Rekord bei Neugründungen von Bäckereien

dpa-AFX  | 
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Eine Auswahl von Brot und Brötchen (Symbolbild).
- pixabay.com

BERLIN (dpa-AFX) - Das Bäckerhandwerk hat im vergangenen Jahr so viele Neugründungen wie nie zuvor registriert, der Branchenverband sieht die Betriebe dennoch unter erheblichem Druck. 2025 machten sich 448 Bäckermeisterinnen und -meister selbstständig, der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks spricht von einem neuen Höchststand an Neugründungen. Dennoch sank die Zahl der handwerklichen Bäckereibetriebe um 2,8 Prozent auf 8.659 Unternehmen. Der Strukturwandel der Branche setze sich fort, wenn auch langsamer als in den Jahren zuvor, teilte der Verband mit.

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Der Branchenumsatz stieg im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent auf 18,14 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten hingegen sank um 1,4 Prozent auf 232.000.

Das Bäckereihandwerk zeige sich trotz wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen "widerstandsfähig", teilte der Verband weiter mit. Präsident Roland Ermer betonte zugleich, von Entwarnung könne keine Rede sein. Viele Betriebe arbeiteten am Limit und kämpften täglich mit gestiegenen Kosten und wachsender Bürokratie.

Ermer beklagte unter anderem, dass die Handwerksbetriebe die gleichen Vorgaben erfüllen müssten wie die Industrieunternehmen, die ihre Produkte über Supermärkte vertreiben und mit denen die Bäckereien konkurrieren. Eine zentrale Forderung des Verbandes ist die Aufhebung der Beschränkung der Sonntagsarbeit. Die Drei-Stunden-Grenze beim Sonntagsbacken gehöre abgeschafft. "Wer frische Backwaren am Sonntag und Montagmorgen anbieten soll, muss sie auch herstellen dürfen", mahnte Ermer.

Nach dem Arbeitszeitgesetz dürfen Bäckereien bisher an Sonn- und Feiertagen bis zu drei Stunden Backwaren herstellen und liefern. Union und SPD hatten im Koalitionsvertrag vereinbart, den sogenannte Ausnahmekatalog im Arbeitszeitgesetz für Sonn- und Feiertagsbeschäftigung um das Bäckereihandwerk zu erweitern. Dabei sollten hohe Standards im Arbeitsschutz gewahrt bleiben./shy/DP/zb



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