ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Anleger hoffen weiter auf Brexit-Deal

Montag, 21.10.2019 09:44 von dpa-AFX - Aufrufe: 388

Bulle vor dem Eingang der Frankfurter Börse.
Bulle vor dem Eingang der Frankfurter Börse.
© Nikada / iStock Unreleased / Getty Images Plus /. www.gettyimages.de

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Hoffen und Bangen rund um den Brexit sowie ein Handelsabkommen zwischen den USA und China geht an den Aktienmärkten weiter. Wie der Blick auf den Dax an diesem Montag zeigt, scheint dabei erneut die Hoffnung größer zu sein als die Sorge. Nach einem schwächeren Wochenausklang legte der deutsche Leitindex im frühen Handel um 0,42 Prozent auf 12 686,05 Punkte zu. Der MDax für mittelgroße Werte rückte um 0,26 Prozent auf 26 067,06 Punkte vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,25 Prozent.

"Am Aktienmarkt ist die Stimmung weiterhin deutlich besser als die Lage", kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. "Die abermalige Verschiebung der Brexit-Abstimmung lässt die Anleger kalt." Vielmehr dominiere die Zuversicht, dass der Deal des Premierministers Boris Johnson im Parlament womöglich noch an diesem Montagnachmittag kurzfristig angenommen werde. Außerdem gebe es positive Töne aus China. "Für das Phase-1 Abkommen zwischen den USA und China stehen die Ampeln wohl auf grün", sagte Altmann. Damit würde der Handelskonflikt zumindest nicht weiter eskalieren. "Von einer endgültigen Lösung sind wir damit jedoch weiterhin weit entfernt."

Im Dax erholten sich die Anteilsscheine des Zahlungsabwicklers Wirecard (Wirecard Aktie) an der Index-Spitze um 4,7 Prozent. Das durch zahlreiche Presseberichte stark in die Kritik geratene Unternehmen will nun doch die Vorwürfe rund um seine Bilanzierungspraktiken mit einer Sonderprüfung ausräumen. Vorstand und Aufsichtsrat hätten sich entschlossen, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG mit einer unabhängigen Untersuchung zu beauftragen, hieß es von Wirecard. Damit sollen alle Vorwürfe der "Financial Times" umfassend und unabhängig aufgeklärt werden.

Die Einigung zum Berliner Mietendeckel sorgte für Kursverluste im zuletzt wieder starken Immobiliensektor. Die Papiere der Deutsche Wohnen (Deutsche Wohnen Aktie) sackten am Ende des MDax um 2,6 Prozent ab und die von Vonovia (Vonovia Aktie) büßten als Dax-Schlusslicht 1,4 Prozent ein. Der rot-rot-grüne Koalitionsausschuss einigte sich darauf, die zuletzt stark gestiegenen Mieten in Berlin für fünf Jahre einzufrieren.

Die SAP-Aktien indes zeigten sich nahezu unverändert, nachdem die finale Quartalsbilanz die guten vorläufigen Zahlen bestätigt hatten. Zwar steht nun nach dem überraschenden Rücktritt von Bill McDermott vor gut einer Woche das neue Führungsduo Jennifer Morgan und Christian Klein im Blick. Doch die beiden wollen erst am 12. November, zum Kapitalmarkttag des Softwarekonzerns, genauer darüber informieren, wie sie diesen künftig führen werden. Dann soll es auch Aussagen zum Thema Aktienrückkäufe geben.

Die Papiere der Aareal Bank (Aareal Bank Aktie) und des Pharma- und Laborzulieferers Sartorius legten um 1,6 Prozent sowie um 2,1 Prozent zu. Sartorius meldete glänzend gelaufene Geschäfte mit biopharmazeutischen Produkten im dritten Quartal und wurde zudem optimistischer für das Gesamtjahr. Der Immobilienfinanzierer Aareal Bank gibt Kreisen zufolge dem Druck eines aktivistischen Investors nach und erwägt den Verkauf seiner IT-Dienstleistungstochter Aareon. Dies hatte am Freitag die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet.

Die Aktien des Medienkonzerns ProSiebenSat.1 sprangen nach dem Einstieg der tschechische Investmentfirma Czech Media Invest (CMI) von Daniel Kretinsky um 3,8 Prozent hoch./ck/mis


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