ROUNDUP: Henkel-Gewinn sinkt zum Jahresstart - Wettbewerb, teure Rohstoffe

Dienstag, 07.05.2019 08:06 von dpa-AFX - Aufrufe: 656

Pritt-Klebestift. Pritt ist eine unter vielen bekannten Marken des Henkel-Konzerns.
Pritt-Klebestift. Pritt ist eine unter vielen bekannten Marken des Henkel-Konzerns.
© Ulrike Mai / Pixabay

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Gewinn des Konsumgüterkonzerns Henkel (Henkel Aktie) ist im ersten Quartal gesunken. Negative Währungseffekte, höhere Rohstoffkosten sowie Investitionen belasteten die Ergebnisse. Dazu leidet Henkel unter einem hohen Wettbewerbsdruck in den Konsumgütergeschäften, insbesondere in Westeuropa.

Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) fiel um 5,6 Prozent auf 795 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Dies lag etwas unter der Konsensschätzung der Analysten. Die entsprechende Marge fiel um 1,4 Prozentpunkte auf 16,0 Prozent. Das Nettoergebnis sank um knapp 2 Prozent auf 534 Millionen Euro.

Die Henkel-Aktie gab auf die Zahlen hin vorbörslich um mehr als anderthalb Prozent nach.

Der Umsatz stieg hingegen um 2,8 Prozent auf knapp 5 Milliarden Euro. Begünstigt wurde dies durch Übernahmen und positive Wechselkurseffekte. Organisch - bereinigt um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe - lag das Plus jedoch bei lediglich 0,7 Prozent und damit unter dem Niveau der angestrebten Jahresprognose. Unter den Erwartungen lag dabei den Angaben zufolge das Geschäft mit Körper- und Haarpflege, welches einen organischen Umsatzrückgang von 2,2 Prozent verzeichnete. Rückläufig waren dabei die Umsätze in Westeuropa und China.

Auch sanken die Umsätze im konjunktursensiblen Klebstoffgeschäft um organisch 0,8 Prozent. Dabei belasteten vor allem schwache Automobil- und Elektronikmärkte in der Region Asien-Pazifik sowie Nordamerika. Henkel geht dabei von einer Verbesserung der Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte aus. Positiv entwickelte sich dagegen das Geschäft mit Wasch- und Reinigungsmitteln. Getragen wurde das Wachstum aus eigener Kraft in Höhe von 4,7 Prozent durch die Einführung neuer Produkte.

Der Jahresausblick wurde bestätigt. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn je Vorzugsaktie dürfte um einen mittleren einstelligen Prozentsatz sinken, wenn man Schwankungen der Währungskurse herausrechnet. Die um einmalige Aufwendungen und Erträge sowie Umbaukosten bereinigte Gewinnspanne (Ebit-Marge) soll 16 bis 17 Prozent erreichen. Der Umsatz soll organisch um zwei bis vier Prozent steigen. Konzernchef Hans Van Bylen will das Wachstum mit zusätzlichen Investitionen ankurbeln, was die Ergebnisse zunächst einmal belastet./nas/mis/fba


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