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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Trübe Konjunkturdaten drücken Dax ins Minus

Freitag, 22.03.2019 10:10 von dpa-AFX

Die Frankfurter Innenstadt, im Hintergrund die Skyline (Symbolbild).
Die Frankfurter Innenstadt, im Hintergrund die Skyline (Symbolbild).
© querbeet / iStock / Getty Images Plus / Getty Ima.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine trübe Stimmung in der deutschen Industrie hat die Dax -Anleger am Freitag vertrieben. Erholt gestartet, drehte der Leitindex nach Veröffentlichung der Stimmungsdaten ins Minus. Zuletzt stand er 0,50 Prozent tiefer auf 11 492,12 Punkten. Die Furcht vor einer drohenden Konjunkturdelle machte sich abermals breit.

Bereits am Vortag war der Dax zeitweise unter die 11 500er-Marke gerutscht, konnte dann aber das Minus etwas eindämmmen. Auf Wochensicht zeichnet sich für das Barometer aktuell ein Minus von 1,7 Prozent ab. "Die Börsen sind auf der Suche nach einer Richtung", sagte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Dass der Brexit verschoben und damit vorerst auch ein chaotischer EU-Austritt Großbritanniens abgewendet wurde, lässt die Anleger weitgehend kalt. "Der Brexit-Kaugummi zieht sich ins schier Unermessliche", kommentierten dies die Analysten des Bankhauses Donner & Reuschel.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax sank am letzten Handelstag der Woche bislang um 0,24 Prozent auf 25 061,94 Punkte. Der EuroStoxx 50 verlor 0,64 Prozent.

Die Aktien des Sportartikelherstellers Adidas (adidas Aktie) stehen nach Zahlen des US-Konkurrenten Nike (Nike Aktie) im Blick. Nike hat angetrieben von starken Online-Verkäufen ein weiteres Quartal mit glänzenden Ergebnissen hinter sich. Allerdings hätten die Umsätze in Nordamerika enttäuscht, bemängelte ein Händler. Aber: Oft werde die Schwäche des einen als die Stärke des anderen interpretiert. Adidas gewannen im vorderen Dax-Feld 0,2 Prozent.

Hochstufungen durch die US-Bank JPMorgan ließen die Papiere von Alstria Office im MDax und TLG Immobilien im SDax um 1,1 Prozent beziehungsweise 2,4 Prozent steigen. Der deutsche Büroimmobilienmarkt dürfte 2019 ein weiteres starkes Jahr erleben, schrieb Analyst Tim Leckie in einer aktuellen Studie.

An der SDax-Spitze ging es für die Aktien von Hapag-Lloyd nach einem positiv aufgenommenen Ausblick um 3,1 Prozent hoch. Am Donnerstag waren sie auf Xetra noch um mehr als zwei Prozent gefallen. Da hatte die Reederei eine Dividendenkürzung von 57 auf 15 Cent je Aktie angekündigt./ajx