Original-Research: Manz AG (von Montega AG): Kaufen

Montag, 18.03.2019 15:15

Original-Research: Manz AG - von Montega AG

Einstufung von Montega AG zu Manz AG

Unternehmen: Manz AG ISIN: DE000A0JQ5U3

Anlass der Studie: Update Empfehlung: Kaufen seit: 18.03.2019 Kursziel: 43,00 Kursziel auf Sicht von: 12 Monaten Letzte Ratingänderung: - Analyst: Patrick Speck

Vorläufige Zahlen zeigen Licht und Schatten

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Manz hat vergangene Woche vorläufige Zahlen für 2018 vorgelegt.

Umsatz-Guidance erfüllt: Die Konzernerlöse lagen mit 296,9 Mio. Euro auf den ersten Blick signifikant unter unseren Erwartungen (MONe: 361,0 Mio. Euro). Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass Manz mit der Talus Manufacturing Ltd. ein ehemals vollkonsolidiertes Unternehmen aus dem Segment Contract Manufacturing rückwirkend entkonsolidiert hat und nun als assoziiertes Unternehmen führt (MONe: Umsatz 2018 > 60 Mio. Euro). Bereinigt um diesen Effekt lag der Umsatz im Rahmen unserer Erwartung. Da auch die Vorjahreszahlen angepasst wurden, erfüllte Manz mit einem Wachstum von 11,6% zudem die Guidance (+10 bis 14%). Mit einem nur marginalen Umsatzplus von 0,7% auf 105,0 Mio. Euro lag das Segment Solar jedoch unterhalb unserer Prognose (MONe: 117,0 Mio. Euro). Hier führten kundenseitige Projektverzögerungen dazu, dass Manz nicht ganz das Umsatzniveau generieren konnte, das terminlich für 2018 geplant war (+5 bis 10%). Dagegen schnitten Electronics (+6,1% auf 93,9 Mio. Euro vs. MONe: 86,3 Mio. Euro) sowie Energy Storage (+48,7% auf 35,4 Mio. Euro vs. MONe: 32,9 Mio. Euro) etwas besser ab als antizipiert.

Ergebnis erfüllt Erwartungen nicht: Das Konzern-EBIT blieb mit -3,4 Mio. Euro (MONe: 2,9 Mio. Euro) hinter unseren Erwartungen zurück. Dabei fiel jedoch die Ergebnisbelastung aus dem Kabelbrand in Taiwan mit 5,1 Mio. Euro (MONe: 2,2 Mio. Euro) auch deutlich höher aus als zuvor von Manz kommuniziert. Grund hierfür war, dass einige der durch Rußpartikel kontaminierten aber zunächst für die Reinigung vorgesehenen Komponenten so stark verschmutzt waren, dass sie doch verschrottet werden mussten. Bereinigt um diesen Effekt erzielte Manz der Guidance entsprechend ein leicht positives EBIT i.H.v. 1,7 Mio. Euro. Trotz der deutlichen Umsatzsteigerung war das Segment Electronics in Q4 noch nicht profitabel (Q4-EBIT: -0,8 Mio. Euro) und Energy Storage war gar verlustreicher als in Q3 (Q4-EBIT: -2,7 Mio. Euro vs. -0,9 Mio. Euro in Q3).

Gemischter Ausblick: In 2019 sieht der Vorstand grundsätzlich eine gute Basis für weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum. Kundenseitig verzögerte sich zuletzt jedoch im SolarBereich die Fertigstellung der Gebäude für die CIGS-Anlagen, so dass mit dem ursprünglich zur Jahresmitte avisierten Ramp-Up nun erst ab Anfang Q4 zu rechnen ist. Folgeaufträge werden aufgrund dessen erst ab Ende 2019 erwartet. Auch bei Automobilkunden im Bereich Electronics zeigte sich nach dem 2018 erhaltenen Großauftrag zur automatisierten Montage von Zellkontaktiersystemen gegen Jahresende eine gewisse Zurückhaltung, Manz rechnet aber unverändert mit einer Erweiterung der Kundenbasis in 2019. Im Segment Energy Storage wurden Angebote mit einem Gesamtvolumen im dreistelligen Millionenbereich im Markt platziert, so dass wir in 2019 nach wie vor eine Wachstumsbeschleunigung erwarten. Insgesamt haben wir unsere Prognosen aufgrund der geringeren Visibilität jedoch reduziert und positionieren uns damit deutlich konservativer.

Fazit: Manz konnte die Guidance 2018 erfüllen und dürfte auch im laufenden Jahr profitabel wachsen. Dennoch vollzieht sich die Entwicklung langsamer als von uns zuletzt antizipiert. Wir reduzieren daher das Kursziel auf 43,00 Euro (zuvor: 54,00 Euro), bestätigen aber das Rating „Kaufen“.

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