Mittwoch, 20.10.2021 15:16 von dpa-AFX | Aufrufe: 1021

ROUNDUP: Behörde senkt Rendite für Netzbetreiber - Kritik aus Energiebranche

Ein Wärmekraftwerk (Symbolbild). © Alex_Wang1 / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

BONN (dpa-AFX) - Mit neuen Renditen für Netzbetreiber hat die Bundesnetzagentur ein Signal der Entspannung für die Strom- und Gaspreise gegeben. Die Regulierungsbehörde veröffentlichte am Mittwoch in Bonn sogenannte Eigenkapitalzinssätze, die Netzbetreiber bekommen. Diese Rendite wird sinken, das steht nun fest. Wirksam werden die neuen Vorgaben 2023 beim Strom und 2024 beim Gas.

Dann könnten die von den Endkunden getragenen Netzentgelte etwas geringer ausfallen - vorausgesetzt es kommt zu keinem starken Anstieg von Kosten, welche die Betreiber in Rechnung stellen dürfen. Ein weiterer Kostenzuwachs ist durchaus möglich, weil der Ausbau der Netze und die Maßnahmen zur Systemsicherheit teuer sind.

Das Netzentgelt macht derzeit etwa ein Viertel der Energiepreise für die Haushalte aus. Laut Bundesnetzagentur betrug das Netzentgelt beim Strom im vergangenen Jahr für Haushalte durchschnittlich 7,50 Cent pro Kilowattstunde und beim Gas 1,56 Cent.

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Auch Verbraucherschützer schüttelten mit dem Kopf. Die neuen Zinssätze seien viel zu hoch, sagte Thomas Engelke vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Der Verbraucher müsse auch künftig viel zu tief in die Tasche greifen als dies für einen funktionierenden Netzausbau nötig sei.

Den einen ist die Senkung also zu stark, den anderen ist sie zu schwach. Aus Sicht der Grünen-Bundestagsabgeordneten Ingrid Nestle wurde hingegen ein guter Mittelweg gefunden. "Die aktuelle Rendite sichert meiner Einschätzung nach die Finanzierung des Netzausbaus, ohne Verbraucherinteressen zu ignorieren", sagte die Politikerin./wdw/DP/stw

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