ROUNDUP/Aktien New York: Anleger setzen auf Fortschritte in den Zollgesprächen

Freitag, 15.02.2019 16:41 von dpa-AFX - Aufrufe: 1227

Die New Yorker Freiheitsstatue. New York ist die Börsenmetropole der Vereinigten Staaten.
Die New Yorker Freiheitsstatue. New York ist die Börsenmetropole der Vereinigten Staaten.
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NEW YORK (dpa-AFX) - Versöhnliche Zeichen im Handelsstreit zwischen den USA und China haben am Freitag den US-Börsen Auftrieb verliehen. Die Bereitschaft beider Seiten, über die selbst gesetzte Frist hinaus weiter zu verhandeln und die Erwartung, dass auch der "Waffenstillstand" so lange fortgesetzt wird, gebe Auftrieb, sagte Marktanalyst Michael Hewson von CMC Markets UK. "Verrückterweise unterstützen dies die in dieser Woche veröffentlichten schwachen Konjunkturdaten."

Der Dow Jones Industrial gewann im frühen Handel 1,31 Prozent auf 25 771,71 Punkte und knüpfte damit wieder an seinen Ende des vergangenen Jahres gestarteten Aufwärtstrend an. Im Wochenverlauf zeichnet sich aktuell ein Plus von 2,7 Prozent ab. Seit seinem Tief bei 21 713 Punkten am 26. Dezember hat er damit nun wieder insgesamt knapp 19 Prozent gut gemacht.

Der marktbreite S&P 500 stieg am Freitag um 0,89 Prozent auf 2770,19 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 rückte zugleich um 0,46 Prozent auf 7054,43 Punkte vor.

US-Finanzminister Steven Mnuchin, unter dessen Leitung die US-Delegation aktuell mit China verhandelt, sprach nach einer zweitägigen Gesprächsrunde von "produktiven" Unterredungen. Chinas Präsident Xi Jinping betonte, es habe "wichtige Fortschritte" gegeben. Der chinesische Staatschef wünschte sich, dass alle weiter hart arbeiten, damit eine für beide Seiten vorteilhafte Vereinbarung geschlossen werden könne. Allerdings werden die Gespräche laut dem Weißen Haus über die selbstgesetzte Frist zum 1. März hinaus andauern.

Die Konjunkturdaten an diesem Tag fielen nach den enttäuschenden Einzelhandelsdaten am Vortag gemischt aus: Währen sich die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York im Februar stärker als erwartet aufhellte, fiel die Industrieproduktion im Januar überraschend.

Im Dow legten die Aktien der Bank JPMorgan an der Index-Spitze ohne besondere Nachrichten um 2,3 Prozent zu. Auf ihrem Erholungskurs gelang ihnen dabei wieder der Sprung über die 90-Tage-Linie bei knapp unter 104,60 US-Dollar, die unter Charttechnikern als wichtige Indikation für den mittelfristigen Trend gilt.

Apple (Apple Aktie) büßten am Dow-Ende 0,4 Prozent ein. Sie litten darunter, dass sich die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway von Börsenguru Warren Buffett ihren Anteil am iPhone-Konzern im vergangenen Quartal verringert hat.

Die Aktien von Pepsico , die tags zuvor noch unter dem schwachen Ausblick des Konkurrenten Coca0-Cola gelitten hatten, legten nun um 2,4 Prozent zu. Der Getränkehersteller will mehr in das eigene Wachstum investieren, weshalb in diesem Jahr die Gewinne zunächst zurückgehen dürften, hieß es zur Vorlage der Jahreszahlen für 2018. Gleichzeitig kündigte PepsiCo ein verschärftes Sparprogramm an.

Die Anteile des Landmaschinenherstellers Deere & Co büßten 0,6 Prozent ein. Das Unternehmen senkte die Prognose für den weltweiten Absatz auf den Märkten Bau und Forstwirtschaft und kündigte einen Umbau an, der erst einmal Geld kosten dürfte.

Die Papiere von Applied Materials verloren an der Nasdaq 3,7 Prozent. Im Geschäft mit Memory-Chips habe der Halbleiterhersteller schwach abgeschnitten, schrieb Analyst Toshiya Hari von Goldman Sachs (Goldman Sachs Aktie) mit Blick auf die am Vorabend vorgelegten Zahlen zum ersten Geschäftsquartal und den Ausblick auf das zweite Viertel. Kurzfristig mangelt es dem Unternehmen seines Erachtens an Aufwärtspotenzial für den Umsatz./ck/fba


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