Donnerstag, 24.11.2022 17:06 von dpa-AFX | Aufrufe: 558

ROUNDUP: Polnische Regierung lässt Lambrecht bei Flugabwehr auflaufen

Die Flagge Polens. pixabay.com

BERLIN/WARSCHAU(dpa-AFX) - Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat distanziert auf den Vorschlag der polnischen Regierung reagiert, von Deutschland angebotene Patriot-Flugabwehrsysteme besser in der Ukraine aufzustellen. Die Patriots seien Bestandteil der integrierten Luftverteidigung der Nato und für Nato-Gebiet vorgesehen, sagte die SPD-Politikerin dazu am Donnerstag in Berlin. "Und wenn die außerhalb des Nato-Gebietes eingesetzt werden, dann muss das vorher mit der Nato und mit den Alliierten besprochen werden", sagte sie nach einem Gespräch mit ihrem estnischen Amtskollegen Hanno Pevkur. Deutschland habe Polen in der besonderen Situation und der exponierten Lage des Landes Unterstützung angeboten, sagte die Ministerin.

Lambrecht verwies auf die beiden Toten bei einem Raketeneinschlag im polnischen Grenzgebiet zur Ukraine in der vergangenen Woche. Derzeit geht der Westen davon aus, dass es eine ukrainische Flugabwehrrakete war, die zur Verteidigung gegen Angriffe des russischen Militärs eingesetzt wurde, aber das Dorf Przewodow traf. Lambrecht hatte gesagt, als Konsequenz aus diesem Ereignis müsse man sich im Bündnis bei der Luftverteidigung besser aufstellen. Ihr Angebot, Polen mit Patriot-Raketen zu unterstützen, hatte sie am Wochenende in einem Interview öffentlich gemacht. Zu diesem Zeitpunkt gab es aber noch keine verbindlichen Abstimmungen mit den Polen.

Die Volte von Polens nationalkonservativer PiS-Regierung kam nun plötzlich und unerwartet. Noch am Montag hatte Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak Lambrechts Angebot begrüßt. Doch am Mittwochabend regte er plötzlich die Verlegung der Patriot-Flugabwehrsysteme in die Ukraine an. "Dies würde es ermöglichen, die Ukraine vor weiteren Opfern und Stromausfällen zu bewahren und die Sicherheit an unserer Ostgrenze zu erhöhen", schrieb Blaszczak auf Twitter.

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