Freitag, 06.10.2017 11:18 von ARIVA.DE Redaktion | Aufrufe: 1880

Zur Freude der Anleger: Netflix wird teurer

Nach eigenen Angaben hat Netflix weltweit 104 Millionen Nutzer. - © gettyimages.de / kasinv

Der Streamingdienst Netflix hebt seine Preise an. Kunden in den USA müssen künftig etwa zehn Prozent mehr für das Standard-Abo-Modell zahlen, wie das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Los Gatos am Donnerstag einem Medienbericht zufolge bestätigte. Die Nachricht sorgte am Donnerstag für Jubel bei den Anlegern: Die Aktie legte um etwa fünf Prozent zu und setzte die positive Entwicklung bislang auch am Freitag fort.


Preiserhöhung gilt für Neu- und Bestandskunden

Nicht nur Netflix-Kunden in den USA sind betroffen, auch in Deutschland sollen die Preise steigen, wie das Unternehmen auf Anfrage des Branchenportals "Caschys Blog" bestätigte. Für das Standard-Abo, das bisher monatlich 9,99 Euro kostete, werden künftig 10,99 Euro im Monat fällig. Das Premium-Paket, mit dem auf vier Geräten zeitgleich in Ultra-HD gestreamt werden kann, verteuert sich von 11,99 auf 13,99 Euro. Lediglich das Basis-Abo mit nur einem Stream und geringerer Bildqualität kostet unverändert 7,99 Euro im Monat. „Caschys Blog“ berichtet, dass Netflix bereits im Juli mit einigen Kunden die neuen Preise ausgetestet habe, die ab dem 5. Oktober für alle Neukunden gelten, wie der Streamingdienst dem Branchenportal auf Anfrage bestätigte. Auch Bestandskunden werden allerdings von der Preiserhöhung betroffen sein und würden noch per E-Mail über die Preiserhöhung informiert, heißt es in dem Bericht weiter.

Netflix zählt 104 Millionen Nutzer

Von Zeit zu Zeit werden die Netflix-Tarife und -preise angepasst, während wir mehr exklusive TV-Serien und Filme hinzufügen, neue Produkteigenschaften einführen und das Gesamterlebnis von Netflix verbessern, damit Mitglieder noch schneller großartige Titel finden, die sie anschauen können.“, erklärte das Unternehmen dem Medienbericht zufolge die Preiserhöhung. Nach eigenen Angaben zählt das Unternehmen derzeit 104 Millionen Nutzer in mehr als 190 Ländern, die insgesamt pro Tag zusammen mehr als 125 Millionen Stunden streamen. Das Geschäftsmodell von Netflix und anderen Streaming-Diensten zeichnet aus, Kunden für eine monatliche Gebühr Zugriff auf sämtliche Inhalte anzubieten. Dafür steckt Netflix, ähnlich wie auch Amazon, viel Geld in eigene Produktionen, wie beispielsweise „Orange is the New Black“, „House of Cards“ oder „Stranger Things“. Damit will man sich durch exklusive Inhalte von anderen Anbietern abheben. Dadurch fällt aber auch der Gewinn in Relation zu den hohen Investitionen meist auch vergleichsweise gering aus.

Jubelstimmung bei Anlegern

Bei Anlegern kam die Nachricht schon am Donnerstag gut an und sorgte für Begeisterung an der US-Börse. Die Aktie legte im amerikanischen Technologieindex Nasdaq zwischenzeitlich um etwa fünf Prozent zu und erreichte damit ein Rekordhoch von 194,39 US-Dollar je Aktie. Seit Jahresanfang verzeichnet das Wertpapier insgesamt ein Kursplus von 55 Prozent.

Die Schweizer Großbank UBS hatte ihr Kursziel am Mittwoch vor den Zahlen zum dritten Quartal von 190 auf 225 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Analyst Doug Mitchelson gehe der Nachrichtenagentur dpa zufolge von einer starken Geschäftsentwicklung aus und habe deshalb seine Gewinnprognose für das dritte Quartal um fünf Prozent erhöht. Zuletzt notierte die Aktie des Streaminganbieters am Freitag auf der Handelsplattform Tradegate immer noch mit 0,78 Prozent im Plus bei 167,25 Euro je Aktie.

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