Donnerstag, 30.06.2022 21:58 von dpa-AFX | Aufrufe: 593

ROUNDUP 2: Russland kündigt Rückzug von Schlangeninsel an

Die russische Flagge. pixabay.com

(neu: Putin zu Exporten, Lage um Lyssytschansk.)

KIEW (dpa-AFX) - Russland zieht nach eigenen Angaben seine Truppen von der im Ukraine-Krieg eroberten Schlangeninsel im Schwarzen Meer zurück. Damit solle gezeigt werden, dass Russland den Export von Getreide und landwirtschaftlichen Produkten aus der Ukraine nicht behindere, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Donnerstag in Moskau. "Am 30. Juni haben die russischen Streitkräfte als Zeichen des guten Willens die ihnen zugewiesenen Aufgaben auf der Schlangeninsel abgeschlossen." Zuvor hatte die Ukraine einen Angriff auf die Insel gemeldet. Die Angaben waren nicht unabhängig zu prüfen.

Die Insel war kurz nach dem russischen Einmarsch im Nachbarland Ende Februar von der russischen Marine erobert worden. Die ukrainischen Streitkräfte flogen seitdem mehrfach Attacken mit Kampfdrohnen und Flugzeugen. Der Kreuzer "Moskwa" (Moskau) wurde nach ukrainischer Darstellung mit Raketen versenkt. Russland wird vorgeworfen, mit der Blockade von Häfen den Export von Getreide zu behindern. In einigen Weltregionen droht deshalb eine weitere Zuspitzung der Hungerkrise. Die Ukraine und Russland sind für etliche arme Länder vor allem in Afrika wichtigste Lieferanten von Getreide und Düngemittel.

Gerade erst sollen bei einem Angriff im Osten der Ukraine nach Behördenangaben 40 Tonnen Getreide vernichtet worden sein. In dem betroffenen Lagerhaus in der Stadt Selenodolsk sei ein Feuer ausgebrochen, schrieb der Gouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk im Nachrichtendienst Telegram. Er machte Russland dafür verantwortlich.

Parlamentsabgeordneter in Ukraine überlebt Anschlag

Im Gebiet Cherson überlebte der ukrainische Parlamentsabgeordnete Olexij Kowaljow offenbar einen Anschlag. Der 33-Jährige wird in der Ukraine des Landesverrats und der Kollaboration mit Russland verdächtigt. Vergangene Woche hatte der Chef des ukrainischen Militärgeheimdiensts erklärt, das Auto Kowaljows sei in die Luft gesprengt worden. "Ich lebe und bin gesund", sagte der Abgeordnete nun in einem Video, das die russische Staatsagentur Ria Nowosti veröffentlichte.

Offener Brief: Prominente fordern Waffenstillstand in der Ukraine

Deutsche Prominente forderten in einem neuen offenen Brief einen "Waffenstillstand jetzt!". In dem von der "Zeit" veröffentlichten Appell verlangten etwa der Philosoph Richard David Precht und die Schriftstellerin Juli Zeh einen "konzertierten Vorstoß" für Verhandlungen. Zudem stellten sie in Frage, ob Waffenlieferungen der richtige Weg seien. Der Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, antwortete, die Autoren sollten sich mit ihren "defätistischen "Ratschlägen" zum Teufel scheren"./gma/DP/men

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