ROUNDUP/Schleppende Geschäfte: Schuhhändler müssen Rotstift zücken

Dienstag, 26.02.2013 16:05 von dpa-AFX - Aufrufe: 132

Ballerinas in einem Regal. (Symbolbild)
Ballerinas in einem Regal. (Symbolbild)
© pixabay.com/CC0 www.pixabay.com

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Schleppende Geschäfte mit neuen Tretern: Nur etwa jeder fünfte deutsche Schuhhändler rechnet nach einer am Dienstag vorgelegten Analyse des Bundesverbands des deutschen Schuheinzelhandels (BDSE) im laufenden Jahr mit steigenden Umsätzen. Um die Kauflust anzukurbeln, musste bereits im vergangenen Jahr fast jeder zweite Händler (43,3 Prozent) nach eigenen Angaben verstärkt den Rotstift zücken und Preise reduzieren. Durch den anhaltend harten Wettbewerb in der Branche können Verbraucher nach Einschätzung von Experten in diesem Jahr auf weitgehend stabile Schuhpreise hoffen.

Mit neuen Trends will die Branche die Geschäfte auch in der nun anlaufenden Herbst- und Wintersaison 2013/2014 wieder ankurbeln. Vorgestellt werden die neuen Modelle bei der Schuhmesse GDS, zu der rund 840 Aussteller vom 13. bis 15. März in Düsseldorf erwartet werden. Die neue Trendfarbe Schwarz dürften allerdings auch wenig modemutige Schuhmuffel bereits im Schrank haben. Trendexpertin Claudia Schulz vom Deutschen Schuhinstitut (DSI) riet bei der Vorstellung der Messeneuheiten am Dienstag allerdings zu "mörderischen High Heels" und "waffenscheinpflichtig" zugespitzten Modellen.

Spitze Schuhe sollen künftig sogar die Füße von männlichen Geschäftsleuten zieren. "Mit schwarzen Schuhen kann man nicht viel falsch machen", versuchte die Expertin eventuelle Bedenken zu zerstreuen. Erwartet wird allerdings auch ein Trend zu Bequemschuhen.

Vor allem die große Zahl der kleinen Schuhfachgeschäfte in Deutschland müssen derzeit auf bessere Zeiten hoffen. Während die Umsätze der Schuhhandelsbranche im vergangenen Jahr bei rund acht Milliarden Euro weitgehend stabil blieben, mussten vor allem die kleinen Händler nach Angaben des Verbands Einbußen hinnehmen. Im vergangenen Jahr hätten vier von zehn Schuhhändlern (41 Prozent) über Umsatzrückgänge geklagt. Bei 43 Prozent der befragten Schuhfachhändler sei die Zahl der Kunden rückläufig gewesen.

Zu den Gewinnern zählten dagegen die Anbieter von Schuhen im Internet. Bereits mehr als jeder zehnte Schuh (11 Prozent) wird nach den Ergebnissen einer Analyse des Forschungsinstituts Infratest ganz ohne Anprobe per Mausklick im Internet bestellt. Das Problem vieler Schuhhändler: Mehr als vier von fünf (82,3 Prozent) haben keinen eigenen Online-Vertrieb./uta/DP/edh


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