Studie: Corona-Pandemie beschleunigt Impf- und Wirkstoffforschung

Montag, 15.06.2020 11:35 von dpa-AFX - Aufrufe: 386

Coronavirus
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STUTTGART (dpa-AFX) - Auf der Suche nach einem Impfstoff oder einer wirksamen Therapie gegen die neuartige Lungenkrankheit Covid-19 liefern sich Pharmaunternehmen weltweit einen Wettlauf. Laut einer Untersuchung der Beratungsgesellschaft EY hat die Branche innerhalb kürzester Zeit bis Anfang Juni 161 Impfstoff-Kandidaten sowie 242 therapeutische Test-Wirkstoffe hervorgebracht. Darüber hinaus wurden weltweit mehr als 700 Corona-Tests entwickelt oder bereits auf den Markt gebracht, wie EY am Montag in Stuttgart mitteilte. Diese Zahlen änderten sich fast täglich. Nach Einschätzung der Studienautoren hat aber nur ein Bruchteil der Produktkandidaten tatsächlich eine Chance, auf den Markt zu kommen.

97 Prozent der derzeit erprobten Impfstoffe dürften nicht das Licht der Welt erblicken, sagte Biotech- und Transaktionsexperte Alexander Nuyken von EY. "Unter den Therapeutika bleiben am Ende drei bis vier Präparate übrig, die angewendet werden." Bei der Suche werde deshalb viel Geld vergeblich investiert, denn es gebe "keine Garantie für einen sicheren und wirksamen Impf- beziehungsweise Wirkstoff".

Dem Sieger in diesem Wettrennen winken nach Einschätzung vieler Branchenkenner indes Milliardengewinne. Dies sieht auch Biotech- und Transaktionsexperte Nuyken ähnlich: Für ein Unternehmen, das am Ende einen Impfstoff habe, würde dies zum "Gamechanger", also zur bahnbrechenden Änderung der Spielregeln, betonte er.

An den langfristigen Forschungsplänen der großen Konzerne abseits von Corona dürfte sich laut dem EY-Experten Siegfried Bialojan derweil nichts ändern, wenngleich derzeit die Themen Infektionen und Antibiotika-Resistenzen stärker in den Fokus rückten.

Allerdings wirke sich die Pandemie bereits auf das Übernahme- und Fusionsgeschehen in der Branche aus, erklärte Nuyken weiter. Viele Deals würden ausgesetzt, denn im Moment herrsche auf Seiten von Käufern und Verkäufern zu viel Unsicherheit und dadurch auch Uneinigkeit über den Preis. "Die Konzerne warten derzeit eher ab, wie es nach der Sommerpause aussieht."/tav/mis/stk


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