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ROUNDUP: Bilfinger bleibt trotz Konjunkturabschwung bei seinen Jahreszielen

Mittwoch, 14.08.2019 11:51 von dpa-AFX

Metall wird geschnitten (Symbolbild).
Metall wird geschnitten (Symbolbild).
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MANNHEIM (dpa-AFX) - Der Industriedienstleister Bilfinger hat im zweiten Quartal erneut von einer besseren Nachfrage aus den Branchen Öl (Rohöl), Gas und Chemie profitiert. Während es im eigentlichen Geschäft für Bilfinger besser lief, rutschte das Unternehmen aufgrund eines schlechteren Finanzergebnisses nach Steuern wieder in die Verlustzone. Trotz abkühlender Wirtschaft will Bilfinger im laufenden Jahr den Umsatz aus eigener Kraft weiterhin im mittleren einstelligen Prozentbereich erhöhen und den um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) auf mehr als 100 Millionen Euro steigern.

Am Aktienmarkt kamen Zweifel auf, ob Bilfinger das Gewinnziel erfüllen kann. Die Aktie gab im Mittagshandel um 4,7 Prozent nach und setzte ihren Abwärtstrend der vergangenen Wochen fort. Bilfinger müsse das operative Ergebnis im zweiten Halbjahr auf mehr als 87 Millionen Euro steigern, schrieb Analyst Marc Gabriel vom Bankhaus Lampe. Dies sei bei dem momentanen konjunkturellen Umfeld eine große Herausforderung.

"Wir sind im achten Quartal in Folge beim Umsatz organisch gewachsen", sagte Unternehmenschef Tom Blades am Mittwoch laut Pressemitteilung. Zudem habe Bilfinger erstmals seine Vertriebs- und Verwaltungskostenquote auf unter 8 Prozent gesenkt. Damit nähere sich das Unternehmen dem Ziel von 7,5 Prozent bis 2020. Allerdings müsse der Konzern bei der Projektausführung besser werden und sich auf Wachstumsbereiche in Märkten und Dienstleistungen mit höheren Margen konzentrieren.

Der Umsatz legte im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 8 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro zu, wie das SDax-Unternehmen am Mittwoch in Mannheim mitteilte. Aus eigener Kraft legten die Erlöse sogar um elf Prozent zu. Der Auftragseingang verharrte jedoch mit rund 1,1 Milliarden Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.

Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebita) konnte das Unternehmen trotz der schwächeren Entwicklung im Geschäftsbereich Technologies, in dem unter anderem kleinere Anlagen entwickelt werden, um fast die Hälfte auf 17 Millionen Euro steigern. Unter dem Strich wies Bilfinger wegen eines schlechteren Finanzergebnisses aber einen Verlust von 6 Millionen Euro aus, nach einem Gewinn von 11 Millionen Euro im Vorjahr./mne/bek/fba

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