Warum Mittelständler nicht an die Börse wollen

Samstag, 11.08.2018 17:00 von WirtschaftsWoche

Die Börse als Königsweg zu Wachstum und Beschäftigung? Der deutsche Mittelstand ist skeptisch, wenn es um den Gangs aufs Parkett geht. Das hat viele Gründe.

Für den Gang aufs Parkett wäre das Unternehmen groß genug: 12.300 Beschäftigte, gut zwei Milliarden Euro Umsatz. Doch Arndt G. Kirchhoff winkt ab. „Das kurzfristige Gewinndenken der Börse und unser Bestreben, langfristig zu wachsen – das passt einfach nicht zusammen.“ Der 63-Jährige ist einer von drei Gesellschaftern des Automobilzulieferers aus Iserlohn. Er führt das Unternehmen in vierter Generation. Geht es nach seinem Willen, soll die Kirchhoff-Gruppe auch künftig in Familienhand bleiben.In Hamburg bekommt Reinhold von Eben-Worlée ständig Schreiben von Beratern, die ihm empfehlen, seine Anteile zu verkaufen. Solche Angebote liest der geschäftsführende Gesellschafter der Chemiefirma Worlée schon gar nicht mehr. Ein Börsengang? Für ihn keine Option. Ständig detaillierte Bilanzen zu veröffentlichen, das will von Eben-Worlée vermeiden. „Die Konkurrenz bekommt sonst doch viel zu detaillierte Einblicke in unser Geschäft“, sagt der 61-Jährige.Ob Kirchhoff im Sauerland oder von Eben-Worlée in der Hansestadt, ob langfristiger Unternehmergeist oder die Sorge vor Berichtspflichten: Beide sehen keinen Grund, ihr Unternehmen an die Börse zu bringen. Das ist typisch für den deutschen Mittelstand – der Gang aufs Parkett kommt nur für die Wenigsten infrage.Einst war der Gang an die Börse der Königsweg

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