ROUNDUP 2/China: Einigung mit USA auf Reduzierung der Strafzölle

Donnerstag, 07.11.2019 18:35 von dpa-AFX - Aufrufe: 810

Die chinesische Flagge.
Die chinesische Flagge.
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(Neu: Reaktion der US-Regierung.)

PEKING (dpa-AFX) - Die USA und China haben sich nach Angaben der chinesischen Regierung auf eine schrittweise Reduzierung der gegenseitig erhobenen Strafzölle geeinigt. Dies werde Bestandteil eines ersten Abkommens zur Entschärfung des Handelsstreits sein, sagte Regierungssprecher Gao Feng am Donnerstag in Peking. Das Abkommen solle innerhalb der nächsten Wochen unterzeichnet werden. Das Ausmaß der Zollreduzierung hänge vom konkreten Inhalt des Abkommens ab, sagte Gao.

"In den vergangenen zwei Wochen hatten die Unterhändler ernsthafte, konstruktive Diskussionen und haben sich darauf geeinigt, die zusätzlichen Zölle schrittweise zu streichen, sobald Fortschritte bei dem Abkommen erzielt wurden", erklärte Sprecher Gao. Die Einigung auf eine schrittweise gegenseitige Zollsenkung sei eine wichtige Voraussetzung für das Zustandekommen eines ersten Handelsabkommens.

Gaos Äußerungen machen klar: Die offenbar erzielte Einigung, die gegenseitigen Strafzölle gegebenenfalls zu reduzieren, entspricht nicht einer Einigung auf ein erstes Handelsabkommen. An dieser, von der US-Regierung "Phase-Eins"-Abkommen genannten Vereinbarungen, arbeiten die beiden größten Volkswirtschaften der Welt weiter. Zuletzt gab es offenbar Probleme bei der Findung eines geeigneten Ortes und eines passenden Datums zur Unterzeichnung des Teilabkommens.

Die US-Regierung bestätigte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg am Abend die Aussagen der chinesischen Regierung. Bloomberg beruft sich auf einen Regierungsvertreter, der nicht genannt werden wollte. Demnach sind die USA damit einverstanden, dass eine Rückabwicklung von Strafzöllen Teil eines ersten Abkommens wird.

An den Finanzmärkten wurden die Äußerungen aus China positiv aufgenommen. Der deutsche Aktienindex Dax stieg auf den höchsten Stand seit Anfang 2018. Auch andere europäische Börsen legten zu. Als sicher empfundene Anlagen wurden dagegen belastet. Deutsche Bundesanleihen gaben ebenso nach wie der Goldpreis (Goldkurs). Die Rohölpreise legten zu./jsl/


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