Überweisen ohne IBAN

Donnerstag, 03.09.2015 23:20 von Handelsblatt - Aufrufe: 2371

Mobile Payment kommt nach Deutschland: Sparkassen und Volksbanken entwickeln Handy-an-Handy-Zahlungen – ganz ohne die 22-stellige Kontonummer. In den USA werden so schon Transaktionen im Milliardenbereich abgewickelt.

Die Sparkassen können auch schnell. Zuletzt musste Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), Schelte einstecken, weil das öffentliche Lager den Starttermin für das bankübergreifende Onlinezahlverfahren Paydirekt reißt. Nun kündigte Fahrenschon an, dass die Roten Handy-an-Handy-Zahlungen unter dem Namen „giro4friends“ testen. Das Angebot kommt etwa für Freunde infrage, die sich eine Restaurantrechnung oder ein Geschenk teilen wollen, und wird im Ausland bereits eifrig genutzt.

In Sparkassenkreisen ist zu hören, dass „giro4friends“ schon im kommenden Jahr in die Sparkassen-App eingebaut werden soll. Außerdem liefen momentan Abstimmungsgespräche mit den Genossenschaftsbanken und deren IT-Dienstleistern. Ziel sei eine Kooperation, um die Reichweite zu erhöhen. Kunden beider Institutsgruppen sollen sich dann auch untereinander Geld schicken können.

Das ist machbar, da die Genossenschaftsbanken ebenfalls Verfahren für Überweisungen an Smartphones entwickelt haben. Es gebe die Vorstellung, zu schauen, ob diese mit denen der Sparkassen „interoperabel“ seien, sagte ein Sprecher des Bundesverbands der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR).

Boombereich im Zahlungsverkehr

Die Initiative kommt zur rechten Zeit. Während die Geldhäuser im Internethandel den US-Dienst Paypal (PayPal Aktie) über zehn Jahre gewähren ließen, bevor sie jetzt mit Paydirekt zum Gegenangriff blasen, stecken die sogenannten „Peer to Peer“-Zahlungen (P2P) in Deutschland noch in den Kinderschuhen.

Hierbei werden Überweisungen per Smartphone getätigt, ohne die ellenlangen IBAN-Kontonummern einzugeben. Stattdessen genügt die E-Mail-Adresse des Empfängers. Technisch sei dies keine Raketenwissenschaft, meint Bernd Richter von der IT-Beratung Capco. Es müsse nur die E-Mail-Adresse in einer Datenbank mit der Bankverbindung verknüpft werden. Die Sparkassen planen, dass Zahlungen unter 30 Euro noch nicht einmal über eine TAN-Nummer autorisiert werden müssen.

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