ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Schwache Wall Street macht Dax zu schaffen

Donnerstag, 09.07.2020 18:28 von dpa-AFX - Aufrufe: 521

Die Frankfurter Skyline im Abendrot (Symbolbild).
Die Frankfurter Skyline im Abendrot (Symbolbild).
© jotily / iStock / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag seinen anfänglich großen Vorsprung komplett verspielt und ist ins Minus gerutscht. Händler begründeten die Talfahrt im späten Handel mit deutlichen Verlusten an der Wall Street. Anfangs bekam die hiesige Börse Rückenwind von der anhaltenden Rally der US-Technologiewerte und positiven Unternehmensnachrichten. So stiegen die Aktien des Dax-Schwergewichts SAP (SAP Aktie) auf ein Rekordhoch, nachdem der Softwarekonzern unerwartet starke Quartalszahlen vorgelegt hatte.

Der Dax fiel - wie bereits am Mittwoch - unter die als Unterstützungszone geltende Marke von 12 500 Punkten und büßte letztlich 0,04 Prozent auf 12 489,46 Punkte ein. Am frühen Nachmittag hatte der deutsche Leitindex noch über 12 700 Zählern und damit mehr als 1,7 Prozent im Plus notiert. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte schloss 0,76 Prozent niedriger bei 26 555,63 Punkten.

Der EuroStoxx 50 fiel um 0,76 Prozent auf 3261,17 Punkte. Der Cac 40 in Paris verbuchte ein Minus von rund 1,2 Prozent, der FTSE 100 in London verlor rund 1,7 Prozent ein. In New York stand der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss um rund 1,6 Prozent tiefer.

"Angesichts der schwelenden Corona-Risiken bleiben die Märkte wankelmütig wie eine Wetterfahne", kommentierte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. Bauchschmerzen bereiteten den Anlegern vor allem die außer Kontrolle geratenen Pandemie-Infektionen in den USA. "Die große Nachfrage nach Gold (Goldkurs) unterstreicht, dass die Investoren derzeit zweigleisig in den Märkten unterwegs sind. Auf der einen Seite bleibt der Konjunkturoptimismus bestehen, auf der anderen Seite bleibt die Furcht vor einer nicht enden wollenden Pandemie bestehen", erklärte Emden.

Europas größter Softwarehersteller SAP legte in der Corona-Krise ein unerwartet starkes zweites Quartal hin. Nachdem der Konzern die Pandemie im ersten Quartal vor allem in Asien so stark zu spüren bekommen hatte, dass Vorstandschef Christian Klein und Finanzchef Luka Mucic die Prognosen hatten stutzen müssen, fuhr SAP nun überraschend viel Umsatz und Gewinn ein. Die SAP-Aktien gewannen als Dax-Spitzenreiter rund 4,6 Prozent auf 134,68 Euro. Am Vormittag hatten sie mit 139,72 einen historischen Höchststand erklommen.

Zu den Top-Werten im Dax gehörten auch die Anteilsscheine von Covestro (Covestro Aktie) , die ein Plus von rund 1,5 Prozent verbuchten. Der Kunststoffkonzern sieht nach monatelangen Belastungen durch die Corona-Krise erste Anzeichen einer Belebung. Analyst Chetan Udeshi von der US-Bank JPMorgan wertete die am Mittag präsentierten Eckdaten für das zweite Quartal positiv. Vor allem für das Polycarbonat-Geschäft sei es wohl besser gelaufen als befürchtet.

Neben SAP erreichten im Handelsverlauf auch die Papiere des Verpackungsherstellers Gerresheimer (Gerresheimer Aktie) , des Online-Marktplatzbetreibers Scout24 , des Softwareanbieters Teamviewer und des Online-Modehändlers Zalando weitere Rekordhöhen. Alle genannten Unternehmen profitierten in der einen oder anderen Weise von der Corona-Pandemie.

Im Nebenwerteindex SDax ließ unter anderem Hypoport mit guten Geschäftszahlen aufhorchen. Der Finanzdienstleister profitierte im ersten Halbjahr von einer hohen Nachfrage nach Krediten. Die Aktien stiegen um rund 3,9 Prozent.

Der Euro sank im späten europäischen Handel unter die Marke von 1,13 US-Dollar und notierte zuletzt bei 1,1298 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1342 Dollar festgesetzt.

Am deutschen Anleihemarkt verharrte der Rentenindex Rex bei 145,13 Punkten. Die Umlaufrendite stieg von minus 0,47 Prozent am Vortag auf minus 0,46 Prozent. Der Bund-Future legte um 0,24 Prozent auf 176,51 Punkte zu./edh/stk

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---


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