Top-Thema

19.09.18
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow und S&P 500 nähern sich ihren Rekordhochs

ROUNDUP/Aktien Asien: Trumps Strafzölle ängstigen Anleger in Asien

Freitag, 23.03.2018 07:32 von dpa-AFX

Flagge der Vereinten Nationen.
Flagge der Vereinten Nationen. pixabay.com
TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die Angst vor einem globalen Handelskrieg hat Asiens Börsen am Freitag abrutschen lassen. Nachdem US-Präsident Donald Trump am Vortag den Rivalen China mit milliardenschweren Strafzöllen belegt hatte, bekamen die Anleger in der gesamten Region kalte Füße. Besonders kräftig ging es in Japan abwärts, nachdem der Yen auf den höchsten Stand seit einem Jahr gestiegen war. Die japanische Währung gilt als sicherer Hafen in Krisenzeiten. Allerdings erschwert eine starke Währung den Export.

An der Börse in Tokio schloss der Index Nikkei 225 um satte 4,5 Prozent niedriger bei 20617,86 Punkten. Dabei hatte sich das Börsenbarometer erst am Vortag etwas von einer Verlustserie erholt. Der Nikkei steht jetzt so niedrig wie zuletzt im Oktober. Zur Verdeutlichung der Lage: Im Januar hatte der Leitindex noch die Marke von 24 000 Punkten übersprungen.

In China selbst sah die Lage kaum besser aus: Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Werten des Festlands weitete seine Vortagesverluste noch deutlich aus und fiel im späten Handel um annähernd 4 Prozent. Der Hongkonger Hang Seng büßte mehr als 3 Prozent ein, wobei der Internetkonzern Tencent besonders stark abrutschte. In Südkorea fielen die Kurse in ähnlicher Größenordnung, während der australische Markt etwas weniger in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Trump hat nicht nur Stahlzölle gegen China angekündigt, sondern will auch andere Maßnahmen im Volumen von etwa 60 Milliarden US-Dollar gegen die zweitgrößte Volkswirtschaft verhängen. Peking antwortete darauf am Freitag mit Plänen für Vergeltungszölle im Umfang von zunächst 3 Milliarden Dollar (Dollarkurs). Insgesamt könnten 128 Produkte, darunter Schweinefleisch, Stahlrohre, Früchte und Wein mit Zöllen belegt werden. "Unter keinen Umständen wird China sich zurücklehnen. Wir sind bereit, unsere legitimen Interessen zu verteidigen", teilte Chinas Handelsministerium mit.

Für zusätzliche Beunruhigung bei den Anlegern sorgte, dass der US-Präsident einen neuen Nationalen Sicherheitsberater ernannt hat. Auf den Posten rückt der als außenpolitischer Hardliner bekannte frühere US-Botschafter bei den Vereinten Nationen John Bolton. Er wird am 9. April das Amt von dem deutlich moderater eingestuften Herbert Raymond McMaster übernehmen./das/stk

}