PSA verkauft mehr Autos, aber Vorwurf der Abgasmanipulation belastet Aktienkurs

Mittwoch, 26.04.2017 14:39 von Janine-Isabell Franz - Aufrufe: 1445

Peugeot Autohaus im russischen Samara
Peugeot Autohaus im russischen Samara - © blinow61 istock.com
PSA steigert den Konzernumsatz im ersten Quartal um rund fünf Prozent. Der Autobauer profitiert vor allem vom Geschäft im Mittleren Osten und Afrika. Doch jetzt steht PSA unter Manipulationsverdacht.

Der französische Autohersteller PSA Group hat sein erstes Geschäftsquartal 2017 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Die Konzernmutter von Peugeot, Citroën und DS Automobiles hat im vergangenen Quartal 729.424 Fahrzeuge und damit rund 4,2 Prozent mehr verkauft als noch ein Jahr zuvor. PSA konnte den Absatz der Marke Peugeot im ersten Quartal mit 73.000 Fahrzeugen mehr um 18,1 Prozent steigern. Vor allem im Mittleren Osten und Afrika hat die französische Automarke an Beliebtheit gewonnen. Peugeot verkaufte 120.161 Fahrzeuge und damit rund 465 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die Marken Citroën und DS hingegen mussten rückläufige Verkaufszahlen hinnehmen. Der Gesamtkonzernumsatz von PSA lag mit 13,63 Milliarden Euro jedoch rund 4,9 Prozent über dem Vorjahresniveau.

PSA steht unter Manipulationsverdacht

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die französische Justiz nun auch gegen PSA ermittelt. Der Verdacht: Abgasmanipulationen bei Dieselfahrzeugen. Wie auch andere bekannte Autohersteller soll PSA Betrugssoftware eingesetzt haben, um Abgaswerte zu manipulieren. Die französischen Behörden ermitteln bereits gegen Volkswagen, Renault und Fiat Chrysler.

Aktionäre reagieren verhalten

Die Nachricht über mögliche Abgasmanipulationen belastet noch immer den Aktienkurs von Peugeot. Die Peugeot-Titel verloren bis zum Mittag zwischenzeitlich rund 2,17 Prozent an Wert auf der Tradegate-Plattform und notieren zur Stunde bei 18,65 Euro pro Papier. Im laufenden Jahr legte der Kurs der Peugeot-Aktie jedoch bereits um rund 20 Prozent zu. PSA hatte Anfang März bekannt gegeben, dass der Rüsselsheimer Autokonzern Opel für rund 1,3 Milliarden Euro Teil der PSA Group werden soll.


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