Samstag, 14.05.2022 20:05 von dpa-AFX | Aufrufe: 464

ROUNDUP: Parteien kämpfen vor NRW-Wahl um jede Stimme - Störer bei FDP-Finale

Luftballons mit FDP-Logo. pixabay.com

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Einen Tag vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen haben die Spitzenkandidaten und Bundesprominenz noch einmal final um Wählerstimmen geworben. Beim offiziellen Wahlkampfabschluss der FDP am Samstag in Düsseldorf stand der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine im Mittelpunkt. Einige Dutzend Protestierende versuchten Bundesparteichef Christian Lindner mit Rufen wie "Kriegstreiber" und "Lügner" aus dem Konzept zu bringen. Dieser verteidigte die militärische und finanzielle Unterstützung Deutschlands für die Ukraine.

Den Störern hielt der Bundesfinanzminister entgegen: "Wenn Ihr glaubt, dass Ihr mich aus der Ruhe bringen könnt, habt Ihr Euch getäuscht." Beim offiziellen Wahlkampffinale seiner Partei musste er dennoch seine Stimme arg anheben. Die besondere Lage nach der russischen Invasion habe eine Zeitenwende gebracht und erfordere in Deutschland neue Schulden. Das 100 Milliarden Euro schwere Sondervermögen brauche man, "um 16 Jahre Vernachlässigung der Bundeswehr zu stoppen." Aber: "Damit ist keine Militarisierung der deutschen Außenpolitik gemeint."

Deutschland stehe an der Seite der Ukraine, die europäische Freiheitswerte verteidige, sagte Lindner. An die Störergruppe gewandt, rief er unter großem Beifall der Zuhörer: "Die tapferen Ukrainerinnen und Ukrainer verteidigen sogar die Freiheit von denen da, die sie mit Füßen treten."

Die Co-Vorsitzende der Grünen, Ricarda Lang, zeigte sich ebenfalls zuversichtlich: "Man merkt, dass bei vielen Leuten eine Wechselstimmung da ist. Wir schauen optimistisch auf den Tag morgen", sagte sie im WDR. Zuvor hatte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck bei Kundgebungen in Düsseldorf und Köln der Grünen-Spitzenkandidatin Mona Neubaur am Freitag den Rücken gestärkt.

Wüst hatte am Freitag Unterstützung von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) erhalten, der vor einer Woche mit großem Abstand die dortige Landtagswahl gewonnen hatte. Für die SPD hatte sich Bundeskanzler Olaf Scholz in Köln Seite an Seite mit Kutschaty um die Gunst der Wähler bemüht. Rund 13 Millionen Bürger sind wahlberechtigt in NRW. Der Ausgang am Sonntag gilt als völlig offen, mehrere künftige Koalitionen sind denkbar bei der auch als "kleine Bundestagswahl" bezeichneten Abstimmung, die große bundespolitische Bedeutung hat.

Lindner betonte, Schwarz-Gelb habe in NRW viel erreicht, aber auch noch viel vor. "Nordrhein-Westfalen muss weiter aus der Mitte regiert werden." Störer-Rufe "Aufhören, Aufhören" konterte der Parteichef: "Jetzt hänge ich noch ne halbe Stunde dran"./wa/DP/zb

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