Und Schröder? Er gilt ja als Frauentyp. Ist er damit nicht in Gefahr, die letzte Runde mit den Moderatorinnen zu lässig zu nehmen?

Sollmann: Er darf nicht zu sehr mit den Frauen flirten, sich gemein machen mit den Frauen. Denn wenn der Chef anfängt, mit den Frauen zu koalieren, dann verliert er in den Augen der meisten Männer seine Glaubwürdigkeit. Ich würde ihm empfehlen, aggressiver aufzutreten.

SPIEGEL ONLINE: Also den Macho-Schröder zu spielen?

Sollmann: (lacht). So würde ich das nicht sagen - das wäre eine Nuance zu viel. Er muss sich als Alphamännchen zeigen, als Führungsperson.

SPIEGEL ONLINE: Ist es nicht merkwürdig, dass in manchen Umfragen nach dem TV-Duell Stoiber dazu gewonnen hat, insbesondere was seine Kompetenz angeht?

Sollmann: Das finde ich gar nicht. Die Umfragen sind Momentaufnahmen, die sich vor einem realen Hintergrund abgespielt haben. Viele Zuschauer hatten vor der Sendung noch den desaströsen Auftritt Stoibers in der Sendung von Sabine Christiansen vor Augen. Gemessen an dem, hat sich der Kanzlerkandidat der Union in den Augen vieler verbessert - aber das ist noch lange kein Zeichen dafür, dass ihm wirklich Kompetenz zugesprochen wird. Viele werden sagen: Okay, er hat in den vergangenen Monaten an sich gearbeitet, er war fleißig. Der eigentlich souveräne Mann an diesem Abend aber war Schröder - nur müsste er beim nächsten Mal ein wenig agressiver, gelöster auftreten.

SPIEGEL ONLINE: Also diesmal ein leichter Punktgewinn für den Kanzler?

Sollmann: Ich würde es so sagen - Schröder hat gewonnen, aber nicht gesiegt. Das Zusammentreffen am Sonntag war ein Warm-up. Beim nächsten Duell geht es für beide nur um eines - um den Sieg.  
Antworten
Happy End:

Das ist der Sieger:

 
27.08.02 17:38
Das Kanzler-Duell im Wortlaut 764126
Antworten
Happy End:

Noch zwei Tage bis Teil II

 
06.09.02 12:41
 
Antworten
Happy End:

Gleich isses soweit ;-)))

 
08.09.02 20:05
209.197.86.65/20020902/t/films/Crimson_Tide.mid>
Antworten
C.Webb4:

*ggg*

 
08.09.02 20:59
Die taz ist einfach geil *schwaerm*
Auch nicht schlecht fand ich die Titelseite nach Bushs "bedeutender Rede" in Berlin *lol*

Gruss
c.webb
Antworten
Happy End:

So isses ;-))

 
09.09.02 09:00
 
Antworten
altmeister:

@happy end

 
09.09.02 09:05
langsam nerven deine postings!
es gibt nur 2 arten bei deinen postings.
möglichkeit1. du stellst einen fremdgeschriebenen   750 zeiler rein
den in 9 von 10 fällen niemand liest.
möglichkeit 2. nervige ot postings .(bis zu 3 worten)
aber warum macht happy das ? ich verrate es euch ,happy will so schnell wie möglich das 15000 posting feiern.
nen anderen grund kann ich mir jedenfals nicht vorstellen.
mfg altmeister
Antworten
Happy End:

@Altmeister

 
09.09.02 09:12
Mist, Du bist mir auf die Schliche gekommen -
bitte sag´s aber nicht weiter, ok?  
Antworten
Happy End:

Hundekuchen!

 
09.09.02 10:06
Das Kanzler-Duell im Wortlaut 777393

Antworten
Happy End:

Stoiber führt 75 : 20

 
09.09.02 10:57
Im TV-Duell zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) hat sich der Herausforderer fast vier Mal häufiger negativ über den Amtsinhaber geäußert als umgekehrt.

Eine am Montag vorgelegte Untersuchung des Forschungsinstituts "Medien Tenor" verbuchte insgesamt 75 negative Äußerungen Stoibers über den Kanzler. Dieser äußerte sich lediglich 20 mal negativ über seinen Herausforderer. Da er nicht "mit gleicher Münze" heimzahlte, habe Schröder offenbar auf die "Staatsmann-Strategie" gesetzt. Schröder sprach außerdem seinen Kontrahenten deutlich seltener direkt an als umgekehrt.

Bei der Analyse der Themen im Duell dominierte die Steuern mit 12,9 Prozent vor dem Arbeitsmarkt (12,2 Prozent). Dahinter rangierten Persönliches und Ausländerpolitik mit jeweils sieben Prozent. Die Kategorien Wirtschaftspolitik allgemein und internationale Politik brachten es auf sechs Prozent, die deutsche Außenpolitik auf 4,3 Prozent.

Der Studie zufolge hakten die Moderatoren des Duells bei Nachfragen auf ausweichende Antworten acht mal bei Stoiber nach, und nur drei Mal bei Schröder. Stoiber wurde von den Kameras öfter allein ins Bild (60 mal) gesetzt als Schröder (48 mal).  
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10.09.02 10:38
Das Kanzler-Duell im Wortlaut 778686
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