ROUNDUP/Kreise: Deutsche Börse schielt ebenfalls auf spanische Börse BME

Dienstag, 19.11.2019 11:58 von dpa-AFX - Aufrufe: 434

Die Skyline von Frankfurt am Main.
Die Skyline von Frankfurt am Main.
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Interesse am spanischen Börsenbetreiber Bolsas y Mercados Espanoles (BME) steigt weiter: Kreisen zufolge könnte sich auch die Deutsche Börse am Rennen um BME beteiligen. Nachdem die Spanier am Montag ein Kaufangebot vom Schweizer Börsenbetreiber Six erhalten hatten und gleichzeitig in Gesprächen mit der "Mehrländerbörse" Euronext stehen, würden die Frankfurter nun ebenfalls eine Offerte in Erwägung ziehen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person.

Die Überlegungen stünden jedoch noch ganz am Anfang. Zuerst hatte die spanische Zeitung "La Informacion" über ein mögliches Angebot der Frankfurter berichtet. Ein Sprecher der Deutschen Börse wollte sich auf Anfrage der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX zu den Gerüchten nicht äußern.

Die im Dax gelistete Aktie der Frankfurter legte am Dienstag leicht um 0,98 Prozent zu, befand sich damit aber auf den hinteren Rängen im Leitindex. Der Kurs der BME-Papiere war am Montag nach dem Angebot des Schweizer Konkurrenten um fast 40 Prozent auf mehr als 35 Euro und damit auf den höchsten Stand seit rund vier Jahren nach oben geschnellt. Am Dienstag baute die Aktie ihre Gewinne etwas aus und legte noch mal um knapp ein Prozent zu.

In Europa wird der Markt von der London Stock Exchange und der Deutschen Börse dominiert. Grundsätzlich gibt es in der Branche derzeit aber eine Konsolidierungswelle. Börsenbetreiber wollen so unter anderem durch Größeneffekte die immer geringer werdenden Margen kompensieren.

Entsprechend ist auch die Deutsche Börse an Übernahmen interessiert - fokussiert sich dabei laut früheren Angaben aber nicht unbedingt auf Betreiber, die vor allem auf Aktienmärkte spezialisiert sind, sondern auf Handelsplattformen für Devisen und Rohstoffe. Hier hatte es zuletzt einen Rückschlag gegeben, da die Refinitiv-Tochter FXall nicht zu haben war. Grundsätzlich auszuschließen sei eine Offerte für die BME dennoch nicht, erklärte ein Händler.

Der Schweizer Konkurrent Six hatte am Montag bereits ein konkretes Angebot für BME in Höhe von insgesamt 2,84 Milliarden Euro vorgelegt. Der in bar gebotene Preis pro Aktie liegt damit bei 34 Euro. Die Schweizer wollen mit der Übernahme zum drittgrößten Börsenbetreiber Europas aufsteigen. BME reagierte positiv auf die Offerte und hält den Preis für angemessen./knd/kro/mis/men


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