Mittwoch, 25.01.2023 06:35 von dpa-AFX | Aufrufe: 173

ROUNDUP: Warnstreik am Hauptstadtflughafen - Keine Passagierflüge am Mittwoch

Teilnehmer eines Verdi-Warnstreiks. © SilviaJansen / iStock Unreleased / Getty Images Plus / Getty Images http://www.gettyimages.de

BERLIN (dpa-AFX) - Mit einem folgenreichen Warnstreik erhöht die Gewerkschaft Verdi bei Tarifverhandlungen für 6000 Beschäftigte am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) den Druck auf die Arbeitgeberseite. Dadurch kann am Mittwoch kein Passagierverkehr am BER abgewickelt werden. Ursprünglich geplant waren 300 Flugbewegungen mit etwa 35 000 Passagieren. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen, einige auf Donnerstag verschoben. Je nach Airline erhielten die Kunden die Möglichkeit, ihre Reisen umzubuchen oder alternativ auf die Bahn umzusteigen. Einige wenige Flüge weichen nach Dresden und Leipzig/Halle aus.

Die Streikenden

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Flughafengesellschaft, der Luftsicherheit und der Bodenverkehrsdienste aufgerufen, zwischen 3.30 Uhr und 23.59 Uhr die Arbeit niederzulegen. Davon betroffen sind zentrale Arbeitsbereiche für einen regulären Flugbetrieb, etwa die Flughafenfeuerwehr, der Check-in, die Gepäckabfertigung oder die Betankung der Flugzeuge.

Der Erfolg des Warnstreiks wurde bereits kurz nach der Ankündigung am Montag deutlich: Nur eine Stunde nach der Pressemitteilung von Verdi deutete der Flughafen bereits an, dass am Mittwoch wohl kein Passagierflug am BER stattfinden kann.

Die Gewerkschaft hat die Streikenden aufgerufen, am Mittwoch ab 8.00 Uhr zum Willy-Brandt-Platz vor dem Terminalgebäude zu kommen. Ab 10.00 Uhr soll dort eine Kundgebung abgehalten werden. Verdi rechnet mit bis zu 1500 Teilnehmenden. Man werde in einem Demo-Zug auch Richtung Terminal gehen, sagte Enrico Rümker von Verdi.

Wie es danach weitergeht

Die nächsten Verhandlungsrunden folgen am 30. Januar (Bodenverkehrsdienste) und 8. Februar (Flughafengesellschaft).

Was die Warnstreiks für den Ferien-Reiseverkehr bedeuten

Rümker betonte, dass der Zeitpunkt für den aktuellen Warnstreik behutsam ausgewählt worden sei. "Wir können schon sagen: In den Winterferien von Berlin und Brandenburg (30. Januar bis 3. Februar) wird es keinen weiteren Streik geben", sagte Rümker der dpa. Mittwoch sei zudem nicht der verkehrsreichste Tag der Woche. Die drei Tarifverhandlungen wurden Rümker zufolge bewusst zu einer Arbeitsniederlegung zusammengelegt, um nicht einen Warnstreik an den nächsten zu hängen.

Der Verband der deutschen Verkehrsflughäfen kritisierte die Arbeitsniederlegung dagegen scharf. "Die Dauer, Umfang und Intensität des Warnstreiks sind vollkommen überzogen. Dies überschreitet die Grenzen eines sogenannten Warnstreiks deutlich", sagte Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel./nif/DP/zb

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