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ROUNDUP: Intershop bleibt 2018 in roten Zahlen

Dienstag, 30.10.2018 16:07 von dpa-AFX

Der Intershop-Tower in Jena.
Der Intershop-Tower in Jena.
© pixabay.com/CC0 www.pixabay.com

JENA (dpa-AFX) - Die Umstellung des Geschäftsmodells sorgt beim Jenaer Software-Anbieter Intershop weiter für rote Zahlen. Per Ende September wies das börsennotierte Unternehmen einen Verlust von 3,9 Millionen Euro aus. Das geht aus den am Dienstag vom Vorstand vorgelegten Zahlen für die ersten drei Quartale 2018 hervor. 2017 war das Ergebnis Ende September noch nahezu ausgeglichen.

Der Umsatz lag nach neun Monaten bei 23,9 Millionen Euro nach 26,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Vorstandschef Jochen Wiechen rechnet erst 2019 wieder mit schwarzen Zahlen. Intershop setzt verstärkt auf sogenannte Cloud-Lösungen. Dabei müssen Kunden die Software nicht mehr kaufen, sondern nutzen den Service der Jenaer für den Onlinehandel.

"Die Umstellung bedeutet, dass man temporäre Umsatzeinbußen hinnehmen muss", sagte Wiechen. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir 2019 wieder Wachstum haben." Nach seinen Angaben bewegt sich die Mehrzahl der Unternehmen, die Plattformen für den Internethandel anbieten, in Richtung Cloud-Lösung.

Bis Ende September seien Aufträge über 3,2 Millionen Euro für die Cloud-Nutzung eingegangen, die zu kontinuierlichen Umsätzen führen würden. Serviceverträge liefen in der Regel drei Jahre. Zudem erwartet Wiechen Effekte durch die Partnerschaft mit dem Software-Riesen Microsoft (Microsoft Aktie) . "Da ist eine Menge Dynamik." Intershop-Lösungen bekämen dadurch mehr Aufmerksamkeit.

Das Jenaer Unternehmen das seit den 1990er Jahren Programme entwickelt und verkauft, mit denen Unternehmen ihre Waren im Internet verkaufen können, beschäftigt derzeit 343 Mitarbeiter./ro/DP/nas