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US-Zulassung beflügelt deutsches Biotech-Start-up

Mittwoch, 04.04.2018 13:32 von Handelsblatt

Das deutsche Start-up hat einen Schnelltest für Lungenentzündungen entwickelt. Nun kann Curetis endlich die US-Expansion starten.

Die Behandlung schwerer bakterieller Infektionen, etwa gefährlichen Lungenentzündungen, liegt vielfach noch im Argen. Etwa ein Drittel der Patienten, so gängige Schätzungen, werden mangels schneller und präziser Diagnostik zunächst falsch behandelt: Weil es zu lange dauert, die Krankheitserreger genau zu identifizieren, erhalten sie zu viel, zu wenig oder die falschen Antibiotika.

Diese Lücke will das junge deutsche Biotechunternehmen Curetis mit seinem „Unyvero“-System zur schnelleren Infektionsdiagnostik ein Stück weit schließen. Für diese in Europa bereits vermarktete Plattform hat das Unternehmen nun auch die Zulassung durch die US-Arzneimittelbehörde FDA erhalten.

Für das kleine Biotechunternehmen ist das ein extrem wichtiger Erfolg, den die Börse am Mittwochmorgen mit einem Kurssprung von mehr als zehn Prozent honorierte. Curetis wurde 2007 von früheren Diagnostik-Experten des Philips-Konzerns gegründet, hat seinen Hauptsitz in Holzgerlingen bei Stuttgart und ist seit 2015 an der Euronext in Amsterdam notiert. Dort wird die Firma derzeit mit knapp 100 Millionen Euro bewertet.

Auf den Markteintritt in den USA hat das schwäbische Start-up seit gut drei Jahren hingearbeitet und dafür bereits eine Außendienstmannschaft mit rund zwei Dutzend Mitarbeitern in San Diego aufgebaut. „Unser Ziel ist es, im ersten Jahr etwa 60 bis 80 Unyvero-Systeme in US-Kliniken zu platzieren“, sagt Curetis-Chef Oliver Schacht.

Bei den Unyvero-Analysern handelt es sich kühlschrankgroße Geräte, in denen Testkartuschen mit den eigentlichen Diagnose-Reagenzien eingesetzt werden. Wie in der Diagnostik-Branche üblich, will auch Curetis das Geschäft dabei vor allem mit dem Vertrieb dieser Kartuschen machen.

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