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Neue Vergaberegeln für 5G – das ändert sich

Freitag, 16.11.2018 12:57 von WirtschaftsWoche

Die Bundesnetzagentur hat die Vergaberegeln für den superschnellen 5G Mobilfunk noch einmal geändert. Die wichtigsten Korrekturen auf einem Blick.

Bis zur letzten Minute war es ein Hauen und Stechen. Die Lobbyisten der Telekom-Konzerne und der Industrieverbände liefen zu Hochform auf, um ihre Positionen bei der Vergabe der superschnellen 5G-Frequenzen noch durchzusetzen. Gleichzeitig übertrafen sich Politiker aller Couleur mit Forderungen, mit höheren Versorgungsauflagen die vielerorts noch klaffenden Funklöcher zu schließen. All die Vorschläge hat die Bundesnetzagentur heute in einen überarbeiteten Entwurf der 5G-Vergaberegeln einfließen lassen, über die der aus Bundes- und Landespolitiker besetzte Beirat der Bundesnetzagentur in der kommenden Woche ein letztes Mal diskutieren soll.Die zum Teil sehr emotionalen Debatten haben Spuren bei der Bundesnetzagentur hinterlassen. Denn in einigen wichtigen Punkten hat die Präsidentenkammer ihre bisherigen Vorschläge noch einmal überarbeitet:

1.) Die Versorgungsauflagen werden verschärft. In jedem Bundesland müssen die Mobilfunknetzbetreiber bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent aller Haushalte mit einer Übertragungsrate von mindestens 100 Megabit pro Sekunde versorgen. Bisher waren nur 50 Megabit pro Sekunde vorgesehen.2.) Auch entlang aller Bundesautobahnen und der wichtigsten Bundesstraßen müssen die Mobilfunkbetreiber bis Ende 2022 Funkverbindungen mit einer Mindestgeschwindigkeit von mindestens 100 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stellen.3.) Außerdem greift die Bundesnetzagentur eine Forderung der Autoindustrie auf und macht eine Reaktionszeit von zehn Millisekunden entlang aller Autobahnen und Bundesstraßen bis 2024 zur Pflicht. Die Mobilfunkbetreiber bekommen dadurch erstmals eine Qualitätsvorgabe. Denn nur mit solchen Datenübertragen in Echtzeit ist autonomes Fahren möglich.

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