Mittwoch, 30.11.2022 22:33 von dpa-AFX | Aufrufe: 525

WM 2022/ROUNDUP 2/Dramatischer Schluss: Messi und Lewandowski im Achtelfinale

Eine Tageszeitung (Symbolbild). pixabay.com

(neu: mehr Details und Hintergrund)

DOHA (dpa-AFX) - Lionel Messi winkte nach dem souveränen Einzug ins WM-Achtelfinale entspannt ins Publikum - und auch Robert Lewandowski hatte wenige Minuten nach einem mitreißenden Superstar-Gipfel sein Lachen wiedergefunden. Während Argentiniens Kapitän trotz eines Elfmeterfehlschusses beim 2:0 (0:0)-Sieg gegen Polen sicher das Achtelfinale erreichte, mussten Lewandowski & Co. nach dem Schlusspfiff noch zittern, ehe der erstmalige Einzug in die K.o.-Runde seit 36 Jahren feststand.

Der herausragende Messi scheiterte am Mittwoch in seinem WM-Rekordspiel zwar mit einem Foulelfmeter an Polens Torhüter Wojciech Szczesny (39. Minute). Doch Alexis Mac Allister (48.) und Julian Alvarez (68.) sorgten für den verdienten Sieg der Südamerikaner, die sich angeführt vom überragenden Messi zum ersten Mal bei dieser Fußball-Weltmeisterschaft wie ein Titelkandidat präsentierten. "Das ist ein wahnsinniger Moment für mich und das ganze Volk", sagte Alvarez.

Der als Tabellenführer in das Duell gestartete Lewandowski darf ebenfalls weiter auf WM-Ehren hoffen und ballte nach dem späten Treffer von Saudi-Arabien zum 1:2 gegen Mexiko die Faust. Bei Punktgleichheit mit den Lateinamerikanern sprach die bessere Tordifferenz für die Polen, die bei einem weiteren Treffer Mexikos ausgeschieden wären. So war die Niederlage vor 44 089 Zuschauern zu verschmerzen. "Das war schon nicht so schön. Aber am Ende haben wir es geschafft", räumte Szczesny ein.

Im Anschluss an eine respektvolle Umarmung vor dem Anpfiff entwickelte sich das Spiel, das für die beiden in ihrem Nationalteam typisch ist. Messi war praktisch überall, holte sich die Bälle im Mittelfeld, trickste, passte, schoss - doch im 22. WM-Spiel wollte ihm einfach kein Tor glücken. Immer wieder versuchte die polnische Defensive ihn mit mehreren Spielern zuzustellen; anders ist der Profi von Paris Saint-Germain auch mit schon 35 Jahren nicht zu stoppen.

Und Lewandowski? Der hielt sich meist abseits der vielen Action-Momente auf. Der Modellathlet, der sich mit seinem ersten WM-Tor beim 2:0 gegen Saudi-Arabien einen Kindheitstraum erfüllt hatte, lauerte auf seinen großen Augenblick im Gipfeltreffen. Wenn der Ball (Ball Aktie) mal zu ihm nach vorne kam, gingen die Albiceleste-Verteidiger Nicolás Otamendi und Cristian Romero rustikal gegen den früheren Bayern-Star zur Sache. Genervt wendete er sich nach Argentiniens Führungstreffer ab - den Jubel wollte er sich nicht mit ansehen und blickte auf Höhe des Mittelkreises auf den Boden. Am Ende konnte aber auch er wieder lachen./kun/DP/jha

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