Donnerstag, 07.11.2013 10:39 von dpa-AFX | Aufrufe: 1289

ROUNDUP: Commerzbank mit überraschend gutem Quartal - Aktie schnellt hoch

Die Frankfurter Skyline im Abendrot (Symbolbild). © jotily / iStock / Getty Images Plus / Getty Images http://www.gettyimages.de/

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Commerzbank (Commerzbank Aktie) sieht sich nach einem überraschend guten dritten Quartal auf Kurs zu besseren Zeiten. Von Juli bis September verdiente die Bank mit 77 Millionen Euro zehn Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Stabilität der Bank habe sich weiter erhöht, bilanzierte Konzernchef Martin Blessing am Donnerstag in einer Mitteilung. "Unsere Wachstumsinitiativen beginnen zu greifen: Daher konnten wir in einem typischerweise saisonal schwächeren dritten Quartal unsere Erträge vor allem im Privatkundengeschäft und der Mittelstandsbank stabil halten."

Auf den ersten Blick verdiente die teilverstaatlichte Commerzbank damit im dritten Quartal 2013 mehr als die Deutsche Bank, die unter dem Strich auf nur 41 Millionen Euro Gewinn kam. Operativ jedoch läuft es bei der Deutschen Bank besser, auf den Gewinn des Branchenprimus drückten vor allem Rechtsrisiken: Dafür legte die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) weitere 1,2 Milliarden Euro zurück. Der Gewinnzuwachs bei der Commerzbank erklärt sich vor allem mit einer deutlich niedrigeren Steuerbelastung. Der operative Gewinn sackte indes um mehr als die Hälfte auf 103 (Vorjahreszeitraum: 208) Millionen Euro ab.

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Die Commerzbank wird kleiner: Die Gesamtbilanzsumme sackte Ende September auf 593 Milliarden Euro und damit erstmals seit 2006 unter die 600-Milliarden-Marke. Im Schiffsgeschäft hat die Commerzbank noch rund 16 Milliarden Euro im Feuer, der Bestand an Staatsanleihen ist noch 68 Milliarden Euro groß. Der Abbau von Risiken und das anhaltend schwache Zinsumfeld dürften nach Prognose der Bank die Erträge im Schlussquartal 2013 unter Druck halten.

Fortschritte machte die Commerzbank, an der der Staat noch mit gut 17 Prozent beteiligt ist, bei der Stärkung ihrer Kapitalpuffer. Die harte Kernkapitalquote unter Anwendung aller erst ab 2019 voll gültigen Regeln ("Basel III") lag Ende September bei 8,6 Prozent, drei Monate zuvor waren es 8,4 Prozent. Gelassen schaut die Commerzbank nach Angaben von Finanzvorstand Stephan Engels auf den anstehenden Bilanzcheck der Europäischen Zentralbank (EZB): Gemäß den dabei gültigen Regeln kommt sie auf eine Kapitalquote von 11 Prozent, gefordert sind 8 Prozent./enl/ben/DP/stb

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