US-Pharmakonzern Johnson & Johnson wird erneut optimistischer

Dienstag, 15.10.2019 14:22 von dpa-AFX - Aufrufe: 532

Eine Labormitarbeiterin bei der Untersuchung einer Probe. (Symbolbild)
Eine Labormitarbeiterin bei der Untersuchung einer Probe. (Symbolbild)
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NEW BRUNSWICK (dpa-AFX) - Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson wird erneut optimistischer für das laufende Geschäftsjahr. Der Konzern erwartet nun ein portfoliobereinigtes Umsatzplus 4,5 bis 5,0 Prozent nachdem er zuvor 3,2 bis 3,7 Prozent auf dem Zettel hatte. Auch der Gewinn pro Aktie soll noch mehr steigen, wie das Unternehmen am Dienstag in New Brunswick mitteilte. Anstatt 8,53 bis 8,63 US-Dollar (7,73 Euro bis 7,86 Euro) je Aktie liegen die Erwartungen für das bereinigte Ergebnis jetzt bei 8,62 bis 8,67 US-Dollar je Aktie.

Im angelaufenen dritten Quartal legte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,9 Prozent auf 20,7 Milliarden Dollar (Dollarkurs) zu. Um Wechselkurseffekte bereinigt sowie Zu- und Verkäufe ausgeklammert war das Wachstum noch höher. Das Nettoergebnis stieg um rund 23 Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar. Die Aktie des Pharmakonzern stieg vorbörslich um mehr als 2 Prozent. Wegen unterschiedlicher Rechtsstreitigkeiten war das Papier zuletzt unter Druck geraten.

Das Unternehmen habe im dritten Quartal vor allem von den beiden Sparten Pharma und Medizintechnik profitiert, erklärte Konzern-Chef Alex Gorsky. Dabei steuerten auch Zuwächse beim Schuppenflechte-Mittel Stelara oder dem Krebsmedikament Darzalex einen Teil dazu bei.

Der Konzern hatte seine Prognose bereits zur Jahreshälfte angehoben, obwohl das Unternehmen in diesem Jahr mit mehreren Rechtsstreitigkeiten zu kämpfen hat. Anfang Oktober wurde bekannt, dass Johnson & Johnson einen wichtigen US-Prozess um süchtig machende Schmerzmittel durch einen Vergleich abwenden konnte.

In einem Verfahren um Nebenwirkungen eines Antipsychotikums sprach eine Geschworenenjury zuletzt allerdings einem Kläger Schadenersatz in Höhe von 8 Milliarden Dollar zu. In den USA ist es jedoch durchaus üblich, dass solch hohe Schadenersatzurteile in höheren Instanzen revidiert oder stark reduziert werden oder es zu einem Vergleich zwischen den Streitparteien kommt./knd/men/mis


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