Freitag, 28.09.2012 17:15 von dpa-AFX | Aufrufe: 364

ROUNDUP/ Audi-Produktionsstopp: Krise kommt bei Premiumherstellern an

Fahrercockpit eines Audi. pexels.com

STUTTGART (dpa-AFX) - Produktionsstopps, Abbau von Leiharbeit und weniger Schichten: Die schwächelnde Autokonjunktur in Europa schlägt immer mehr auch auf die Oberklasse-Hersteller durch. Am Freitag kündigte der Autobauer Audi an, in seinem Werk Neckarsulm eine Woche lang die Produktion zu stoppen.


"Das zeigt noch deutlicher, dass die Krise bei den Premiumherstellern angekommen ist", sagte Autoexperte Prof. Willi Diez von der Hochschule Nürtingen-Geislingen der Nachrichtenagentur dpa.

Erst am Vortag war bekanntgeworden, dass Daimler (Daimler Aktie) bei der Produktion in Sindelfingen so schnell wie möglich vom Zwei- in den Einschichtbetrieb wechseln will. Der Autobauer begründet das zwar vorrangig mit einer schwächeren Nachfrage nach den auslaufenden Modellen der E- und S-Klasse. Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte allerdings am selben Tag verkündet, dass künftig in sämtlichen Unternehmensbereichen gespart werden solle.

Zahlreiche Autobauer leiden derzeit vor allem in Südeuropa unter Absatzproblemen, lange mussten aber nur Massenhersteller wie Opel oder Ford deswegen Produktionsstopps einlegen und auf Kurzarbeit umstellen.

Dass die Pause bei Audi ebenfalls mit ähnlichen Schwierigkeiten zusammenhänge, wollte eine Sprecherin am Freitag aber nicht bestätigen. "Es ist einfach eine vorausschauende Fahrweise", sagte sie. Zuvor hatte die "Heilbronner Stimme" berichtet, dass das Unternehmen damit auf die aktuell schwierige Nachfragesituation reagiere. "Wir hatten eine Phase mehrerer Neuanläufe und jetzt ist es eine Rückkehr zur Normalität", meinte die Sprecherin.

Branchenkenner Diez ist hingegen überzeugt: "Es ist schon ein Zeichen, wenn ein Hersteller die Produktion stoppt." Dies sei normalerweise selbst bei älteren Modellen kein übliches Vorgehen.

In Neckarsulm rollen unter anderem die Limousine A4 und der A8 vom Band. Dass dort eine Pause eingelegt werde, zeige, "dass es nun auch die Großen trifft", sagte Diez. In Krisenstaaten wollten und könnten sich potenzielle Käufer häufig keine solchen Autos mehr leisten.

Erst im Juli hatte Audi angekündigt, sich am Standort Neckarsulm schrittweise von Hunderten Leiharbeitern zu trennen. Ein Unternehmenssprecher hatte dies damals ebenfalls damit begründet, dass das Anlaufen der neuen Produktpalette erfolgreich abgeschlossen sei. Audi beschäftigt in Neckarsulm rund 14.500 Menschen, gut die Hälfte davon in der Produktion./lan/DP/sf

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