RWE erwartet Milliardenentschädigungen für Braunkohle-Aus

Donnerstag, 14.03.2019 10:48 von dpa-AFX - Aufrufe: 927

Stromleitung über einem Rapsfeld (Symbolbild).
Stromleitung über einem Rapsfeld (Symbolbild).
pixabay.com

ESSEN (dpa-AFX) - RWE -Chef Rolf Martin Schmitz erwartet Milliardenentschädigungen für die vorzeitige Abschaltung von Braunkohlekraftwerken. Pro Gigawatt abgeschaltete Leistung müssten die Entschädigungen bei 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro liegen, sagte Schmitz am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz des Energiekonzerns in Essen.

Die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission hat vorgeschlagen, bis 2022 rund 3 Gigawatt Braunkohlekapazität zusätzlich vom Netz zu nehmen. RWE geht davon aus, dass der Großteil der Abschaltungen auf das Rheinische Revier entfällt, wo der Essener Konzern die Kraftwerke und Tagebaue betreibt. "RWE kann und wird aber nicht alles alleine stemmen könne", fügte Schmitz hinzu.

Im Vergleich zur Ökostromförderung seien Entschädigungen für abgeschaltete Kraftwerke aber überschaubar, sagte Schmitz. "Ein kompletter Kohleausstieg wird wahrscheinlich nicht mehr kosten als ein halbes Jahr staatliche Förderung der erneuerbaren Energien."

Gespräche mit der Bundesregierung zur Umsetzung der Beschlüsse der Kohlekonferenz hätten gerade erst begonnen, sagte Schmitz. Der Prozess werde sicherlich Monate dauern./hff/DP/jha


Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Kurse

  
27,63
+1,25%
RWE St Realtime-Chart