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ROUNDUP: Fed erhöht Leitzins und stellt schnellere Zinsschritte in Aussicht

Mittwoch, 13.06.2018 20:52 von dpa-AFX

Der Himmelsglobus vorm Völkerbundpalast in Genf, dem europäischen Hauptsitz der Vereinten Nationen.
Der Himmelsglobus vorm Völkerbundpalast in Genf, dem europäischen Hauptsitz der Vereinten Nationen. pixabay.com
WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Notenbank Fed hat am Mittwoch den Leitzins wie erwartet angehoben. Die "Fed Funds Rate" steige um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 1,75 bis 2,00 Prozent, teilte die Fed nach ihrer zweitägigen Sitzung in Washington mit. Ökonomen hatten mit dieser Entscheidung gerechnet. Dies ist die siebte Leitzinsanhebung seit der Zinswende im Dezember 2015.

Zeitgleich machte die Notenbank deutlich, dass im laufenden Jahr das Tempo der Zinserhöhungen erhöht werden könnte. Wie aus neuen Zinsprognosen der Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses hervorgeht, werden in diesem Jahr insgesamt vier Zinsanhebungen erwartet.

Damit signalisieren die Währungshüter eine Zinserhöhung mehr als noch im März. Nach der aktuellen Zinserhöhung, werden also im weiteren Verlauf des Jahres noch zwei Zinsschritte erwartet. Für das kommende Jahr signalisierte die Notenbank hingegen wie zuvor auch drei Zinserhöhungen.

Die Wirtschaft dürfte angesichts der wirtschaftlichen Erholung weitere "graduelle Leitzinsanhebungen" benötigen, hieß es außerdem im Kommentar der Währungshüter zur jüngsten Zinsanhebung. Jüngste Daten hätten eine anhaltende Verbesserung am Arbeitsmarkt und ein solides Wirtschaftswachstum signalisiert.

Die Prognosen der Notenbanker für das Wirtschaftswachstum fallen für das laufende Jahr etwas besser aus, während die Notenbanker ihre Projektionen für die Jahre 2019 und 2020 unverändert beließen.

Die Aussichten für den bereits auf Vollbeschäftigung zulaufenden Arbeitsmarkt werden noch günstiger eingeschätzt. Auch die Prognosen für die Inflationsentwicklung wurden für die Jahre 2018 und 2019 angehoben.

Nach den geldpolitischen Beschlüssen konnte der Kurs des US-Dollar zulegen. Im Gegenzug musste der Euro seine Gewinne abgeben, rutschte in die Verlustzone und erreichte ein Tagestief bei 1,1726 Dollar (Dollarkurs). Zeitgleich gerieten die Kurse am Markt für amerikanische Staatsanleihen unter Druck, während die Renditen im Gegenzug zulegten. Die Rendite für zehnjährige Papiere stieg zuletzt um 0,04 Prozentpunkte auf 3,00 Prozent./jkr/tos