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Warum Nestlé Vitamine statt Zuckerbomben will

Mittwoch, 17.01.2018 10:47 von WirtschaftsWoche

Nestlé-Chef Schneider treibt die Neuausrichtung des Konzerns mit Hochdruck voran. Fast im Wochentakt kaufen und verkaufen die Schweizer Marken und Unternehmen. Das Ziel: ein profitableres und gesünderes Sortiment.

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Nachdem der Nestlé-Konzern mit Sitz in Vevey in der Schweiz schon vor wenigen Tagen seine australische Schokoriegelmarke Violet Crumble an ein dortiges Familienunternehmen verkauft hatte, folgt nun das gesamte US-amerikanische Süßwarengeschäft. Gerechnet wurde damit schon seit mehreren Wochen - jetzt ist es amtlich: Die Geschäftsaktivitäten gehen für umgerechnet 2,4 Milliarden Euro an den italienischen Nutella-Hersteller Ferrero.

Der neue Nestlé-Chef Mark Schneider hatte das US-Süßwarengeschäft neben einigen anderen Aktivitäten ins Schaufenster gestellt. Der Nahrungsmittelkonzern will unter der Führung des seit Anfang vergangenen Jahres amtierenden Konzernchefs deutlich profitabler werden und gesündere Produkte anbieten. Vom Umsatz sollen bis 2020 zwischen 17,5 und 18,5 Prozent als operativer Gewinn übrig bleiben. 2016 betrug diese operative Ergebnismarge 16 Prozent.

Der frühere Fresenius-Lenker will das Wachstum beschleunigen und setzt dabei vor allem auf das vielversprechende Gesundheitsgeschäft. Schokoriegel und Eiscreme passen nicht mehr zu dieser Strategie. Aber Vitamine: Im Dezember schluckte Nestlé für 2,3 Milliarden Dollar (Dollarkurs) den kanadischen Vitaminhersteller Atrium Innovations.

Nestlé erhofft sich von dem Kauf des Vitamin-Herstellers weitere Wachstumsmöglichkeiten im Bereich Consumer Healthcare. Atrium vertreibt Nahrungsergänzungsmittel wie Multivitaminpräparate, Proteinnahrung oder Mahlzeitenersatz. Die wichtigste Atrium-Marke „Garden of Life“ sei Marktführer im Bereich natürliche Nahrungsergänzungsmittel in den USA. Atrium dürfte Nestlé zufolge dieses Jahr nahezu 700 Millionen Dollar Umsatz erwirtschaften.

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