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ROUNDUP/Fall Huawei: China bestellt Botschafter der USA und von Kanada ein

Sonntag, 09.12.2018 16:30 von dpa-AFX

Ein Smartphone der Firma Huawei.
Ein Smartphone der Firma Huawei.
pixabay.com

PEKING (dpa-AFX) - Chinas Regierung hat nach dem Vertreter Kanadas auch den US-Botschafter einbestellt, um gegen die Verhaftung der Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou zu protestieren. Das geht aus einer Erklärung auf der Website des Außenministeriums hervor. China werde weitere Schritte unternehmen, so dies notwendig sein sollte, heißt es in der Erklärung weiter.

Zuvor hatte Chinas Außenministerium den Botschafter Kanadas einbestellt, wie ebenfalls aus der Erklärung hervorgeht. China hatte Kanada vor "schwerwiegenden Konsequenzen" in der Affäre um die in Vancouver inhaftierte Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou gewarnt. China forderte die Freilassung der Huawei-Chefin, andernfalls drohten "schwerwiegende Konsequenzen". Das Vorgehen der kanadischen Behörden ignoriere das Gesetz und sei "abscheulich".

Die Finanzchefin des chinesischen Tech-Konzerns Huawei, die zugleich stellvertretende Vorstandschefin und Tochter des Konzerngründers Ren Zhengfei ist, war am Samstag vor einer Woche auf Betreiben der amerikanischen Behörden in Kanada festgenommen worden. Ihr drohen bei einer Verurteilung 30 Jahre Haft wegen "Verschwörung zum Betrug von Finanzinstitutionen".

An den Finanzmärkten hatte der Vorfall Sorgen wegen einer erneuten Eskalation des Handelsstreits zwischen China und den USA ausgelöst und zeitweise zu starken Kursverlusten geführt. Peking hatte mit einer wütenden Protestnote auf die Festnahme Mengs reagiert und ihre Freilassung gefordert.

Die chinesische Botschaft in Kanada verlangte sowohl von Kanada als auch von den USA, ihr "Fehlverhalten sofort zu korrigieren" und Mengs persönliche Freiheit wiederherzustellen. Über einen Kautionsantrag Mengs soll am Montag vor Gericht in Vancouver entschieden werden./sim/DP/men/fba