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Russland-Deal kommt Media Markt teuer zu stehen

Dienstag, 19.06.2018 15:14 von Handelsblatt

Der Elektronikhändler will sein Russlandgeschäft loswerden und beteiligt sich an einem Konkurrenten. Das Geschäft wirft viele Fragen auf.

Der Elektronikhändler Ceconomy hat am Dienstag bestätigt, dass die Gespräche über eine Abgabe des Geschäfts in Russland mittlerweile sehr weit fortgeschritten sind. Zugleich teilte das Unternehmen mit, dass es eine Erhöhung des Grundkapitals von bis zu zehn Prozent plant, um die finanziellen Folgen dieses Deals abzufedern.

Damit zeichnet sich immer deutlicher ab, dass Ceconomy für die Abgabe ihres defizitären Russlandgeschäfts mit den 57 „Media Markt“-Filialen an die russische Safmar-Gruppe sogar noch Geld drauflegt. Denn für den geplanten Kaufpreis von 258 Millionen Euro bekommt Ceconomy zwar einen 15-Prozent-Anteil an der Safmar-Tochter M.Video. Doch dieser ist, nimmt man den aktuellen Börsenkurs als Grundlage, nur umgerechnet rund 150 Millionen Euro wert. Deswegen erwartet Ceconomy, dass die Transaktion zu einer einmaligen Verringerung ihres Ergebnisses in „niedriger dreistelliger Millionenhöhe“ führt.

Wie konkret diese Belastung einzuschätzen ist, zeigt, dass Ceconomy bereits über eine Kapitalerhöhung nachdenkt. Die angedachte Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von zehn Prozent könnte bis zu 83 Millionen Euro an frischem Kapital bringen. Ein möglicher Termin dafür wurde noch nicht genannt.

Woher dieses Kapital kommen soll, ist auch noch nicht klar. Denn die Erhöhung würde „unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre durchgeführt werden“, wie das Unternehmen bekannt gab. Das heißt, sie könnte kurzfristig bei Investoren platziert werden. Der Aktienkurs brach nach dieser Mitteilung um bis zu 12 Prozent ein.

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