US-Anleihen weiter im Höhenflug - Inverse Zinskurve liefert Rezessionssignale

Mittwoch, 14.08.2019 21:23 von dpa-AFX

Wertpapierkurse in einer Zeitung (Symbolbild).
Wertpapierkurse in einer Zeitung (Symbolbild).
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NEW YORK (dpa-AFX) - Anleger sind am Mittwoch in einem von Konjunkturangst geprägten Umfeld in den sicheren Hafen der US-Anleihemärkte geflüchtet. Am Mittwoch ging es dort mit den Kursen deutlich nach oben, während die Renditen zum Handelsauftakt in Richtung erneuter Tiefststände rutschten. Bei einer Laufzeit von 30 Jahren erreichte die Rendite zeitweise ein Rekordtief bei 2,016 Prozent. Zuletzt aufgekeimte Hoffnung im Handelsstreit zwischen den USA und China zeigte keine Wirkung mehr.

Inmitten seiner Rally lieferte der US-Anleihemarkt zur Wochenmitte Rezessionssignale. Zeitweise wurde die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen mit 1,57 Prozent tiefer gehandelt als die Rendite zweijähriger Papiere mit 1,59 Prozent. Eine Konstellation mit niedrigeren Langfrist- als Kurzfristzinsen bezeichnen Fachleute als inverse Zinskurve, weil die Zinsen normalerweise mit der Wertpapierlaufzeit ansteigen und nicht fallen. Eine inverse Zinskurve gilt als Ausdruck extrem pessimistischer Wachstumserwartungen.

Zweijährige Anleihen stiegen zuletzt um 5/32 Punkte auf 100 10/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,59 Prozent. Fünfjährige Anleihen gewannen 12/32 Punkte auf 101 5/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,50 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen stiegen um 31/32 Punkte auf 100 8/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,60 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren legten um 2 27/32 Punkte auf 104 24/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 2,04 Prozent./tih/he

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