Donnerstag, 01.12.2022 10:22 von dpa-AFX | Aufrufe: 338

ROUNDUP/Amerikanischer Käse auf Speisekarte: Macron zum Staatsbesuch in USA

USA: Das Kapitol in Washington. pixabay.com

WASHINGTON (dpa-AFX) - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat bei seinem Staatsbesuch in den USA das Bündnis beider Staaten als "stärker als alles andere" gewürdigt. Man müsse versuchen, der historischen Bedeutung der Partnerschaft auch in Zukunft gerecht zu werden, sagte Macron am Mittwochabend (Ortszeit) bei einer Rede in der französischen Botschaft in Washington. Gleichzeitig warnte er angesichts umstrittener Pläne der US-Regierung vor einer Spaltung des Westens. US-Präsident Joe Biden wird Macron an diesem Donnerstag im Weißen Haus empfangen. Auf dem Programm stehen ein bilaterales Gespräch und eine gemeinsame Pressekonferenz, gefolgt von einem festlichen Staatsbankett. Beim Dinner soll der Franzose Macron in Genuss von amerikanischem Käse kommen.

Macron ist seit Dienstagabend (Ortszeit) für einen mehrtägigen Staatsbesuch in den USA. Anders als bei regulären Arbeitsbesuchen ist dabei der protokollarische Aufwand viel höher und sieht besondere Programmpunkte wie das Staatsbankett vor. Macron ist der erste ausländische Gast in Bidens Amtszeit, dem diese Ehre zuteil wird. Er wird bei der Reise von seiner Ehefrau Brigitte und mehreren Ministerinnen und Ministern begleitet. Am Mittwoch traf Macron unter anderem US-Vizepräsidentin Kamala Harris und betonte mit ihr die Kooperation beider Länder in der Raumfahrt.

Macron sagte bei seiner Rede in der Botschaft, dass es bei dem Besuch auch darum gehe, die "gemeinsamen Agenden zu synchronisieren". Es bestehe die Gefahr, dass die USA bei vielen Themen zuerst auf sich selbst schauen würden und dann auf ihre Rivalität mit China. Ein absehbarer Konfliktpunkt zwischen Macron und Biden ist etwa der sogenannte Inflation Reduction Act: Mit dem Gesetz wollen die USA ihre Industrie ankurbeln und gegenüber ausländischen Wettbewerbern bevorzugen. Subventionen und Steuergutschriften sind daran geknüpft, dass Unternehmen US-Produkte verwenden oder selbst in den USA produzieren. Macron warnte, dies seien "Entscheidungen, die den Westen zersplittern werden."

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