Dienstag, 09.01.2018 16:01 von ARIVA.DE Redaktion | Aufrufe: 9133

Ripple prognostiziert schnellen Niedergang der ICOs

Wird 2018 ein düsteres Jahr für ICOs werden? - © adrian825 gettyimages.de

Geht der Boom bei den Kryptowährungen ungebrochen weiter? Zumindest was die Anzahl der konkurrierenden Netzwerke angeht, ist man beim kalifornischen Anbieter Ripple äußert skeptisch. Für 2018 prognostiziert das Team um CEO Brad Garlinghouse eine starke Konsolidierung des Marktes. „Derzeit scheint es so, als habe jeder eine Blockchain“, schreibt das Ripple-Team in einem Beitrag auf Facebook. Durchsetzen würden sich aber nur digitale Transaktionsketten, mit deren Hilfe sich tatsächlich konkrete Probleme lösen ließen. Die Ripple-Mitarbeiter gehen dennoch von einem Wachstum des Kryptomarktes aus und rechnen noch in diesem Jahr mit Anstieg der Marktkapitalisierung auf bis zu eine Billion US-Dollar.


Starke Schwankungen am Kryptomarkt erwartet

Hart ins Gericht geht das Ripple-Team mit den im abgelaufenen Jahr stark aufgekommenen Initial Coin Offerings (ICOs). Darunter sind unregulierte Kapitalaufnahmen zu verstehen, mit denen Startups mit Hilfe von Kryptowährungen Crowdfunding betreiben. Damit umgehen diese die Regularien von Wagniskapitalgebern und Banken. Als Gegenleistung dafür erhalten Investoren dieser Fonds Unternehmensbeteiligungen, die als digitale Coupons oder Tokens bezeichnet werden. Ripple-Chef Garlinghouse bezeichnet ICOs als toxisch und betrügerisch. "Viele Investoren werden sich daran schmerzhaft die Finger verbrennen", heißt es in dem Beitrag. Wenn 2017 das Geburtsjahr der ICOs gewesen sei, dann werde 2018 das Jahr des ICO-Niedergangs werden, meinen die Ripple-Mitarbeiter. Sie erwarten im Jahresverlauf zahlreiche Enthüllungen und Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit ICOs.

Ripple-Kurs wieder deutlich unter zwei Euro

Die Währung Ripple selbst hat seit Montag knapp zwanzig Prozent ihres Wertes eingebüßt. Eine Einheit kostet aktuell 1,84 Euro bei Bitstamp. Noch Mitte Dezember lag der Kurs lediglich bei rund 20 Cent. Zum Jahresende 2017 folgte dann eine beispiellose Kursrallye, durch die Ripple zwischenzeitlich zur zweitwertvollsten Kryptowährung nach Bitcoin und noch vor Ethereum aufgestiegen war. Unterdessen hat das Unternehmen aus San Francisco mitgeteilt, dass die Kryptobörse Coinmarketcap zuletzt koreanische Börsen aus der Marktpreisberechnung ausgeschlossen habe. Dies habe bei allen Kryptowährungen zu Wertschwankungen geführt. Laut Handelsblatt halten Experten aber viele Kryptowährungen derzeit ohnehin für überbewertet.

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