Freitag, 05.04.2019 16:17 von dpa-AFX | Aufrufe: 467

ROUNDUP/Boeing-Krise verschärft sich: Neues Softwareproblem eingeräumt

Eine Boeing in der Luft. pixabay.com

CHICAGO (dpa-AFX) - Boeing (Boeing Aktie) gerät weiter in Erklärungsnot: Der nach zwei Abstürzen binnen weniger Monate ohnehin schon massiv in der Kritik stehende US-Flugzeugbauer hat ein weiteres Softwareproblem identifiziert. Zwar beteuert Boeing, dass es sich um keine größere Sache handele. Doch das Vertrauen in den Konzern ist ohnehin schon stark beschädigt. Zudem wird immer ungewisser, wie es nun mit den weltweit mit Startverboten belegten Unglücksfliegern der Baureihe 737 Max weitergeht. Eine rasche Lösung scheint zumindest nicht in Sicht.

Mitten in die Nachlese des ersten Ermittlungsberichts zum Absturz in Äthiopien platzte Boeing mit der Nachricht, ein neues Softwareproblem gefunden zu haben. Dieses sei bei der Überarbeitung des umstrittenen Steuerungsprogramms MCAS festgestellt worden, stünde aber nicht in direktem Zusammenhang damit, teilte Boeing in der Nacht auf Freitag mit. Zuvor hatte die "Washington Post" berichtet, dass die US-Luftfahrtbehörde FAA das neue Problem beanstandet habe. Solange es nicht gelöst sei, werde das 737-Max-Flugverbot nicht aufgehoben.

Die Zeitung schrieb unter Berufung auf zwei mit der FAA-Untersuchung vertraute Quellen, dass das Problem als entscheidend für die Flugsicherheit eingestuft werde. Boeing bezeichnete es hingegen als "relativ geringfügige Angelegenheit", die zusammen mit dem MCAS-Update adressiert werde. "Wir haben bereits eine Lösung dafür in Arbeit", hieß es in der Stellungnahme des Konzerns. In den "kommenden Wochen" werde das Update soweit sein, dass es der FAA zur Zertifizierung vorgelegt werden könnte. Boeing verfolge einen "umfassenden, disziplinierten Ansatz, um es richtig zu machen".

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Unterdessen lässt Boeing die Produktion der Krisen-Jets einfach ungebremst weiterlaufen - obwohl derzeit keine einzige Maschine ausgeliefert werden darf und Stornierungen drohen. Zuletzt gab es noch rund 5000 Bestellungen für die 737 Max. Bis zum Sommer soll die Produktion eigentlich auf 57 Maschinen pro Monat klettern - was Boeing finanziell wie organisatorisch vor Herausforderungen stellen dürfte. "Wenn sie die Dinger sechs Monate lang nicht loswerden, haben sie irgendwann 300 oder noch mehr Flugzeuge herumstehen", sagte Experte Stephen Perry von der Investmentbank Janes Capital Partners./hbr/DP/fba

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