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Zink klettert auf Fünfjahreshoch

Montag, 07.11.2016 09:44 von GodmodeTrader

Stuttgart (GodmodeTrader.de) - Die erwartete Korrektur des Zinkpreises bleibt weiter aus. Ganz im Gegenteil: Die Notierungen erreichen ein neues Jahreshoch nach dem anderen. So sind die Preise seit Jahresbeginn um 55 Prozent gestiegen, wie Achim Wittmann, Investmentanalyst bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) im aktuellen „Commodities Weekly“ schreibt.

In der laufenden Woche habe die International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) ihre neue Prognose bezüglich der Angebots- und Nachfrageentwicklungen auf dem Zinkmarkt veröffentlicht. Darin habe das Institut seine bisherigen Erwartungen eines Angebotsdefizites von rund 350.000 Tonnen auf dem Zinkmarkt in diesem Jahr bestätigte. Darüber hinaus habe die ILZSG auch für das kommende Jahr eine das Angebot übertreffende Nachfrage in Höhe von 248.000 Tonnen prognostiziert. Die Schließung großer Minen sowie angekündigte Produktionskürzungen seien der Hintergrund für diese Entwicklungen. Insofern erscheine ein Preisanstieg durch die Fundamentaldaten grundsätzlich gerechtfertigt. Allerdings seien die Notierungen unserer Einschätzung nach den Fundamentaldaten etwas zu weit vorausgeeilt. Dafür dürften nicht zuletzt auch spekulative Käufer verantwortlich sein, die die Preise weiter nach oben trieben, heißt es weiter.

„Die LME-Bestände haben sich in den letzten Wochen seitwärts bewegt. Marktberichten zufolge existieren außerdem noch nennenswerte Vorräte außerhalb der LME-Lagerhäuser. Schließlich darf spekuliert werden, inwieweit der Minenkonzern Glencore angesichts der Preisentwicklung einen Teil seiner angekündigten bzw. realisierten Produktionskürzungen wieder zurücknimmt. Bislang hält sich Glencore diesbezüglich noch bedeckt. Insgesamt erwarten wir niedrigere Zinkpreise zum Jahresende“, so Wittmann.