Ölpreise unter Druck - Steigende US-Ölreserven belasten

Mittwoch, 11.12.2019 17:41 von dpa-AFX - Aufrufe: 364

Eine Bohrinsel im Meer (Symbolbild)
Eine Bohrinsel im Meer (Symbolbild)
© nielubieklonu / iStock / Getty Images Plus / Getty .

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch mit Verlusten auf einen Anstieg der Ölreserven in den USA reagiert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent wurde am späten Nachmittag bei 63,45 US-Dollar gehandelt. Das waren 89 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 70 Cent auf 58,54 Dollar (Dollarkurs).

Der entscheidende Impuls erfolgte am Nachmittag. Während die Ölpreise über weite Strecken des Tages nur leicht unter Druck standen, bauten sie die Verluste nach der Veröffentlichung neuer Daten zu den US-Ölreserven schlagartig aus. Nach Angaben des US-Energieministerium waren die Vorräte in der vergangenen Woche um 0,8 Millionen auf 447,9 Millionen Barrel gestiegen. Analysten hatten hingegen im Mittel einen Rückgang um 3,0 Millionen Barrel erwartet.

Bereits am Vorabend gab es Hinweise auf einen Anstieg der Lagerbestände. Der Interessenverband American Petroleum Institute (API) hatte in der vergangenen Woche ebenfalls einen Zuwachs verzeichnet. Steigende Ölreserven können ein Hinweis auf ein zu hohes Angebot oder eine geringere Nachfrage sein und belasten in der Regel die Ölpreise.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern werden die Ölpreise darüber hinaus durch die Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Handelskonflikt zwischen den USA und China belastet. Laut jüngsten Presseberichten dürfte die für den 15. Dezember angedrohte Einführung neuer Strafzölle der USA auf chinesische Waren verschoben werden. Allerdings gibt es hierzu noch keine klare Stellungnahme des US-Präsidenten Donald Trump./jkr/jsl/fba


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