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Opel muss sich im Abgasskandal erklären

Sonntag, 15.07.2018 13:20 von WirtschaftsWoche

Im Diesel-Skandal hat es Opel bislang weder mit Pflicht-Rückruf noch mit Ermittlungen der Justiz zu tun. Allerdings checken Behörden laufend die Funktionsweise der Abgasreinigung - und haben nun zu drei Modellen Fragen.

Im Diesel-Skandal um Manipulationen bei der Abgasreinigung rückt Opel stärker in den Fokus der Behörden. Der Autobauer muss sich innerhalb der nächsten Tage zur Funktionsweise einer Abschalteinrichtung in verschiedenen Modellen äußern. Betroffen sind einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zufolge rund 60 000 Insignia, Zafira und Cascada. Das Bundesverkehrsministerium bestätigte „eine amtliche Anhörung gegen Opel“ wegen drei Fahrzeugmodellen.

„Vor dem Ergebnis dieser Anhörung kann zur Unzulässigkeit der Abschalteinrichtung noch nichts abschließend gesagt werden“, hatte ein Ministeriumssprecher am Freitagabend gesagt. Abschalteinrichtungen dienen dazu, die Abgasreinigung herunterzuregeln.

Autobauer begründen das mit dem Motorschutz etwa bei Kälte oder Hitze. Bei vielen Modellen gibt es aber Zweifel daran, ob dies wirklich notwendig ist. Wenn die Abgasreinigung nicht richtig arbeitet, stoßen die Diesel mehr gesundheitsschädliche Stickoxide aus. Da die Luft-Grenzwerte in vielen Städten überschritten sind, drohen Fahrverbote für Dieselautos. In Hamburg gibt es schon Einschränkungen, in Stuttgart sollen sie ab 2019 kommen.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat dem Bericht der „Bild am Sonntag“ zufolge Opel in den vergangenen Tagen zu einer Stellungnahme innerhalb von zwei Wochen aufgefordert. Ein Opel-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern. Das Unternehmen teilte am Freitagabend lediglich mit: „Opel liegt kein Bescheid des KBA vor. Offene Verfahren, die vor mehr als zwei Jahren begonnen haben, können wir nicht kommentieren.“

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