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Tesa profitiert von Geschäften in Asien - neuer Standort in China

Montag, 25.03.2019 15:06 von dpa-AFX

Strommast aus Froschperspektive (Symbolbild).
Strommast aus Froschperspektive (Symbolbild).
pixabay.com

NORDERSTEDT (dpa-AFX) - Der Klebstoffhersteller Tesa profitiert von guten Geschäften in Fernost. Jüngst habe sich vor allem das Projektgeschäft mit der Elektronikindustrie in Asien dynamisch entwickelt, sagte Vorstandschef Robert Gereke am Montag in Norderstedt.

Das Unternehmen am Stadtrand von Hamburg baut wegen der wachsenden Bedeutung des chinesischen Marktes für 30 Millionen Euro einen Standort in Suzhou. Geplant sei eine Reinraum-Produktionseinheit, um zusätzliche Kapazitäten zur Herstellung von Spezialklebebändern für elektronische Endgeräte zu schaffen. Zudem werde die Forschung und Entwicklung erweitert. "Wir stärken unsere Wettbewerbsfähigkeit, indem wir angesichts eines sich dynamisch verändernden Marktumfeldes weiter in Innovation sowie den Ausbau unserer Präsenz in Wachstumsregionen und digitalen Märkten investieren", sagte Gereke.

Tesa ist bekannt für Büro- und Heimwerkerprodukte wie Tesafilm oder Tesakrepp, doch die Tochterfirma des Beiersdorf (Beiersdorf Aktie) -Konzerns beliefert in erster Linie die Auto- und Elektroindustrie. Die direkten Industrieumsätze mit 7000 Produkten tragen rund 60 Prozent zum Gesamtgeschäft bei. Zu den erfolgreichsten Produkten zählen Verklebungen von Akkus in Mobiltelefonen, die sich wieder ablösen lassen, oder doppelseitig klebende Acrylatschäume für die Montage von Displays auf Smartphones und Tablets. Die rund 300 Produkte für Büro, Haushalt und Handwerk machen nur knapp ein Viertel des Umsatzes aus.

Im vergangenen Jahr stieg der Tesa-Umsatz um 6,8 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn (Ebit) erreichte 210 Millionen Euro, das entspricht einer Umsatzrendite von 15,7 Prozent. Im Vorjahr war allerdings mehr vom Umsatz als Betriebsgewinn hängen geblieben. Die größten Zuwächse verzeichnete Tesa in der Region Asien. In dem Bereich stieg der Umsatz um mehr als 12 Prozent binnen Jahresfrist./egi/DP/jha