Streit um Erdgas: Athen droht libyschen Botschafter auszuweisen

Montag, 02.12.2019 09:30 von dpa-AFX - Aufrufe: 204

Ein Zug, der Petroleum transportiert. (Symbolbild)
Ein Zug, der Petroleum transportiert. (Symbolbild)
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ATHEN (dpa-AFX) - Der Streit um Erdgasvorkommen im Mittelmeer nimmt immer größere Dimensionen an. Griechenland hat dem libyschen Botschafter wenige Tage Zeit gegeben, Details eines vergangene Woche von Tripolis und Ankara unterzeichneten Abkommens über Seegrenzen im Mittelmeer zu präsentieren. "Falls er (der Botschafter Libyens in Athen) uns das Abkommen nicht bringt, werden wir ihn am Freitag zur unerwünschten Person erklären und er wird dann gehen", sagte Außenminister Nikos Dendias dem griechischen Nachrichtensender Skai am Montag.

Ankara und die libysche Regierung in Tripolis hatten ein Abkommen zur Sicherheit, militärischen Zusammenarbeit und Abgrenzung der Einflussbereiche auf See unterzeichnet. Die Übereinkunft solle türkische Rechte im östlichen Teil des Mittelmeeres schützen und dafür sorgen, dass sein Land einen fairen Anteil der dortigen Ressourcen erhalte, hatte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu gesagt.

Athen hatte daraufhin diese Übereinkunft für ungültig bezeichnet. Die Türkei habe nach internationalem Seerecht gar keine Seegrenzen mit Libyen. Ankara und Tripolis verletzten zudem den griechischen Festlandsockel südlich der Insel Kreta. Nach türkischer Auffassung hat Kreta außer Hoheitsgewässern keinen Festlandsockel. Südlich dieser griechischen Insel werden reiche Erdgasvorkommen vermutet./tt/DP/jha


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